Weiterbildung nach Ausbildung Informatikkaufmann?

5 Antworten

Hallo,

wenn es dir um geld dinge wärst du auch nicht im öffentlichen dienst angefangen, oder? Hoffe ich jedenfalls nicht für Dich.

Echte Leistungsträger suchen Jobs in der freien Wirtschaft nehmen kleines Gehalt und große Aufaben an, arbeiten sich hoch und wechseln so lange bis sie sich dumm und dämlich verdienen. Wenn man gut ist kommen die Headhunter und geben sich bei einem die Klinke in die Hand. Man sagt nicht ich möchte etwas dies und ein wenig das machen. man sollte machen was nötig ist für ein Projekt.

mfg

Harry

Es ging mir eigentlich um die Arbeit, es ist ein sehr spannendes Projekt und ein junges Team, man kann vieles selbst in die Hand nehmen und kreativ sein. Ob öffentlicher Dienst oder nicht ist bzw. war mir eigentlich egal, mir gehts um Aufgaben die nicht langweilig sinds und fordernt sind. Hab halt nur Angst in Deutschland Gehaltstechnisch ohne Studium nicht allzu weit zu kommen.

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Fernuni Hagen. Bachelor nebenberuflich als Teilzeitstudent.

Oder du gehst in die Privatwirtschaft. Da gibt's mehr, wenn man gut ist, ist aber in der Regel auch mehr Stress und Ellenbogen.

Welche Weiterbildung weiß ich nicht.

Nur eins hast du richtig erkannt: ohne Studium kommst du im öffentlichen Dienst mit viel Glück noch in die E9. Dann ist Ende.

Auch wenn fast durchgängig steht „mit Studium oder vergleichbarer Erfahrung“

Ein Kollege wurde mit der E6 bei uns in Hamburg in der E10 eingestellt. (Ausbildung Fachinformatik Anwendungsentwicklung.)

Was du versuchen kannst, wenn dein Team dir gefällt und dein Vorgesetzter mit deiner Leistung zufrieden ist: ob dir berufsbegleitend die Möglichkeit einer Weiterbildung ermöglicht wird. Damit hast du aber noch nicht zwingend den Anspruch auf die entsprechenden Tätigkeiten, vor allem da du das Problem hast: du wurdest mit den Tätigkeiten laut Anforderungsprofil ohne die objektiven Voraussetzungen (=Studium) eingestellt: bedeutet im öffentlichen Dienst: für eine Höhergruppierung müssen dir noch höherwertige Tätigkeiten übertragen werden.

Und zum Abschluss: mit dem Master einer FH kommst du im öffentlichen Dienst maximal in die E12, je nach Tätigkeit meist verbunden mit Personalverantwortung. Alles drüber erfordert eine Uni. Nie verbunden mit dem Abschluss, sondern immer mit den Tätigkeiten. Du kannst dich auch mit Master als Pförtner in der E3 bewerben.

Als IT im öffentlichen Dienst: wirst du nie an das Gehalt der freien Wirtschaft kommen. Hier kannst du nur abwägen zwischen dem relativ sicheren Arbeitsplatz ( sofern du nicht nur projektbezogen eingestellt bist), der geregelten Arbeitszeit, und dem regelmäßigen Eingang des Gehaltes.

Den Personalrat, der deiner Einstellung auf diese Stelle zugestimmt hat: würde ich nicht mehr wählen, aber mich nach dem Warum, Wieso, Weshalb erkundigen. Sofern du weiblich bist - auch noch bei der Gleichstellungsbeauftragten.

Mein Bauchgefühl sagt mir: du bleibst dort der Depp vom Dienst. ( nicht abwertend für dich gemeint).

Bin männlich. Kannst du nochmal kurz erläutern was du mit dem Personalrat meinst? Hätten die mich nicht einstellen sollen?

Also ich hab noch einen Kollegen im Team der mit einer Ausbildung und abgebrochenem Studium hier eingestiegen ist, von dem hab ich die ganzen Infos. Der findet das natürlich auch blöd, dass er auf einer E8 ist während die Kollegen wegen Studium höher eingestellt sind. Er will z.B. noch den Betriebswirt machen und im öffentlichen Dienst bleiben. Mir ist das eher wumpe.

Meine Stelle ist Projektbezogen daher ist da sowieso nichts mit sicherer Arbeitsplatz. Wie gesagt hab ich die Stelle genommen weil das ein interessantes Projekt ist, mit den Infos über die Eingruppierung klingt das aber nicht unbedingt so, dass ich nach den zwei Jahren dort bleiben werde. Mal schauen, auf jeden Fall danke für die Infos!

