Weiss jemand, was der täter hier, in etwa für Konsequenzen tragen muss?

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4 Antworten

Zivilrechtlich:

Den Personen- und den Sachschaden muß er aus eigener Tasche bezahlen.  Neben den Behandlungskosten kann es zu einer lebenslangen Rentenzahlung kommen, die je nach verdienst des Opfers und dessen Einschränkungen in einem Zivilprozess festgestellt wird.  Der Täter haftet mit seinem gesamten pfändbarem- auch zukünftig pfändbarem Vermögen und seinem pfändbarem- auch zukünftig pfändbarem Einkommen bis zur vollständigen Bezahlung der Schuld.

Strafrechtlich

Es könnte zu einer Anklage wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung mit oder ohne Todesfolge und Sachbeschädigung oder Vandalismus kommen.  Das Strafmaß reicht von Geldstrafe über Bewährung bis zu mehrjährige Freiheitsstrafe. Sollte die Tat geplant gewesen sein kann die Anklage sich auch auf Mord oder versuchten Mord erweitern. Für Totschlag sehe ich aus deiner Schilderung keine Anhaltspunkte.

Jedenfalls braucht derjenige schon einen guten Anwalt.....  Einen noch besseren Anwalt sollte das Opfer haben.

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Eine hübsche Sammlung, ich werde sie mal der Reihe nach abarbeiten.

  1. gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr §315b StGB

Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er 1. Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt [...]
und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

2. gefährliche Körperverletzung nach §224 StGB

(1) Wer die Körperverletzung
[...]
2.
mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3.
mittels eines hinterlistigen Überfalls,
[...]
, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

3. Sachbeschädigung nach §303 StGB

(1) Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.[...](3) Der Versuch ist strafbar.

Die Gesamtstrafe darf gemäß §54 StGB nicht die Summe der Einzelstrafen übersteigen, bei zeitlich begrenzten Haftstrafen zudem nie mehr als 15 Jahre.

Es droht in diesem Fall also maximal eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren. Das die Höchststrafe hier verhängt wird halte ich aber für unwahrscheinlich, denn man kann in Deutschland eine Gesamtstrafe nicht zusammenaddieren.

Wäre es das erste mal, dass der 26-Jährige auffällig würde, dann halte ich eine Bewährungsstrafe von 1 bis 2 Jahren für möglich, eher Richtung 2 Jahre.

Die Schwere der Straftaten kann allerdings auch gegen eine Bewährung sprechen. Verhängt der Richter eine Haftstrafe ohne Bewährung halte ich etwa 3 bis 4 Jahre Haft für realistisch, so "wenig" weil der Beifahrer keine dauerhaften Schäden davontrug.

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Vermutlich kommt er in die Klappse. War das eine Beziehungstat oder Zufall?

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Also wäre nur leichte körperverletzung dann nur alles schadensersatz und busgeld. aber ich nehme mal an der typ bekommt erstmal 6 wochen psychatrie. hatte mal ein ähnlichen fall wo ein freund von mir ein polizei auto geklaut hat und damit unfall gemacht hat. hat auch nur psychatrie bekommen. also wenn er zu den zeitpunkt besoffen war psychatrie aber wenn er es aus rache oder sonstiges gemacht hat sicher knast ca. 1 monat

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