Weisheitszähne ziehen lassen - Angst

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Bei mir wurde für einen aufgeschnitten und genäht und sogar ein wenig vom Kieferknochen "abgefräst", weil der Zahn quer lag. Klingt grausam, ist auch irgendwie eine widerliche Vorstellung, aber auch unter örtlicher Betäubung wirst Du nichts spüren. Dann wurde das Ding zerschlagen und herausgeholt. Hat ein Zahnarzt, der eine Zusatzqualifikation als Kieferchirurg hatte, in einer ganz normalen Zahnarztpraxis unter örtlicher Betäubung gemacht. Der Schnitt wurde anschließend genäht. Als die Betäubung nachließ, tat es ziemlich weh, aber ich habe keine Schmerzmittel genommen, sondern sprichwörtlich "die Zähne zusammengebissen". Beim Nähen habe ich die Augen geschlossen, weil ich die Nadel und den blutigen Faden nicht sehen wollte. Spüren wirst Du ja nichts.

Das war übrigens der "unproblematischste". Die anderen drei hatte ich mir später, ebenfalls unter örtlicher Betäubung, von einem anderen Zahnarzt (kein Kieferchirurg) entfernen lassen. In zwei Sitzungen. Erst den "Gegenspieler" zu dem, der bereits entfernt wurde. Später dann die anderen beiden auf einen Schlag. Die waren normal durchgebrochen, konnten daher gezogen werden. Wurde nicht genäht, kam nur ein wenig Watte drauf und "fest zubeißen bitte", was die Blutung ein wenig zurückhalten sollte. Insbesondere beim letzten Eingriff, bei dem gleich zwei entfernt wurden, musste ein paar Mal nachgespritzt werden, bis wirklich alles draußen war.

Wobei der Kollege einen beinahe nicht vollständig heraus bekommen hätte. Er sagte dann so etwas wie: "Da ist noch was drin, das krieg ich nicht raus."

Da bekam ich vielleicht nen Schreck! Ich dachte mir: "Ach Du Sch...! Was da noch drin ist, hat sicher auch noch nen Nerv und der ist nun verletzt. Was will er machen, wenn er das nicht heraus bekommt? Er muss ja die Betäubung solange aufrecht erhalten, bis alles draußen ist."

Aber irgendwann war er dann doch vollständig raus. ;-)

Angenehm ist das natürlich nicht gerade, aber ich würde nicht das Risiko einer Vollnarkose (= Bewusstlosigkeit = Lebensgefahr!) auf mich nehmen, wenn eine örtliche Betäubung für eine Behandlung ausreichend ist. Außerdem ist eine Vollnarkose sicher auch nicht gerade "angenehm". Du wirst danach müde und erschöpft sein und wahrscheinlich ist Dir eine ganze Zeit lang übel. Und unmittelbar nachdem Du aufwachst wirst Du eventuell unglaublich redselig sein und dem Personal erst einmal alles mögliche erzählen. Hab selbst noch keine Vollnarkose gehabt, bzw. nur als Kleinkind und dementsprechend natürlich keine Erinnerung mehr. Aber ich habe mit Leuten gesprochen, die welche hatten.

Achja: Auch bei dem Zahn, der quer lag und "herausoperiert" werden musste, gab's wenig Probleme. Konnte am selben Abend schon wieder etwas essen. Nur auf Milchprodukte und Zähneputzen musste ich verzichten. Und nach ner Woche oder so wurden die Fäden gezogen, wovon Du aber kaum was merkst und dementsprechend auch keine Betäubung brauchst.

Ok =)

Ich habe es zum Glück soweit überstanden. ^^

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@Hathy

Gratulation. :-)

Örtliche Betäubung hat gereicht schätze ich.

Musste genäht werden oder konnten sie es selbst verheilen lassen?

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Also wenn du Vollnarkose haben willst dann musst du zum Arzt gehen damit die es bestätigen aber dass übernimmt nicht die Krankenkasse. Aber ich kann dir versichern dass es nicht weh tut wenn es richtig betäubt wird. Bei mir war das gleiche Problem und alle 3 wurden sofort entfernt. Sobald die zähne gezogen sind wird es natürlich genäht darauf kannst du Gift nehmen sonst blutest es nur. Je nachdem wie die zähne liegen, dauert es unterschiedlich lang aber du kannst damit rechnen dass es ca. 20 Minuten dauert.

Ok. Und hat man dann so Eine "Maulsperre" oder muss man den Mund selbst offen halten?

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Also ich hatte eine Vollnakose, hab dann allerdings auch alle 4 gleichzeitig rausbekommen. Wie lange der eingriff gedauert hat weiß ich nicht, aber die Naht löst sich nach einer zeit selbst auf, man muss also nicht zwangsweise nochmal zum Arzt. Ich würd dir aber empfehlen nur örtliche Betäubung zu machen, und die Zähne an unterschiedlichen Terminen ziehen zu lassen. Denn ich hatte 1 Woche lang ein Gesicht wie ein Hamster und konnte praktisch nichts machen. Hat sich angefühlt als hätte der Arzt mich in der Vollnarkose verprügelt. Außerdem hat eine Vollnarkose prinzipiell auch Risiken, örtliche Betäubung ist da nicht so tragisch.

Ich denke damit habe ich weniger das Problem. Also das es hinterher so schmerzt. Hauptsache ich habe dann alles hinter mir :D Sonst muss ich mir den Stress ja nochmal antun?! :(

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Es gibt Fäden, die sich selbst auflösen und solche, die sich nicht selbst auflösen. Bei mir mussten die Fäden gezogen werden. Die sahen aus wie ganz normales Garn. Das tut aber nicht weh (sofern er sein Handwerk beherrscht, aber davon gehe ich mal aus). Kitzelt nur ein wenig.

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