Weiterhin zum Psychologen gehen, obwohl es mir schon öfters danach schlechter ging (auch diesmal wieder)?

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9 Antworten

Eine Therapie ist anstrengend und versetzt einen auch in Stresssituationen - je nachdem um welche Therapieform es geht, kann sie auch bewusst destabilisierend wirken.

Wenn es dir nach den Therapiestunden nicht gut geht, dann ist es wichtig, dass du deinen Therapeuten darauf ansprichst und diesen Umstand zum Thema machst. Ein Therapeut kann nur mit dem Arbeiten was er sieht und was er bekommt - es ist dementsprechend ungemein wichtig, dass du deine Gefühle auch dort klar benennst, so wie auch deine Ängste.

Unter Umständen kann sich auch herauskristallisieren, dass die Therapieform oder der bisher gewählte Ansatz, nicht der Richtige ist - zumindest nicht aktuell.

Gerade bei der Neigung zum selbstverletzendem Verhalten, im Kontext von Stress- und Emotionsregulation, ist beispielsweise, in den meisten Fällen, eher eine Verhaltenstherapie angebracht. Diese geht "nicht so an die Substanz" und baut eher auf einem stabilisierenden Konzept auf - du lernst dort also, mit Stresssituationen anders umgehen zu können.

Diese Stabilität ist auch wichtig, um sich eventuell im späteren Verlauf fokussiert mit den Ursachen beschäftigen zu können. Wie oben schon erwähnt, gibt es Therapieansätze die bewusst destabilisieren, um an die "Wurzeln vordringen" zu können. Um diesen Situationen jedoch standhalten zu können, ist besagte Stabilität eine Grundvoraussetzung.

Das sind jedoch erst einmal nur Ansätze und erste Gedanken. Inwiefern diese auf dich zutreffen, kann ich an der Stelle nicht beurteilen. Wer das jedoch kann, bist du und dein jetziger Therapeut aber dafür müsst ihr miteinander ins Gespräch gehen. Bevor du also wirklich einen Abbruch in Erwägung ziehst, versuche es über diesen Weg und schaue, ob sich nicht eine andere Lösung findet - zum Beispiel eben einen neuen Ansatz wählen.

"meine Mutter meint, ich hätte es nicht nötig in die Klinik oder zum Psychologen zu gehen?!"

Wenn Selbstverletzungen, suizidale Ideen et cetera in deinem Leben eine Rolle spielen, dann ist es sehr wohl notwendig eine Therapie in Anspruch zunehmen - ambulant oder stationär ist ein anderes Thema. Es ist auch der richtige Schritt von dir, eine Therapie in Anspruch zunehmen - jetzt muss sie schlicht in eine Richtung gelenkt werden, die für dich produktiv ist und das geht nur, wenn du diese Richtung auch vorgibst. 

Gebe an der Stelle noch nicht die Therapie auf.

Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe, dass sich ein Ansatz finden lässt, mit dem du besser arbeiten kannst und auch Fortschritte erzielst.

Liebe Grüße.

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Hi, bei mir War das genau so. Nach dem Termin War ich total fertig, so etwa wie bei dir.
Es kann sein, dass das passiert weil du Sachen verdrängst und die bei/nach dem Termin wieder hoch kommen. Das es Dir danach so schlecht ging spricht eigentlich nur dafür,dass es immer noch etwas gibt, was dich so fertig macht.
Ich würde dir raten weiter hin zugehen und das mit dem Psychologen auf jeden Fall erzählen. Der kann damit am besten umgehen.

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Geh weiter hin.
Es ist normal, dass man anfangs ziemlich mitgenommen ist und vielleicht auch niedergeschlagen oder sonstiges. Das kann an vielen Sachen liegen. Dass vieles hochgeholt wird, was du verdrängt hast oder dass du vieles erst jetzt realisierst oder oder oder.
Bitte deinen Psychologen, die letzten 15 Minuten eurer Sitzung damit zu verbringen, dich wieder etwas aufzubauen, was er eigentlich auch ohne diese Bitte tun sollte.

Diese Zeit geht vorbei und ab dann hilft dir das alles auch wirklich.

