weiß jemand wie man früher mit schwangerschaften umgegangen ist (mittelalter) z.b. ?

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7 Antworten

Man hat sie ausgetragen.

Es gab einige Methoden, Schwangerschaften abzubrechen, die aber nicht ungefährlich waren.

Wenn die werdende Mutter z.B. geringe Mengen des giftigen Mutterkorns zu sich nahm, konnte das Wehen auslösen und dann dementsprechend eine Frühgeburt auslösen.

Zu hoch dosiert kann Mutterkorn Nekrosen an den Gliedmaßen auslösen und halt auch tödlich enden.

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Es gab mal die Methode mit dem sogennaten Mutterkorn welches Wehen auslöst und dadurch eine Fehlgeburt einleitete.
Allerdings war diese Methode sehr schmerzhaft und gefährlich!
Einige Frauen sind dabei umgekommen.

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Dann haben die Frauen trotzdem das Kind bekommen, weil es noch keinen Abbruch gab (außer gefährliches "Do-it-yourself"). Solche Frauen waren wohl "die Schande" des Dorfes und wurden mehr oder weniger ausgegrenzt, die Kinder auch nicht besser behandelt. Die bezeichnete man als Bastarde. Ich glaube nicht, dass man damals Mitleid mit vergewaltigten Frauen hatte. Da hieß es, sie hätten sich zu aufreizend verhalten udn wären selber schuld... . 

Sei froh, dass du im 21. Jahrhundert lebst, da kommt der Vergewaltiger ins Gefängnis, und die Frauen dürfen abtreiben, wenn sie das wollen. 

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Kommentar von TheTrueSherlock
10.10.2016, 11:28

Schön wäre es, wenn man so einfach sagen könnte, dass jeder Vergewaltiger ins Gefängnis kommt.

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Suche mal irgendwo im Netz nach dem Film "Käufliche Liebe im Mittelalter". Bei YouTube funktioniert mein gespeicherter Link leider nicht mehr :-( Aber da dürften viele Deiner Fragen beantwortet werden.

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Verhütung war Glückssache. Vor dem Erguss den Penis raus ziehen war eine Methode (coitus interruptus).

Die Frau schaute auf den Kalender und versuchte anhand der Fruchtbaren und Unfruchtbaren Tage die Empfängnis zu verhüten.

Methoden zur Empfängnisverhütung sind keineswegs erst in der Neuzeit entwickelt worden. Schon im Altertum versuchten Frauen, sich mit diversen Mitteln und Praktiken vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen, wie alte Aufzeichnungen beweisen. Ein ägyptisches Rezept aus der Zeit um 1525 vor Christus lautete: „Man gebe zerriebene Akazienblätter mit Honig vermischt auf eine Mullbinde, die man sich in die Vagina einführe.“ Diese Art von Tampon könnte durchaus eine Wirkung gehabt haben, da der Saft der Akazien Milchsäure enthält, die ein wirksames Spermizid ist.

Von den meisten indigenen Völkern auf der ganzen Welt sowie aus der europäischen Antike bis zum Zeitalter der Hexenverbrennung ist überliefert, dass Verhütungsmittel auf der Basis von Pflanzen verwendet wurden. Diese Art der Verhütung bekommt heutzutage auch in wissenschaftlichen Kreisen wieder Aufmerksamkeit.

Der Philosoph Aristoteles berichtete, dass sich Frauen zur Verhütung den Teil der „Gebärmutter“, der mit dem männlichen Samen in Kontakt kommt, mit Zedernöl, Bleisalbe oder Weihrauch, vermischt mit Olivenöl einrieben. Die Bleisalbe war hochgiftig, das Öl vermindert aber tatsächlich die Beweglichkeit der Spermien, wie Marie Stopes in den 30er Jahren nach entsprechender Forschung bestätigte. Sie hatte 1921 in London eine Klinik zur Geburtenkontrolle eröffnet.

Rabbiner rieten um 300 n. Chr., einen Schwamm in die Vagina einzuführen, um so den Samen aufzusaugen. Auch diese Methode soll keineswegs unsinnig gewesen sein. Ein indisches Verhütungsrezept ist aus dem 8. Jahrhundert überliefert. Danach wurde die Vagina mit einer Mischung aus Honig und Ghee eingerieben oder durch mit Öl vermischtes Steinsalz „verschlossen“. Der klebrige Honig sollte wohl die Beweglichkeit der Spermien vermindern, und Steinsalz gilt heute auch als Spermizid. Der iranische Autor Ibn Sina (980–1037), auch bekannt als Avicenna, führt in seiner medizinischen Enzyklopädie immerhin schon 20 verschiedene Verhütungsmittel auf.

Seit wann Kondome zur Empfängnisverhütung benutzt wurden, ist in der Forschung umstritten. Der erste sichere Beleg dafür ist der 1605 erschienene Traktat De iustitia et iure des niederländischen Moraltheologen Leonardus Lessius, SJ, der diese Praxis als unmoralisch verurteilte

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Man hat ein Kind gekriegt oder auch nicht.

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