Weiss einer der alten Hasen im KFZ-Gewerbe, warum man seinerzeit bei der Umstellung von verbleitem auf beifreies Normalbenzin die Zündun zurück nemen mußte?

3 Antworten

Hallo,

nein, das war sie nicht.Verbleites Benzin entsprach der Oktanzahl 98 und das "Neue" unverbleite 91.

Wobei das aber nicht das einzige Problem war, denn damals waren noch viele Motoren auf die "Schmierwirkung" des Bleianteiles im Benzin angewiesen.

Außerdem boten einige MIneralölfirmen an ihren Tankstellen kein Bleifreies "Normalbenzin" mehr an, sondern nur noch das Bleifreie "Superbenzin", was zwar keine Zündverstellung erforderte, aber dafür den Geldbeutel durch einen höheren Verbrauch belastete.

Die gestellte Frage geht nach meinem Verständnis noch weiter in die Vergangenheit zurück, als es noch verbleites Normalbenzin (ebenfalls 91 Oktan) gab.

0

man musste den Zündpunkt nicht verstellen, wenn die Oktanzahl gepasst hat.

Es gab jedoch Additive, falls die Ventile auf die Schmierwirkung vom TEL angewiesen waren, und der Hersteller kein reines Bleifrei normal oder super freigegeben hat.

Die Oktanzahl ist ja für den Zündzeitpunkt eigentlich auch unerheblich.

Ich kann mich aber auch daran erinnern dass für Bleifrei ein anderer Zündzeitpunkt eingestellt werden sollte als für Verbleiten. Ich kann mich aber nicht daran erinnern für welche Spritsorte früher/später gezündet wurde.

Ich könnte mir vorstellen für Bleifrei die Zündung etwas später gemacht zu haben damit die Verbrennungstemperatur etwas sinkt weil man dem Material für Bleifrei noch nicht richtig traute.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Aber natürlich ist die Oktanzahl relevant für den Zündzeitpunkt. Was glaubst Du, weshalb Klopfsensoren bei erkannter Selbstentzündung den Zündzeitpunkt in Richtung "spät" verstellen? Je niedriger die Oktanzahl, desto höher die Klopfneigung.

2
@checkpointarea

Dann überlege mal Was es bringt den Zündzeitpunkt auf Spät zu verstellen wenn das Gemisch schon vor der Zündung brennt!

Ich weiss, selbst erfahrene KFZ-Meister oder Berufschullehrer wissen das manchmal nicht korrekt und weil die Kennfeldzündung so verfährt glauben und unterrichten die dass bei durch niederoktanigem Sprit verursachtes Klopfen auf gleiche Weise behoben wird, wird es aber nicht!

Bei Klopfen durch niederoktanigem Sprit wird die Füllmenge reduziert, das Einzige was dagegen wirkt!

0
@machhehniker

Es geht ja nicht darum, die bereits erfolgte Selbstentzündung zu verhindern, sondern darum, darauffolgende zu vermeiden. Durch die Spätzündung sinkt die Leistung ab, dann verschwindet das Klopfen. Was Du mit "Füllmenge reduzieren" meinst, erschließt sich mir nicht ganz. Das würde bedeuten, die Drosselklappe weiter zu schließen, was wiederum bei älteren Fahrzeugen (sehr verbreitet bis zur Euro 2, gibt aber auch noch Euro 4 - Modelle) hieße, dass der Fahrer weniger Gas geben müsste. Das Steuergerät hätte also hierbei keine Eingriffsmöglichkeit, wenn der Klopfsensor schädliche Selbstentzündungen erkennt.

0
@checkpointarea

Natürlich geht es darum weitere klopfende Verbrennungen zu vermeiden, dies geht nur indem die Vorraussetzungen dafür nicht mehr gegeben sind. Also entweder weniger Luft oder keinen Sprit, wo der hinzündet ist der Selbstentzündung egal!

Gibt es eine Klopfregelung gibt es auch Ventile oder Klappen die darauf reagieren, sonst kann es gar nicht auf klopfende Verbrennung wegen niederoktanigem Sprit reagieren.

Kennfeldzündung gibt es mit Klopfsensor, kann nicht auf die Füllmenge Einfluss genommen werden kann die Steuerung auch keine klopfende Verbrennung wegen zu niedriger Oktan verhindern (was bei den vorhandenen Spritsorten und den Motorbauarten auch gar nicht nötig ist).

0
@machhehniker

Du schreibst das, was ich geschrieben habe, tust aber so, als hätte ich etwas anderes geschrieben. :D

0
@checkpointarea

So wie ich es verstanden habe hast Du geschrieben dass die klopfende Verbrennung durch Selbstentzündung vermieden werden soll indem die Leistung zurück geht weil der Zündpunkt nach spät verschoben wird.

Da bin ich ich der Meinung etwas Anderes geschrieben zu haben.

0

Anbieterwechsel, Ist diese Vorgehensweise normal?

Ich wurde von einem Vermittler angerufen, der mir angeblich ein gutes Preisangebot beim Wechsel meines derzeitigen Energieversorgers zu einem neuen Energieversorger machen könnte.

Es geht hierbei um Strom und Gas. Die Preise die man mir anbot waren etwas günstiger, als die, welche ich derzeit bezahle.

Habe den Vermittler gebeten, mir sein Angebot in Schriftfotm mit den Geschäftsbedingungen der beiden Energieversorger zu schicken.

Per Mail bekam ich dann für beide Energieversorger eine Vollmacht, die ich per Mouseklick bestätigen sollte, bevor mir das schriftliche Angebot vorlag.

Daraufhin folgte ein Telefonat. Habe dme Vermittler erklärt, dass ohne Vorlage und Prüfung des Angebotes meinserseits, keine Vollmacht für einen Wechsel von mir erteilt wird.

Daraufhin erhielt ich die Auskunft, dass man aus Datenschutzgründen ohne Vollmacht kein schriftliches Angebot versenden darf. Erst die Vollmacht, dann das Angebot. Der Vermittler berief sich darauf, dass dies gesetzlich so vorgeschrieben sei.

Zudem wollte der Vermittler auch gleich die Zählernummern, was ich ablehnte.

Nun stelle ich die Frage, ob es so eine Vorschrift überhaupt gibt, oder man auf plumpem Wege versucht, durch die Hintertüre einen Wechsel vorzunehmen, für den der Vermittler sicher eine Provision bekommt.

Auf den beiden Vollmachten stand zwar der Hinweis, dass es die Möglichkeit des Widerrufes gibt, der aber die Vollmacht nicht beeinflusst.

Was ist von dieser Praxis zu halten ? In einem Falle ging es um den Energieversorger eon, im anderen Falle für die Gaslieferung ein anderer Anbieter aus Freiburg.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?