Weiterleitung bei Aktionspotenzialen (große Zahl?)

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3 Antworten

Da die kommentarseite zu klein ausfällt, kehre ich zur Hauptseite zurück. Ich finde es recht wundersam, dass du von 4 Aktionspotentialen ausgehst. Ich habe diese magische Zahl noch in keinem Fachbuch vorgefunden und bezweifle sehr, dass 4X mal erst geschaltet werden muß, bis dann endlich der elektrische Reiz entsteht oder aber dieser erst dann weitergeleitwet werden kann. Welchen Sinn sollte das wohl machen? Nämlich gar keinen! Es gibt da keinen Art "4-Takter" a la Ottomotor. Ich lasse mich allerdings gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn du hier auf seriöse reputable Quellen möglichst als Links verweist.

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Kommentar von Und3rt4ker
05.12.2013, 19:21

Meine seriöse und reputable Quelle ist mein Biolehrer ;)

Genau deswegen habe ich diese Frage hier ja gestellt - damit mir irgendwer einen Denkfehler nachweist oder die Grundannahme von 4 Aktionspotentialen widerlegen kann.

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Wo sollen denn deine (NUR!) 10 hintereinander geschalteten Nervenzellen im Körper liegen, über die sich dein Aktionspotenzial theoretisch nacheinander ausbreitet? :)

Oder gar die 1000 :D Die Evolution hat schon dafür gesorgt dass du um zB einen Ball zu kicken den Befehl nicht erst über die Speicheldrüse und den Zilliarmuskel schicken musst.... Wir haben keine Energie zu verschenken :P

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Kommentar von Und3rt4ker
05.12.2013, 16:32

Wie sieht es mit dem Rückenmark aus? Wenn ich den Ball sehe (Auge -> Hirn) und mein Hirn sich dann entscheidet, den Ball zu kicken, muss der Befehl vom Hirn doch logischerweise übers Rückenmark bis in den Fuß gelangen. Das sind nach meinen Berechnungen ein bisschen mehr als 10 Nervenzellen... Zumal ich nicht nur ein Aktionspotential an einen Muskel schicken muss, sondern gleich mehrere an verschiedene Muskeln, die ich benötige.

Nach deiner Theorie sind unsere Nervenzellen entweder 30cm groß oder unsere Füße würden eigenständig handeln. Schon allein das Hirn besitzt ja an die 100 Milliarden Nervenzellen und mehr...

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Deine Berechnungen sind abwegig, da gibt es kein solches gewaltiges Signalisieren, wie von dir angegweben. Wäre dem so, dann würde die Zelle innerhalb kürzester Zeit an Erschöpfung zu Grunde gehen, hätte sie überhaupt solch eine Signalfähigkeit. Da es aber so was wie Selbstschutz gibt, würde sie schon früher aus Erschöpfung heraus in die ruhephase übergehen, also Reaktionsstille. Meine Vermutung: es geht um die anzahl der Ionen, die durch Potentiale verschoben werden. Dass die Anzahl der Natrium, Kalium, - u. Chlor-Ionen recht hoch ist, wer wollte das bestreiten. Noch was, ginge man von deiner Rechnung aus, die Zelle hätte die Fähigkeit so oft Signale auszusenden, da wäre sie sehr reaktionsträge, auch wenn die Aktionspotentiale im Millisek. Bereich wirksam sind, verginge doch bei solch häufiger Signaltätigkeit eine Menge Zeit, also nicht grade praktisch, nicht grade lebensnah.

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Kommentar von Und3rt4ker
03.12.2013, 21:55

Genau darum geht es mir doch. Mit diesen Annahmen komme ich zu Schlüssen, die der Realität widersprechen. Die 2 Millisekunden sind aufgrund der Refraktärzeit wirklich sogar etwas zu niedrig angesetzt, aber das ist vernachlässigbar und bei längerer Zeit für den Aufbau eines Aktionspotentials an dieser Stelle würde sich die Zeit für die Reizweiterleitung durch alle Nervenzellen ja sogar noch verlängern...

Die Berechnungen sind mit den Grundannahmen von mir doch ganz einfach nachzurechnen, also muss irgendwo ein Fehler in diesen Annahmen liegen.

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