Weiß jemand, ob die Krankenkasse Besuche beim Psychotherapeuten bezahlen würde?

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8 Antworten

O weia, hier ist ja das Chaos ausgebrochen in den Antworten!

Also, hier eine verbindliche Antwort: Eine Krankenkasse zahlt einen kassenzugelassenen Psychotherapeuten, es gibt keine Zuzahlungen des Patienten o.ä.

Eine Überweisung durch den Hausarzt ist formal nicht notwendig, wird aber von einigen Psychotherapeuten gewünscht sein. Bei mir und den Therapeuten, die ich kenne, spielt es keinerlei Rolle, ob ein Patient eine Überweisung hat oder nicht.

Voraussetzung für eine Bewilligung der Krankenkasse ist, dass nach einer oder mehreren probatorischen (= Probesitzungen) ein Antrag durch den Patienten und den zugelassenen Psychotherapeuten gestellt wird. Der Therapeut entscheidet allein, ob eine Psychotherapie notwendig ist. Eine "vernünftige Begründung" braucht es dabei nicht, sondern eine Diagnose.

Dass die Krankenkasse ablehnt und dann "eine dicke Rechnung" kommt, ist nicht möglich. Die Krankenkasse hat keinen Spielraum abzulehnen, wenn der Therapeut eine Notwendigkeit sieht.

Alles klar?

Oh ja, das war glaube ich echt die Antwort, die ich gesucht hab! Danke ☺️ und ja, denke, ich habs verstanden

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Die Krankenkasse bezahlt die Therapie, wenn eine vernünftige Begründung abgeliefert wird. Therapie als Lifestyle wird nicht bezahlt, sonst aber schon.

Und eine Überweisung vom Hausarzt zum Therapeuten  braucht man NICHT. Falls das hier, wie so oft, wieder geschrieben wird.

Das entscheidet wohl der Therapeut selber. Du glaubst nicht wirklich, dass sich ein Therapeut mit jedem Patienten abgibt, der da mal so lustig zu seiner Tür herein spaziert kommt? Die Therapeuten wollen eine Überweisung haben, weil dann der Hausarzt oder ein anderer Facharzt bereits vorher "selektiert" hat. Man wird erst gar keinen Termin bekommen, wenn man keine Überweisung abliefert.

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@supersuni96

Genau, so kenne ich das auch nur. Es hat schon seinen Grund, weshalb Überweisungsscheine ausgestellt bzw. benötigt werden. Ich sagte doch, alle beschweren sich über volle Praxen, Notaufnahmen in Krankenhäusern, dabei gehen viele für einen Pickel am Po in der Nacht von Samstag auf Sonntag per Notarztwagen in eine Klinik.

Deshalb war mein Rat ja nicht so ganz verkehrt, erst mal den Hausarzt aufzusuchen.

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Nur wenn nach Antrag eine behandlungsbedürftige Krankheit vorliegt und die Prognose günstig ist.

Das wird per Gutachten an die Krankenkasse festgestellt. Den Antrag erarbeitet der PT in den ersten 5h mit dir.

Und genau da liegt der Haken. Wenn sich herausstellt, dass die Krankenkasse nicht zahlt, ist bereits die erste fette Rechnung des Therapeuten zur Zahlung fällig. Mit einem Überweisungsschein kann einem das nämlich NICHT passieren! Also sollten Leute, die sich das nicht leisten können, eine Privatliquidation zu zahlen, IMMER mit einem Überweisungsschein auftauchen.

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VOR der 1. Konsultation muss eine Genehmigung der Krankenkasse eingeholt werden. 

Sonst mußt Du die Behandlung selbst zahlen.

Okay, danke! ☺️ hast du zufällig schon Erfahrung damit gemacht und könntest mir vielleicht ein paar Tipps geben wie ich am besten damit umgehe?

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@FruityGirl

Du mußt Dir einen Psychologen suchen. Das ist gar nicht so einfach, denn die sind ziemlich überlaufen.

