Weimarer Verfassung - was ist anders im heutigen Gesetz?

3 Antworten

Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil: nebeneiander halten und lesen. Ohne mich jetzt näher mit dem Thema befaßt zu haben, meine Achtung! Vermutung: Die rechtliche Stellung des Reichs-bzw. Bundespräsidenten ist eine andere Die 5% Klausel für Wahlen zum Bundes-bzw. Reichstag (da bin ich mir nicht sicher, ob in unserer verfassung wirklich explizit so aufgeführt(lesen!) Allerdings bin ich mir sicher, dass im Grundgesetz von Wahlen UND Abstimmungen die Rede ist. Die Möglichkeit von Volksbegehren sehen allerdings nicht alle Länderverfassungen vor. Da haben die Regierenden Angst vor dem Volk (verständlich, aber wirklich richtig??)

Hey:)
Hab hier eine super Seite,die mit bei der Beantwortung der gleichen Frage super geholfen hat. Hier ist alles wirklich sehr gut beschrieben. Ich hoffe, das wird dir helfen:

Vergleich der Weimarer Verfassung mit dem Grundgesetz der BRD
Link: [ goog.pro/bMGdtm ]

Das Grundgesetz ist bewußt in einigen wichtigen Bestimmungen anders als die Weimarer Verfassung gestaltet worden. Dies ist eine Reaktion auf schlechte Erfahrungen gewesen, wobei aber auch eine Deutung vorgenommen wurde, was vorher nicht richtig gewesen war. Ein Überblick über Unterschiede steht z. B. bei http://kuerzer.de/F6chl7fbG.

Besonders schwerwiegende Unterschiede sind:

Der direkt vom Volk gewählte (Artikel 41) Reichspräsident hatte starke Befugnisse. Er konnte Notverordnungen erlassen, auch im Bereich der Gesetzgebung, und dabei Grundrechte ganz oder teilweise vorübergehend außer Kraft setzen (Artikel 48).

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt und hat vor allem repräsentative Aufgaben, aber wenig Macht (Artikel 54 - 61).

Reichskanzler und Reichsminister mußten zurücktreten, wenn der Reichstag ihnen das Vertrauen entzog (Artikel 54). Der Bundestag kann einen Bundeskanzler nur durch Wahl eines Nachfolgers ablösen (Artikel 67). Dieses konstruktive Misstrauensvotum soll der Stabilität dienen.

In der Weimarer Verfassung war Gesetzgebung durch Volksbegehren und Volksentscheide möglich (Artikel 73). Das Grundgesetz enthält Volksentscheide auf Bundesebene nur für die Neugliederung von Bundesländern (Artikel 29). Darin steckt eine Besorgnis vor plebiszitären Elementen in der Verfassung.

Die Weimarer Verfassung konnte in vollem Umfang geändert werden (Artikel 76). Das Grundgesetz kann in den grundlegenden Bestimmung zum Bund-Länder-Verhältnis nicht geändert werden und der Wesensgehalt der Grundrechte darf nicht angetastet werden (Artikel 19 und 79).

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