Wein selber machen - wie?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

eigentlich ist das recht einfach. Ich weiß nicht um welche Mengen es geht, aber das ist nur ein größenmässiger Unterschied.

Der Wein muß gekeltert werden, also ausgepresst. Du kannst ihn stampfen oder in einer Presse ausdrücken. Übrig bleibt dann der sog. Scheiterkuchen (die Italiener brennen daraus ihren Grappa). Der frisch gepresste Wein wird mit Hefe versetzt in einem Behälter aufbewahrt, wo er seine stürmische Gärung erlebt, das sollte durchaus in einem nicht zu warmen Raum geschehen. Üblicherweise ist dann ohnehin eine kühlere Jahreszeit. Dann sollte man den Wein stehenlassen bis er sich geklärt hat und dann evtl umfüllen. In einem Holzfass könnte er allerdings ruhig bleiben und reifen. Du kannst auch mal bei einer Weinkellerei nachfragen. Einige sind da durchaus auch zu Hilfe bereit, wie z.B. Flaschen verkorken usw.

Noch eine Ergänzung: Weine, die als Tafeltrauben (zum Essen) gezüchtet sind, geben oft keinen besonders guten Wein. Ihnen fehlt die Säure, die neben der Süße zu einem ausgewogenen Trinkwein beiträgt. Wenn Deine Trauben deutlich kleiner (halbe Größe) und hartschaliger sind als normale Tafeltrauben, dann sind die Chancen gut, dass sie sich für Wein eignen. Über die richtige Gärtemperatur solltest Du unbedingt googeln, bei stark schwankender oder zu niedriger Temperatur stoppt die Gärung nämlich vorzeitig, bei zu hoher Temperatur auch. Ich kaufe meinen Wein lieber von Winzern, die etwas davon verstehen, ehe ich selbst Schrott produziere. Du kannst die Trauben auch, falls es schon fast getrocknete Tafeltrauben sind, zwei, drei Stunden im Ofen trocknen, immer nur ein bis zwei Lagen pro Blech, Umluft bei ca. 60 Grad. Dann hast Du ungeschwefelte Rosinen fürs Müsli. Aber viel länger als einen Monat werden die wohl auch nicht halten (Schimmelgefahr).

Säure haben die genug, aber es fehlt an Aroma und Süße. Es gäb ne ziemlich dünne, saure, aber dafür erstaunlich geschmacklose Plörre, die darüber hinaus fast alkoholfrei wär. Aber so wie sie vom Fragesteller beschrieben wurden, müßten sie verwendbar sein. Übrigens kann man auch noch etwas Zucker hinzufügen. Eine Öchslewaage wär da natürlich gut zum dosieren des Zuckers.

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ja, die sind deuuutlich kleiner - aber lecker!

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