Weihnachten und verstorbene Mutter

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6 Antworten

Hallo jayloow,

lass Dich erst mal ganz doll drücken und mein aufrichtiges Mitgefühl, für Deinen schweren Verlust.....

Ja, ich kenne auch solch einen Verlust und im Laufe meines Lebens, ist es nicht nur bei einem Verlust geblieben. Solche Schicksalsschläge sind heftig und ganz besonders, wenn es einem, einen ganz besonderen Menschen von der Seite nimmt!

Hast Du denn noch Familie? Wo lebst Du jetzt?

Auch Deine Eindrücke, die Du jetzt von den ganzen "übermäßigen" Weihnachtsvorbereitungen, so intensiv negativ wahr nimmst, kenne ich ebenfalls. Und erst, wenn man einen lieben Menschen verloren hat bemerkt man, wie unsinnig dieses ganze Treiben eigentlich ist!

Mein Rat oder Vorschlag für Dich wäre, schau mal, ob es in Eurer Stadt eine Gruppe "trauernder Kinder und Jugendliche" gibt. Du könntest mal beim Jugendamt anrufen oder in Kirchenbüros nachfragen. Diese Jungendlichen, die Du in diesen Gruppen triffst, wissen ganz genau wie Du Dich fühlst und Du brauchst gar nicht viel erzählen, wenn Du nicht willst! Alle haben das Gleiche wie Du erlebt und man kann sich gegenseitig ein wenig aufbauen! Sowas gab es bei mir damals noch nicht und ich finde diese Gruppen sehr hilfreich, weil alle die gleiche Trauerarbeit leisten müssen.

Deine Trauer wird eine ganze Weile dauern und an einigen Feiertagen, empfindet man sie als doppelt schlimm. Wenn Dir zum Weinen ist, dann weine und wenn Dir mal etwas lustig vorkommt, dann lache und schäme Dich bitte nicht dafür! Alles was Du fühlst ist ein Teil Deiner Trauer........

Erst mal wünsche ich Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit und vielleicht schließt Du Dich ja solch einer Gruppe an und ihr könnt ein gemeinsames Weihnachten erleben....

Herzliches Beileid, wie schrecklich für dich!

Heute ist der 3. Todestag meines Mannes. Er wurde 33 Jahre alt.

Das erste Weihnachten war ein Alptraum. Manchmal kann man eben nichts machen und muss der Trauer ihren Raum lassen. Wenn du Freunde hast, Familie, versuche mit ihnen zu reden. Oder einfach Zeit zu verbringen mit Menschen, die dich verstehen. Auch wenn das jetzt noch nicht hilft: Du wirst eines Tages zu schätzen wissen, dass Menschen für dich da waren.

Weine um sie. Weihnachten wird für dich nicht so sein wie vorher. Du hast alles Recht der Welt, dann traurig zu sein. Und genervt zu sein, wenn es auf Geschenke reduziert wird.

Die Erinnerung ist das einzige Paradis, aus dm wir nicht vertrieben weden können.

Es tut mir so leid für dich! Aber deine Mutter fliegt jetzt mit den Engeln. Ich hoffe, sie hat Spaß dabei!

virtirles 27.11.2013, 23:21

Ich finde das ist ein toller Rat mit anderen Menschen Zeit zu verbringen

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Als meine Mutter starb gab es jahrelang kein Weihnachten mehr. Wir hatten auch kein Interesse daran. Das ging bestimmt 10 Jahre lang so. Dann haben wir wieder damit angefangen, es zu feiern. Vor zwei Jahren starb mein Lebensgefährte...mit 27 Jahren. Man ist ja nun irgendwie gezwungen, Weihnachten zu feiern. Ich kauf Geschenke und mehr will ich damit aber nicht zu tun haben. Und mit Silvester schon gar nicht. Aber du musst wissen, was für dich noch ertragbar ist. Du kannst auch auf den Friedhof gehen und deiner Mutter ein kleines Geschenk aufs Grab legen. Vielleicht fühlst du dich danach so gut, dass du ein bisschen "feiern" kannst. Ich denke mal, es würde sie freuen, wenn es dir an Weihnachten trotzdem gut geht und du keine Depression bekommst. Alles Gute!

Hallo jayloow,

mein auftrichtiges Mitgefühlr für deinen schweren Verlust.

Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten:

Meine Tochter war verstorben und mir graute vor Weihnachten. Ich hatte mich damals in psychologische Behandlung begeben. Und mein Psychologe nahm mir meine Bedenken. Er sagte, wir sollten uns eine feste Zeit ausmachen, in der wir intensiv an die Verstorbene denken. Und dann Weihnachten feiern, als wäre sie dabei - wie wir es all die Jahre gemacht hatten.

So haben wir es dann auch gemacht. Und es ist bei uns zur Tradition geworden, dass wir Heiligabend Blumen auf den Friedhof bringen. Und anschließend wird Weihnachten gefeiert, als wäre meine Tochter dabei. Sie ist dadurch nicht vergessen. Und der Verlust ist erträglicher.

Sicher ist das für dich jetzt noch unvorstellbar, weil es noch so frisch ist. Aber es wäre sicher im Sinne deiner Mutter, wenn du nicht in eine Depression verfällst.

Orientiere dich nicht an anderen Familien, sondern mache dein eigenes Ding - wie es dir am besten bekommt.

Alles Gute

Virginia

Erst mal herzliches Beileid das ist natürlich keine schöne Situation.Gerade zu Weihnachten beutelt es einem wenn im Leben solche dinge passieren.Versuche dich soweit wie möglich abzulenken Irgentwie geht weihnachten vorbei dann geht es einem wieder etwas besser .Es ist natürlich leicht geschrieben leichter geschrieben als getan .Vielleicht kannst du ja Weihnachten auch irgentwo hinfahren zu anderen nahen verwandten oder Freunden .Ich wünsche dir das du es einigermassen überstehst

Suche Rat bei deinem Vater, baue eine Bindung zu deinem Vater auf wie zu deiner Mutter. Besonders in der Zeit brauchst du jemanden an deiner Seite wie z.B. Geschwister etc. Mein beileid.

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