Weiß jemand wie es bei Freiwilligen Wehrdienst ist?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also ich war beim Bundesheer auch freiwillig mit 17, bei uns gibt es ja noch Wehrpflicht. Es reichte ein Brief an die zuständige Heeresstelle (Musterungskommission) mit Bitte um Aufnahme. Danach gab es die Musterung und man konnte auch angeben wo man als was hin möchte. Man kann sich auch später, wenn es am Anfang nicht klappt versetzen lassen.

Einfach immer wieder Anträge stellen. Bei deinem Ziel wäre es wohl von Vorteil wenn du irgendeine Medizinische Ausbildung hättest.

Der Sanidienst hätte mir übrigens auch zugesagt. Außer man kommt auf eine Krankenstation wo man versemmelt!

In der BRD würde ich aber von Auslandseinsätzen absehen..... (Söldnerarmee für die USA spielt man nicht!)

Vielen Dank :)

Ich bin jetzt selber erst 18. Ich habe leider keine Ausbildung ich hab meinen Realschulabschluss war ein Jahr auf einer Schule für Pflege und habe jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus gemacht wo ich auch viel gelernt habe (bin auf einer Chirurgischen Station :) )

Wenn die Feiertage um sind wollte ich auch mal bei so einer Informationsnummer anrufen und nachfragen. Aber ich wollte mich vorher schon erkundigen weil mich das doch wohl sehr interresiert.

Und nochmal vielen vielen Dank für deine Antwort :)

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@Jenny10195

Also ich bin mir sicher das dort dieser Pflegedienst berücksichtigt wird. Vor allem das Jahr im Krankenhaus. Formulier das eben schön aus. :)

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Hallo Jenny!

Also es ist folgendermaßen: Wenn du den freiwilligen Wehrdienst machst, durchläufst du zunächst die Grundausbildung. Im Wehrdienst selber kannst du dich auch zu den Sanis versetzen lassen. Jedoch bringt dir das relativ wenig, da du in der kurzen Zeit des Wehrdienstes keine anerkannte Qualifikation in diesem Bereich erwerben kannst. Sprich nach dem Wehrdienst gehst du dann von der Bundeswehr ab und hast immer noch keinen Berufsabschluss. Und das bringt dich ja dann auch nicht sonderlich weiter.

Du kannst jedoch, wenn du dich nach deinem Wehrdienst verpflichtest, während deiner Dienstzeit bei den Sanis z.B. eine Ausbildung zur Rettungsassistentin machen. Das ganze hat den Vorteil, dass du während deiner Ausbildung gut verdienst und dass dieser Abschluss auch zivil anerkannt wird.

Das heißt, wenn du dich angenommen für 8 Jahre in der Laufbahn der Unteroffiziere verpflichtest, dann kannst du während deiner Dienstzeit die Ausbildung machen und erste Erfahrungen sammeln. Der höchste Deinstgrad, den du da erreichen kannst, ist Stabsunteroffizier. Nach den 8 Jahren Dienstzeit gehst du dann von der Bundeswehr ab, allerdings hast du dann eine Ausbildung in der Tasche und kannst dich dann damit z.B. beim DRK oder bei den Johannitern als Rettungsassistentin bewerben. Leute von der Bundeswehr nimmt man dort gern, weil die eben schon sehr viele Qualifikationen mitbringen, die sie beim Bund erworben haben. Außerdem hast du als SAZ 8 (Soldatin auf Zeit für 8 Jahre), die Möglichkeit an Bundeswehr Programmen wie der ZAW (Zivile Aus- und Weiterbildung) oder dem BFD (Berufsförderungsdienst) teilzunehmen. So kannst du theoretisch auch noch eine zweite Ausbildung machen.

Ich würde dir raten: Geh einfach mal zum Wehrdienstberater in deiner Nähe.

Ich habe meine zivile Ausbildung auch bei der Bundeswehr gemacht und es bis heute nicht bereut. ; )

Dankeschön für deine Informative Antwort :)

Ich hatte mir erst überlegt dort eine FWD zu machen für 12 Monate und danach die Ausbildung als Krankenschwester anzufangen. Aber direkt dort eine zu machen hört sich auch gut an.

Wie ist das denn wenn man dann dort für 8 Jahre ist? Ist man wie beim FWD auch am Wochenende zuhause (bzw kann nach hause fahren wenn man will) oder sieht man seine Familie nur alles halbe Jahr?

Aber viele Dank nochmal für deine Umfassende Antwort :)

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@Jenny10195

Wenn du SAZ (Soldat auf Zeit) bist, kannst du nach der AGA auch nach Hause fahren, wann du willst. Das kommt jedoch drauf an, wo du stationiert bist. Das ist nun mal der Nachteil, du kannst zwar mitbestimmen wo du hin möchtest, letztendlich trifft die Entscheidung aber jemand anders.

Es kann durchaus sein, dass du in Hamburg wohnst, aber in München stationiert wirst. Dann wirds natürlich schwer, jeden Tag nach Hause zu fahren. Da müsstest du dir dann natürlich eine Stube in der Kaserne nehmen. Am Wochenende geht das mit dem heim fahren dann aber natürlich, wenn du zu keinem Dienst eingeteilt bist. Genau so kannst du nach Dienstschluss natürlich auch nach Hause fahren, wenn du nur eine halbe Stunde von der Kaserne weg wohnst.

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