Weiß jemand einen guten Opener?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin,

wie wär's mit einer (oder ein paar wenigen) der zahllosen optischen Täuschungen? So ein Einstieg erheitert und macht dann neugierig und du könntest später darauf eingehen, dass es eine rein physikalische Seite des Sehvorgangs gibt, die eine Sache ist (Linse, Brechung, Brennpunkt, Fehlsichtigkeit und ihre Ursachen...), aber die Interpretation des Gesehenen durch das Gehirn einen großen Anteil daran hat, was wir sehen oder besser zu sehen glauben.

Eine andere Möglichkeit wäre ein kleines und sehr einfaches Experiment mit allen. Jede(r) hält sich ein Lineal so an die Nasenseitenwand, dass man mit der Millimeter-Skala möglichst dicht ans Auge heran kommt und das Lineal in Blickrichtung zeigt. Dann nimmt man einen angespitzten Bleistift und hält ihn so an die Linealskala, dass man die Spitze scharf sieht. Dabei soll man ein Auge geschlossen halten. Anschließend führt man den Bleistift entlang der Linealskala auf das Auge zu, bis man die Spitze des Bleistifts gerade noch scharf sehen kann. So ermittelt man den "Nahpunkt" des Auges. Das ist der Abstand, in dem man Gegenstände gerade noch scharf erkennen kann. Da dies mit der Elastizität der Linse zusammenhängt und diese Elastizität mit zunehmendem Alter nachlässt, verschiebt sich auch der Nahpunkt immer weiter weg vom Auge. Bei Menschen im Alter um 10 Jahre liegt der Nahpunkt um circa 8 cm (+/– 1 cm). Wenn man 20 Jahre alt ist, liegt der Nahpunkt um 10 cm; mit 30 Jahren bei 12 cm mit 40 Jahren bei etwa 17 cm, ab 50 um 50 cm... Vielleicht beteiligt sich ja sogar dein Lehrer (deine Lehrerin) an diesem Experiment. Damit könntest du nach dem Aufbau des Auges auf die sogenannte Akkommodation zu sprechen kommen.
Das binokulare Sehen könntest du ebenfalls über ein kleines, leicht zu realisierendes Experiment einführen: Arm ausstrecken, Daumen hoch, weit entfernten Gegenstand (zum Beispiel einen Baum auf dem Schulhof oder ein Fenster in einem gegenüberliegenden Gebäude) anvisieren und den Daumen ins Sichtfeld bringen. Dann abwechselnd immer ein Auge schließen und das andere öffnen. Seheindruck beschreiben lassen (das anvisierte Objekt "springt" hin und her). Das kommt daher, dass beide Augen das gleiche Objekt betrachten, aber aus einem leicht unterschiedlichen Blickwinkel. Wozu ist das gut? - Das binokulare Sehen ermöglicht uns, dreidimensional zu sehen und Abstände genau einzuschätzen. Das ist für alle Lebewesen wichtig, die Jäger sind (Raubkatzen, Wölfe...) oder die sich von Ast zu Ast hangeln müssen (Affen...) oder die Sprünge abschätzen können müssen. Die Augen solcher Lebewesen sind in der Regel nach vorne gerichtet. Typische Fluchttiere (Hasen, Hirsche, Antilopen...), also typische Beutetiere, haben ihre Augen eher seitwärts am Kopf, um ein möglichst großes Sichtfeld abdecken zu können. Es ist wohl logisch, warum das bei denen so ist...

Wie sieht's aus? Wäre das etwas für dich und deinen Vortrag?

LG von der Waterkant.

Danke für die ausführliche Antwort! :)

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Vielleicht ein paar interessante und erstaunliche Fakten über das Auge (sofern dies nicht sowieso schon in deiner GFS vorkommt)

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