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Es ist so dass wenn du über Probleme redest dass sie hervorkommen die was bis jetzt immer unausgesprochen im Gedanken deiner Psyche waren. Lass es einfach rauskommen dann wirds dir besser gehen wenn die meisten Probleme verarbeitet worden sind. den Kopf ned hängen lassen und durch :D Sonst wird es schlimmer auch wenn es momentan nicht so scheint 

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Sag genau das was du geschrieben hast deiner Therapeutin. Wir können dir jetzt Ratschläge geben. Aber das aller,aller wichtigste ist,dass du deine Bedenken und Gefühle mit ihr vesprichst. Dafür ist sie doch da. Gemeinsam könnt ihr nach einer Lösung suchen.
Viel Glück:)

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Sag das dem Psychologen, dafür ist er doch da. Wenn ihr vielleicht Dinge ansprecht die dich traurig machen könnt ihr ja am Ende versuchen Dinge anzusprechen für die es sich zu leben lohnt. So das du siehst aha ok es gibt zwar Dinge die nicht so gut laufen, aber das kann ich ändern und genauso gibt es schöne Dinge :)

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Suizidgedanken sind auf jeden Fall ein Grund für eine psychologische Behandlung. Ich würde an deiner Stelle das deinem Psychologen sagen, dass es nach den Terminen schlechter ist. Er ist ausgebildet und kann dir bessere Tipps geben als jeder halbwissende hier!

Und wenn Du gar nicht mehr weiter weißt, dann wende dich hierhin:

Telefonseelsorge

0800 1110111

Fakt ist, dass du auf jeden Fall was gegen deine psychischen Beschwerden tun musst. Am besten mit professioneller Hilfe, so geht es im Normalfall dir eher besser, als wenn du nichts tust (auf lange Sicht gesehen)

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Eine Psyschotherapie sollte normalerweise ja helfen und Besserung zeigen und nicht das es einen danach schlechter geht.

Es könnte sein das die Probleme die du mit deinen Psyschologen besprichst dir sehr Nahe gehen, deshalb bist du nach der Sitzu sehr aufgewühlt weil du über die Dinge die dich verletzten reden musst.

Sag das deinen Psyschologen sei offen, hast du Vertrauen zu ihm ?

Wenn die Vertrauensbasis zwischen euch nicht so gut ist dann suche dir einen anderen Psyschologen auf und was deine Mutter sagt darauf musst du nicht hören

Du hast dieses Krankheitsbild und weißt selbst besser was dir hilft und ob du eine Therapie brauchst und nicht deine Mutter.

Du bist dein eigener Herr und nur du kannst diese Entscheidung treffen.

Vielleicht wäre in dem Fall ja auch eine Tagesklinik oder ein stationärer Aufenthalt besser, denke mal darüber nach und sei offen zu deinen PSyschologen nur so kann er dir auch helfen.

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Downhillgirl03 26.08.2016, 00:52

Naja Tagesklinik etc kommt für mich auf keinen Fall in frage, da ich mit den Betreuern und Psychologen dort gar nicht klar komme.

Lg

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schloh80 26.08.2016, 18:02

"Eine Psyschotherapie sollte normalerweise ja helfen und Besserung zeigen und nicht das es einen danach schlechter geht."

Das gilt für stützende Gespräche und supportive Maßnahmen. Diese gehören aber nicht in den Leistungskatalog einer kassenfinanzierten Psychotherapie. Psychotherapie zielt nicht auf rasche Besserung ab (dafür gibt es stationäre und teilstationäre Kriseninterventionen und solche in Beratungseinrichtungen), sondern auf nachhaltige Veränderung. Dazu sind innerpsychische Umgestaltungen notwendig, die sehr aufwühlen, schmerzhaft und verstörend sind. Es geht nicht anders. "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" kann nichts bewirken. 

Psychotherapie ist anstrengende Arbeit des Patienten zwischen den Therapiestunden. Nur in die Sitzungen gehen und erwarten, dass es einem nach den Stunden besser geht und nach 25 Stunden sei die Erkrankung dann per Geisterhand verschwunden, ist sicher eine verbreitete, aber nicht minder unsinnige Idee.

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Ich bin bei einer Psychologin , davor geht es mir ganz okay , danach bin ich immer so deprimiert , dass ich mich am liebsten umbringen würde , kann ich aber nicht , weil mir die Kraft mich auch nur einen Zentimeter zu bewegen fehlt.
Ich würde an deiner Stelle da einfach nicht mehr hingehen , meiner Meinung nach sind die meisten Psychologen/Psychiater einfach nur Psychopathen:/.
Ich werde gezwungen da hinzugehen , sonst nimmt mir meine Erziehungsberechtigte mein Handy weg & dann wird alles noch schlimmer:(.

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Seanna 26.08.2016, 03:00

DAS ist in keinem Fall zu verallgemeinern! Vor allem kann Therapie unter Zwang nie funktionieren.... Aber daraus jetzt allgemein so einen Rat für jemanden in einer völlig anderen Situation abzuleiten halte ich für gefährlich und absolut unangemessen!

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DUHMHAITTUHTWEE 26.08.2016, 10:59

Wenn es einem danach schlechter geht ..?

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