Weiterführende Schule = Unötig (erst durchlesen)?

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6 Antworten

Du brauchst nicht alle Sachen wieder die du in der Schule lernst, das ist richtig, aber auch dadurch lernt man. Selbst wenn du dich dann für einen Beruf entschieden hast wirst du wieder an den Punkt kommen wo nicht alles Spaß macht und durch die Schule wirst du gelernt haben dich durchzubeißen. Das wär mein Argument Nr.1.
Ein weiteres ist, dass du auf was für Wegen auch immer auf die Themen, bei denen du in der Schule noch dachtest brauch ich niiiiee wieder stoßen wirst und das passiert bei den Dingen die man in der Mittelstufe lernt. Sei es auch, dass dein Kind dich später beim nach Hause gehen vom Kindergarten fragt warum man eigentlich blutet und du nach etlichen "Warum?" den Aufbau der Zellen erklärst.
kleiner Tipp: versuch die Themen in der Schule dir so zurecht zu basteln, dass sie dich interessieren. Du stehst doch auf Chemie oder? Unsere Zellen funktionieren nur durch Chemie, schau dir mal allein die Reaktionen an die in unseren Mitochondrien abgehen. Betrachte ATP nicht als läppischen "Treibstoff der Zelle" sondern als Adenosintriphosphat und schau dir an warum da chemisch Energie drin gebunden ist. Damit beeindruckst du 1. Lehrer und 2. macht es das für dich spannender.

Puh, 10 % nicht mehr brauchen weis ich nicht, aber du hast schon Recht alles brauch man nicht mehr, trotzdem bin ich froh über eine solide Allgemeinbildung.

und hey, der öde Erdkundelehrer der ein halbes Jahr lang über Karstgebiete in Slowenien gefaselt hat, bei dem die halbe Klasse immer gepennt hat ist auch eine nette Anekdote. 

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WEil man vieles von dem was man in der Schule lernt, Allgemeinbildung nennt.

Klar, vieles "braucht" man nicht. Und vergisst es auch wieder. Man kann aber auch nicht schon in der 6. Klasse mit "Speziealunterricht" der auf einen bestimmten Beruf hinarbeitet beginnen. Manche brauchen halt manches doch.

Glaub nur nicht das ICH mich nie gefragt habe wozu lernst du den Mist? Oder auch jetzt noch frage ( zum Beipsiel wenn solche Fragen kommen)

Und ja vieles von dem was ich gelernt habe, habe ich mehr oder weniger Erfolgreich wieder vergessen ( wie war das noch mal genau mit sinuns cosinus und tangens? Was waren noch mal Ableitungen?) Dass ich aber Flächeninhalte, Volumen etc berechnen kann finde ich schon gut, ebenso die Prozentrechnung. Und auch einiges von dem was man so in Geschichte, Bio, Chemie, Physik..... lernte finde ich heute immer noch gut. ( ehemaligen Klassenkameraden haben womöglich was anderes im Kopf behalten).

Was aber Fakt ist: Die Lehrpläne sind zu voll.

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Alrighty:

Du brauchst die Fächer nicht, weil du sie in deinem Beruf ganz, ganz dringend brauchst, sondern einfach, weil es die Kompetenzen vermittelt. Vorallem Mathematik hat sehr viel mit Logik zu tun und ist dementsprechend wichtig für alle Lebenslagen. 

Nebenfächer sind dazu da dir Grundkompetenzen zu vermitteln. Du sollst halt auch als Mathematiker grundlegende Dinge verstehen, die um dich herum passieren. Es sind Werkzeuge, die dir das Leben einfacher machen.

Die höheren Schulen bieten einfach Bildung, die du, wenn auch mit transfer, in deinem Leben brauchen kannst. Vor allem wenn es um Fächer wie Ethik, Sozialkunde, Geschichte und Witschaft geht.

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Kommentar von Arkano
11.11.2016, 18:53

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Ich denke, dass es zum einen einfach gut ist, von allem schonmal ein bisschen gehört zu haben.

Zum andren dient das auch einfach dazu, dass man sich orientieren kann. Man muss ja erstmal etwas kennenlernen, um sich dann später für diesen Beruf zu entscheiden.

Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass viel unnötiger Schulstoff durch wichtigeren ersetzt werden könnte.

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Kommentar von Arkano
11.11.2016, 18:52

Danke, für deine Meinung

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Hallo Arkano,
viele Menschen haben für Vieles Interesse, auch wenn sie sich damit beruflich nicht beschäftigen müssen. Stichwörter: Kommunikation, Hobby, geistiges Training, Wissensdurst, Informiertsein, Kritikfähigkeit, Denken in vielen Bereichen..... Die Liste ließe sich ganz schön fortsetzen.

Und jetzt zur Mathematik - eine einfache Rechenaufgabe: Wenn ein Mensch 80 Jahre alt wird, dann ist er maximal 45 Jahre im Beruf. Das aber nicht jeden Tag, sondern ca 220 Arbeitstage von 365. An diesen Arbeitstagen sind es jeweils 8 Stunden.

Jetzt darfst du rechnen: Du bist also etwa 79200 Arbeitsstunden von 700800 Lebensstunden berufstätig. Das entspricht 11,3% deiner Lebenszeit
Und da willst du nur mit dem zu tun haben, was relevant für deinen Beruf ist?

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Kommentar von ladiesman127
08.05.2017, 23:40

falsxh gerechnet der formel lautet 2 pi r kwadrat geteilt durch den beruf.

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Das habe ich mich in der Schule auch manchmal gefragt: Wozu muss man wissen, wie sich Maikäfer fortpflanzen? 

Aber jetzt im Alter sehe ich das ein bisschen anders. 

Gut, ich habe wirklich nie in meinem Leben das Wissen gebraucht, wie sich Maikäfer fortpflanzen. Aber ich habe dennoch viel in der Schule gelernt. 

Zum einen dient es dem Allgemeinwissen. Und zum anderen trainiert man auch sein Gehirn damit. 

Man merkt sich zwar nicht alles. Aber die grauen Zellen werden angeregt. Und sind so in der Lage, neues Wissen aufzunehmen. 

Ich bin froh, dass ich Abitur gemacht habe. 

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