Weisheitszähne rausnehmen. Tut sowas weh?

6 Antworten

Bonjour aus Frankreich!

Da sind Sie jetzt auf eine Leidgeprüfte gestoßen! Bei mir wurden alle Weisheitszähne operativ entfernt, und, bis auf einen, war das jedes Mal furchtbar; daher die Frage:

Gibt es Röntgenaufnahmen, wonach diese Zähne jetzt unbedingt raus müssten? 

Falls ja, soll das etwa in einem Abwasch passieren?

Falls die Röntgenaufnahmen derzeit keine eindeutigen Indikationen für das Entfernen zeigen - drin lassen, abwarten!

Es gibt tatsächlich Menschen, die diese Zähne noch haben, auch noch in reifen Jahren, und die nie Probleme damit hatten; ich räume ein, dass das eher selten ist!

Je nach Lage der Zähne sollten Sie entscheiden, WER diese Operationen vornehmen darf! Doch nicht etwa ein "normaler" Zahnarzt??

Mein letzter Weisheitszahn wurde von so einem "Künstler" in Angriff genommen - ironisch ausgedrückt!

Ich gebe zu, der Zahn lag sehr kompliziert, unsichtbar, und obendrein knapp hinter und unter dem letzten Backenzahn, seitlich im Kieferknochen; nur etwas für einen Spezialisten! In meinem Falle hatten bereits einige andere Zahnärzte gesagt, dass sie den nicht entfernen würden...

Jedenfalls murkste mein Zahnarzt stundenlang daran rum, und bekam die Wurzel einfach nicht raus; schließlich, nach ewig langer Zeit, hat er den Zahn abgebrochen!

Anstatt nun endlich zu kapitulieren, und mich sofort in eine Zahnklinik zu bringen, nahm er die Knochenfräse, und versuchte, die Reste damit herauszuholen...

Plötzlich verspürte ich einen furchtbaren Schmerz, trotz Betäubung, und zwar seitlich am Hals, bis runter zum Schlüsselbein; ich schrie auf.

Der Zahnarzt, am Ende seiner Nervenkraft, hörte sofort  auf, fragte MICH, was denn los wäre... und schnell schnitt er irgendwas ab, was ich nicht beurteilen konnte, weil ich den Mund ja offen hatte.

Er beendete die Operation, versorgte mich mit Schmerztabletten, und schickte mich nach Hause!

Als die Betäubung nach einigen Stunden zurückging, hatte ich furchtbare Schmerzen, absolut unerträglich. Außerdem stellte ich fest, dass ich auf der rechten Seite kein Gefühl mehr in der Zunge hatte; auch unterhalb des Mundes war eine, etwa Markstück grosse, Stelle taub!

Am nächsten Tag hatte ich eine Kieferklemme, bekam den Mund nicht mehr auf... der Zahnarzt piekte mit einer Sonde an der Zunge herum, ich spürte nichts, aber er meinte immer noch, dass das sich alles wieder geben würde!!

Ich konnte nicht arbeiten, mich nur flüssig ernähren, und das durfte so nicht lange weiter gehen.

Ich suchte einen Kieferspezialisten in einer großen Berliner Klinik auf. Der konnte zunächst nicht einmal röntgen, weil ja der Mund nicht aufging!

Er schickte mich mit einem Paket Kauspatel nach Hause; damit musste ich den Kiefer täglich dehnen, damit dieser Krampf verschwinden sollte. Ich habe mit drei Spateln angefangen, und bei 17 war es dann endlich soweit.

Nach 6 Wochen konnte diese Arzt die Wurzelreste rausoperieren: zwei milchzahngrosse Stücke! Die OP dauerte 45 Minuten.

Nach weiteren 6 Wochen war ich wieder in der Lage, zu arbeiten - als Sängerin! Die Probenzeit über kamen meine Kollegen mit der zweiten Besetzung zurecht. 

Die Zunge blieb taub, und das ist sie bis heute.

Ich habe nach drei Jahren, kurz vor der Verjährung, einen guten Anwalt gefunden, dem es gelungen ist, den Prozess für mich zu gewinnen; dazu waren einige Tricks notwendig, zumal der Verursacher in der Zwischenzeit gestorben ist...

Nach zwei Jahren zäher Verhandlungen, und endlosen Gutachten, half mir die damalige Sprechstundenhilfe; wäre der Arzt nicht gestorben, hätte sie das nicht tun können.

Sie sagte aus, dass der Zahnarzt mit der Knochenfräse abgerutscht war; diese habe sich um das umgehende Bindegewebe gewickelt, und dabei die Zunge nach hinten gerissen!!!

Ein Neurologe meinte lakonisch, dass ich noch Glück gehabt hätte - der Schluckreflex war Gottlob nicht geschädigt worden; sonst hätte ich nur noch über eine Sonde ernährt werden können, und die Spucke wäre mir aus dem Mund gelaufen!

25.000 DM Schadenersatz hatte man mir damals zugesprochen, für all dieses Leid ein Witz! In den USA bekommen die Patienten in einem solchen Falle Millionen...

Ich habe aus dieser Geschichte ein Drehbuch gemacht, dass in den 90er Jahren vom ZDF verfilmt wurde: "Mit seiner Weisheit am Ende", ausgestrahlt in der Reihe " Streit um drei". Der dortige Richter erkannte sogar nur auf 10.000 DM!!

So, nun habe ich Ihnen vermutlich einen gehörigen Schrecken eingejagt - das war nicht meine Absicht!

Ich wollte das nur schildern, damit Sie sich darüber im Klaren sind, dass man kompliziert liegende Zähne nicht "einfach so" entfernen lassen sollte, und wenn, dann von einem Kieferchirurgen; gleich an einen  Professor heranzutreten, ist nicht zuviel verlangt! 

Alles Gute für Sie!

LG aus der Normandie 

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Oha das ist ja furchtbar du hättest Millionen verdient dafür aber leider sind wir nicht die USA

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Weiheitszähne rausnehmen lassen tut weh, ja. Deswegen lasse ich meine drin. Zwar sagt jeder Zahnarzt (habe auch solche als Freunde, bin selber Arzt), die sollen raus, wenn ich ihnen ein aktuelles Röntgenbild zeige  - aber dann zeige ich ihnen ein 5 Jahre altes Röntgenbild und da sieht's genauso aus.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich warte ab.

Vielleicht heißen sie so, weil es weise ist sie drin zu lassen. :-)

Wenn die Weisheitsz#hne "draußen" sind ist es wesentlich leichter sie zu entfernen. Das ist aber doch auch logisch: der Zahnarzt muß kein Zahnfleisch aufschneiden, keinen Knochen wegfräsen, die Zähne nicht durchtrennen ehe er sie stückweise herausnimmt und nichts zunähen..... es drückt ein wenig und dann ist er weg. Fertig. Das Loch dort hinten heilt langsam wieder zu.

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Dann sind die Wurzeln aber schon ausgebildet. Wenn der Zahn noch keine starken Wurzeln hat fällt er nach dem aufschneiden des Zahnfleischs quasi raus

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@oAnyo

Nein. Sie fallen nicht heraus. Sie "kleben" förmlich im Innern der Alveole und drehen sich immer weg, wenn man glaubt sie zu haben. Es muß sehr viel Knochen entfernt werden um an diese tiefliegenden Zahnkeime zu gelangen. "Flutschikeime" sind bei Zahnärzten nicht wirklich beliebt. Und bei den Patientenschon gar nicht.

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