Weiterbildung Journalismus: gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

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3 Antworten

Ich war selbst im Medienbereich "unterwegs", aber nicht als Journalist. Die Leute, die ich kennenlernen durfte waren alle letztendlich am jammern. Ich wage zu behaupten, dass man an eine Festanstellung nur durch Beziehungen ( teilweise auch durch ein zweckdienliches Parteibuch ) kommt, oder sich im freien Bereich irgendwie durchschlagen muss. Teilweise kann man da wohl gut verdienen, aber ständig Aufträgen ( und seinem Geld ) hinterherzujagen ist alles andere als lustig. Vor allem einen Überlick darüber zu behalten, was für Geld man tatsächlich selbst beruhigt ausgeben kann. ( Man muss ja auch mal eine Auftragsflaute mit einkalkulieren ) - Wirste mal krank haste "verloren" .... Letztendlich kann man sagen, dass das genau so "sinnfrei" bzw. risikoreich ist, wie die Arbeit in einem Outbound - Callcenter auf selbständiger Basis rein provisionsorierentiert.

Als ich etwas älter war als du habe ich bei der Zeitung, wo ich als Freie mitgearbeitet habe, nach einem Platz für ein Volontariat gefragt. Trotz vorhandenem Vitamin B hieß es, ich wäre zu alt. Beantwortet das deine Frage? ;-)

Wenn du an eine Fortbildung bei einem dieser Fernlerninstitute denkst, lass es lieber. Das ist rausgeschmissenes Geld, weil das im journalistischen Bereich überhaupt nicht anerkannt wird. Zudem ist der ganze Bereich vollkommen überlaufen. Die Verlage können es sich leisten, jeden Mitarbeitet, der aufmuckt, sofort zu feuern. Was sie auch tun, wie ich dir aus eigener Erfahrung versichern kann.

Ich habe gehört, dass es auf dem Lande - vor allem im Norden - durchaus noch Redaktionen geben soll, die Mitarbeiter suchen. Ob das stimmt? Grad wurde wieder eine große Redaktion geschlossen, 120 Leute entlassen. Und das Ende des Zeitungssterbens ist längst noch nicht in Sicht.

Kuck dich mal um, überall journalisten die meisten abreitslos. Die branche hat viel zu viele leute, such dir was anderes aus.

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