Außerdem handelt das jeder unterschiedlich. Es gibt z. B. in dem Ort, in dem ich wohne, ein kleines Krankenhaus, in dem Psychologen tätig sind. Da schreiben die Ärzte vor Ort Überweisungen aus. Ich glaube nicht, daß die Krankenkasse dann nochmals gefragt wird.

An meinem alten Wohnort wurde es auch mit Überweisungen vom Neurologen gemacht, da mußte aber noch ein Antrag an die Kasse gerichtet werden, und während der Behandlung stellte man dann ein erneutes Gesuch.

Ich habe aber keine Ahnung,ob das immer und überall noch so gemacht wird. Da ich selbst nie in Behandlung war, kann ich Dir auch keine "Tipps geben, wie man damit umgeht". Ich kenne weder Dich noch Deine Probleme. Nicht jeder Mensch, der meint, einen Psychologen zu brauchen, benötigt wirklich einen. Diese Leute kochen auch nur mit Wasser und sind kein Allheilmittel.

Warum willst Du nicht zunächst mit Deinem Hausarzt reden? Ich weiß, daß man nicht jedem seine Probleme schildern will, aber auch so ein Psycho ist "nur" ein Mensch. Die Chemie zum Patienten muß stimmen, der wiederum muß sich auch helfen lassen wollen, und das alles auf Kosten der Krankenkassen und damit der Allgemeinheit. Das ist nicht böse gemeint, aber ich kenne Leute, die eher ihren Therapeuten behandeln können als umgekehrt.

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@Negreira

Warum willst Du nicht zunächst mit Deinem Hausarzt reden?

Warum? Der Hausarzt ist doch dafür nicht ausgebildet. Ich gehe auch nicht zum Psychotherapeuten und rede mit ihm über die Grippe. Dass das aus den Köpfen nicht rauszukriegen ist. Der Arzt ist nicht der allwissende Gott in Weiß. Von Psychotherapie hat er keine Ahnung.

Und man braucht keine Überweisung von ihm.

aber auch so ein Psycho ist "nur" ein Mensch.  Ja, aber ein gründlich ausgebildeter Mensch. Und das ist der Hausarzt für diese spezielle Sache eben nicht.

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@Dahika

Dahika: Da muss ich dir entschieden widersprechen. Der Hausarzt ist in den allermeisten Fällen genau der Arzt, der dich am allerbesten kennt. Mein Hausarzt kennt mich schon seit meiner Geburt. Meine Mutter ist mit allen Dingen immer zum Hausarzt und nie zum Kinderarzt gegangen, weil sie beim Hausarzt einfach schneller dran kam. Ich habe zu meinem Hausarzt ein besonderes Vertrauensverhältnis und kann mit ihm über alles reden. Das gilt vielleicht nicht für Menschen, die jedes Jahr umziehen und zu gar keinem Arzt ein Vertrauensverhältnis haben. Ich bin mir sehr sicher, dass ein erfahrener Hausarzt sehr wohl bei seinem Patienten erkennen kann, ob er zum Psychiater muss, oder ob es sich um etwas anderes handelt. Deshalb sollte man in jedem Fall erst mal seinen Hausarzt aufsuchen, und sich ggf. eine Überweisung ausstellen lassen.

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@Dahika

Das meinte ich gar nicht! Es ist ja wunderbar, daß Du weißt, daß keine Überweisung notwendig ist. Hier im Krankenhaus wird allerdings m. W. eine verlangt.

Natürlich sind Hausärzte nicht allwissend, aber sie wissen, wie das gehandhabt wird. Niemand braucht seine Probleme vor ihm auszubreiten, aber wenn ich einen Spezialisten aufsuchen  WILL, sollte es einen Grund haben. Viele Patienten gehen zu dem ihrer (oder von GF) angeratenen Facharzt, beschweren sich über die langen Wartezeiten, nur um dann festzustellen, daß sie nicht zu einem Orthopäden sondern zu einem Nephrologen hätten gehen müssen. Das kann ich umgehen, indem ich zum Hausarzt gehe und mich dort informiere, anstatt hier auf GF zu fragen.

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Nur wenn er eine Kassenzulassung hat

Ja. Nach Prüfung.

Wie alt? In welchem Land? Welche Art der Krankenversicherung?

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