Weimarer Klassik und Romantik -Welcher Glaube jeweils?

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4 Antworten

Zwar waren in der Zeit der Klassik und Romantik die agressiven Religionskriege zwischen katholisch und lutherisch Geschichte, doch man hatte sich darauf geeinigt, dass das einfache Volk die Religion des jeweiligen Fürsten anzunehmen hatte. In Weimar war das das reformatorische Bekenntnis. Die intellektuellen Größen wie der Fürst, Goethe oder Schiller fühlten sich als Genies und "aufgeklärte" Menschen dieser konfessionellen Enge nicht verpflichtet.

Die Romantiker dagegen mit ihrem Hang zur rückwärts gerichteten Geschichtsverklärung tendierten wieder zum Katholizismus, obwoh einige von ihnen evangelische Pastoren (Mörike) und Theologen (Schleiermacher) waren. Das einfache Volk in Weimar blieb auch unter den eher aufgeklärten Fürsten lutherisch.

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Meinst du die Konfession der jeweiligen Dichter oder meist du, wie die Epochen religiös geprägt waren?

Goethe und Schiller waren von Haus aus evangelisch. Sie lehnten aber die Kirchen, ihre Dogmen und ihre Intoleranz ab. Goethe war Pantheist, bei Schiller war es ähnlich. In ihren Werken kommen so gut wie nie Jesus, Maria oder Heilige vor, dafür oft die antiken Götter. Der antike Religiosität gefiel ihnen, weil sie so tolerant war. 

Die Romantiker idealisierten ja das Mittelalter, nicht die Antike. Viele von ihnen neigten dem Katholizismus zu, einige traten sogar zur katholischen Kirche über. Da spielte die Kritik an der seelenlosen, nüchternen, rationalistischen Gesellschaft der Moderne eine Rolle.

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Im Stammland von Luther kannst du davon ausgehen, dass sie evangelisch waren. Vielleicht hieß es damals noch protestantisch.

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tiefsinniges christentum, besonders in der "pfaffengasse" am rhein

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