Weidehaltung bei Milchkühen, welche Vorausetzungen müssen für Weidemilch erfüllt werden?

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4 Antworten

Im Grunde ist Weidemilch ein netter Marketing-Gag von ein paar Molkereien, ohne besondere gesetzliche Regelungen oder Vorschriften. Trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. 

Die Weidezeiten und -bedingungen werden zwischen Bauer und Molkerei vertraglich vereinbart und auch überprüft. Die gängigste Kombination ist halt 120 Tage á 6 Stunden zwischen April und Oktober, im Winter muss dann Grünfutter in einem bestimmten Verhältnis zugefüttert werden. Und Weide ist Weide. Ob die jetzt am Stall hängt oder ein paar Meter weiter in der Tucht liegt, ist latte. 

Es gibt minimal mehr Geld für diese Milch (3-10 Cent nach meiner Information), bringt natürlich auch mehr Aufwand. 

Wenn man als konventioneller Betrieb schon seine Zahlen nicht im Griff hat, braucht man mit Weidemilch auch nicht anfangen. 

Was ich aber jetzt schon öfter gehört habe, ist, dass es sich lohnen soll, das Kraftfutter wirklich nur als Leckerchen zu geben. Die Tiere freuen sich wohl und sind gut drauf, wirkt sich also scheinbar positiv auf die allgemeine Gesundheit aus. Das bisschen mehr (fettere, höherwertige) Milch wiegt den gezielten Einsatz von Kraftfutter wohl nicht auf. 

Kommt natürlich auf die Qualität des Grundfutters an, ist klar. Aus Mist bekommen die Tiere keine gute Milch hin.

Schönen Abend weiterhin! 

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Kommentar von frank394
27.06.2016, 06:30

Danke für deine Antwort!

Km Grunde interessiere ich mich in sofern für Weidemilch, da unsere Kühe schon auf die Weide kommen aber halt nur ca. 4 Stunden am Tag und nur als Auslauf und nicht wirklich zur Fütterung.  Grundfutter und Kraftfahrer bekommen sie im Stall aber unsere Kühe sind dafür länger als 120 Tage draußen.

Länger als 4 Stunden möchte ich unsere Kühe auch nicht rsuslassen, da sie ja über die Fütterung im Stall ihre Milchleistung halten sollen.

Wenn man nun mit diesen Voraussetzungen die Milch auch als Weidemilch vermarkten kann, dann sind diese 3 bis 10 schon mehr als interessant für mich.

Einziges weiteres Problem: Soviel wie ich weiß bietet unsere Molkerei noch keine Weidemilch an und ein Wechsel der Molkerei ist momentan auch nicht mein Fall.

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Wir haben das so gehandhabt, dass die Tiere eigentlich immer rein und raus konnten, wie sie lustig waren. Das war praktisch ein Offenstall. 

Die aktuellen Vorgaben derWeidemilch sind mir leider nicht mehr geläufig,dennoch denke ich, dass 4 Stunden doch eher knapp bemessen sind, um von "Weidemilch" zu sprechen.

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Kommentar von frank394
28.06.2016, 16:18

Also wir handhaben es momentan so, dass die Kühe gegen 13 Uhr nach draußen kommen und um 17 Uhr wieder im Stall. Da zwischen Stall und Weide ein Weg langgeht, den wir täglich brauchen, können wir die Kühe momentan noch nicht freiwillig rein und raus gehen lassen.

Ich finde persönlich 4 Stunden auch wenig um es als Weidemilch zu bezeichnen aber falls es wirklich einen Zuschlag auf den Milchpreis geben würde, dann könnten wir das bestimmt auch so lösen, dass die Kühe 6 Stunden am Tag auf die Weide können. Dann aber so, dass sie freiwillig rein und raus können.

Konkret ist nix geplant, aber da in letzter Zeit vermehrt darüber berichtet wird, wollte ich gerne mal wissen ob wir das auf unseren Betrieb auch umsetzen könnten.

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Hallo, Sind diese 120 Tage je 6 Stunden Auslauf auf der Weide eine
genaue Vorgabe oder wären z.B. 180 Tage und je 4 Stunden Auslauf
möglich?

Es gibt da keine Vorgabe. Das kann jeder halten wie er gerne möchte.

Sollte den Kühen nur ein Auslauf auf der Weide möglich sein oder müssen die Kühe die ganze zeit auf der Weide sein?

Die ganze Zeit auf der Weide wäre nicht gut. Vorallem nicht im Winter.

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Kommentar von frank394
27.06.2016, 19:50

Ja also kommt es nur auf eine bestimmte Gesamtstundenanzahl an?

Mit die ganze Zeit meine ich auch nicht das ganze Jahr über, sondern ob die Kühe einen direkten Anschluss vom Stall an die Weide haben können, wo sie rein und rausgehen können wie sie wollen?

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