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@Esxalon
Meine Stelle ist Projektbezogen daher ist da sowieso nichts mit sicherer Arbeitsplatz. 

Ein grundsätzliches Problem des öffentlichen Dienstes in der IT. Daher klappt es ja auch nicht so wirklich und entspricht teilweise noch einem uralten Stand.

Zu deiner Einstellung - du hast nur die Stellenausschreibung - in dieser sind bereits Aufgaben beschrieben- du hast mit dem Arbeitsvertrag zugestimmt, dass du die dort beschriebenen Tätigkeiten mit der E7 erledigst. Wenn der PR jetzt deiner Einstellung in der E7 in Verbindung mit den beschriebenen Tätigkeiten zustimmt: versperrt er dir alle Wege. (in der Theorie). Er kann deiner Einstellung zustimmen, muss aber die Eingruppierung für die beschriebene Tätigkeiten ablehnen. (sofern die E7 tatsächlich nicht passt) Tätigkeitsmerkmale im öffentlichen Dienst ist ein Kampf für sich und ein eigenes Rechtsgebiet.

In der Praxis ist Papier natürlich geduldig. Wenn man will, kann man dir Tätigkeiten zu schreiben ( ob du diese machst), steht auf einem anderen Blatt.

Die Klagen auf Eingruppierung gehen inzwischen zu über 80% negativ für den Kläger aus.

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@kabbes69

Okay danke für deine ausführliche Antwort. Ich weiss nur, dass im Bewerbungsgespräch der Personaler meinte ich komme nach meiner Probezeit in die E8 und naja, nach zwei Jahren wird das Projekt eh fertig sein von daher wird das schon irgendwie passen. Vielleicht klappts ja mit einem Studium nebenbei, mein Berufsschullehrer meinte es gäbe eine Fernuni (Wirtschaftsinformatik glaube ich) die meine Ausbildungsinhalte anrechnet, somit hätt ich da zumindest Zeit erspart.

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Nur wegen ihres Abschlusses?

Also ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass der Master in Informatik nicht mal annähernd mit meiner früheren Ausbildung zu vergleichen ist.

Von 200 Leuten hatten es 12 bis zum Master durchgehalten.

Linux-Kenntnisse, Script-Sprache sowie App-Programmierung wurden dort als etwas gesehen, was man sich selbst beizubringen hat.

Also meine Kollegen haben alle nen Bachelor und machen halt den gleichen Job wie ich aber sind höher eingestuft als ich es mit reiner Ausbildung jemals sein kann. Darum ging es mir nur. Ich wollte das Studium nicht schlecht reden

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@Esxalon

Ist auch gar nicht böse gemeint. Ich wollte aus dem berichten, was ich selbst erlebt habe. Die Wirtschaftsinformatiker meinten, bei Ihnen war der Arbeitsaufwand etwas geringer, weil Schulwissen und Ausbildung drin vorkam. Wäre das vielleicht eine Idee? Ich verstehe schon auch, dass wenn man im Job gut ist, auf allerlei seltsame Bevorzugungen trifft.

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Du bist Berufseinsteigerin und mit dieser "Erfahrung" fängt man immer an der unteren Gehaltsstufe an. Das wird sicher nicht so bleiben. Du hast es selbst in der Hand, was du aus deiner beruflichen Karriere machst. Bewerbe dich für ein Fernstudium, dann bist du gleich qualifiziert wie deine akademischen Kollegen und hast daneben auch noch einen qualifizierten Berufsabschluss. Danach bittest du bei deiner Dienststelle um eine Höhergruppierung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich arbeite an einer Universität, habe Familie und Tiere

Danke. Ja ich meine halt nur gehört zu haben, dass ich z.B. über E9 ohne Studium gar nicht erst rankomme egal wie gut ich bin, das macht einem dann doch etwas sorgen. Später werde ich zu alt sein um noch ein Studium zu packen.

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@Esxalon

Als angestellte Mitarbeiterin kommt es immer auf die Tätigkeitsmerkmale an, die mit einem Arbeitsplatz verbunden sind. Der öffentliche Dienst bietet oft seinen Mitarbeitern Weiterkommensmöglichkeiten, die dann später für Höhergruppierungen gerechtfertigt sind. Bei meiner Uni gab es H1 und H2-Lehrgänge, die dann den Absolventen eine Investition für die Zukunft gaben und damit Höhergruppierungen bei einem Stellenwechsel.

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