Wehrpflicht jaodernein?

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10 Antworten

Ich sehe das so wie rotesand. Derzeit ist es völlig ausreichend, diejenigen zu nehmen, die das freiwillig machen wollen.

Es käme ja auch keiner auf die Idee, eine "Friseurpflicht" (jeder muss 1 Jahr Friseur machen) oder eine "Müllabfuhrspflicht" einzuführen. Dabei sind auch das wichtige und ehrenwerte Tätigkeiten.

Ich selber war bei der Bundeswehr (15 Monate), und ja, "man lernt fürs Leben", aber das hätte ich auch bei anderen Tätigkeiten (im Grunde lernt man dort nicht viel, was man nicht auch woanders lernen könnte). Interessant war es. Man lernt Leute kennen, viele normale Menschen, aber auch einige schräge Gestalten (und diese waren eher in den unteren Offiziersrängen vertreten, die oberen Offiziersränge waren dagegen eher von etwas niveauvolleren Leuten besetzt, auch da gab es freilich Ausnahmen).

Es gab Leute vom Typus "hart, aber herzlich" (damit kann ich was anfangen, und auch bei vielen Leuten ohne große Bildung war mir das durchaus sympathisch), aber leider auch vom Typus "mobbing-affin", damit meine ich nicht nur Mobbing gegenüber den Mannschaftsrängen, sondern auch Mobbing innerhalb der Unteroffiziere (und dieses Schwanken zwischen beleidigen und künstlicher Freundlichkeit je nach Rang mochte ich gar nicht).

Natürlich gab es auch Leute vom Typus "ich lasse mal meinen Rang raushängen", das ist wohl unvermeidlich.

Es gab auch Offiziere, die einen Sinn für Humor hatten (und die waren mir am liebsten, immerhin machten sie den Eindruck, dass es für sie noch eine Welt außerhalb des Militärs gab, und dass das alles nur ein vorübergehender Zustand war).

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Aktuell sehe ich keinen Grund darin, junge Menschen an Waffen heranzuführen. Zu Zeiten des Kalten Kriegs war das anders, aber heute halte ich den Wehrdienst auf freiwilliger Basis für eine solide Lösung.

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Nein.
Wozu sollte es gut sein, fremdbestimmt auf und nieder zu hüpfen, nur weil ein Feldwebel der Meinung ist?

Sehen wir das praktisch, er ist Feldwebel und ich kein Soldat. So kommen wir am besten miteinander aus.
Sollte der Staat Krieg spielen wollen, können Politiker Soldaten werden, nur ohne meine Beteiligung.

Es hat sogar keinen Sinn in Trachten herumzulaufen.

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Nein.

Es besteht im Moment keine Notwendigkeit, jeden Bürger an der Waffe auszubilden.

Und es ist ein Anachronismus, jungen Männern ein ganzes Jahr ihres Lebens zu rauben, nur um ihnen Drill und unbedingten Gehorsam beizubringen.

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Ich war die meiste Zeit meines Lebens gegen die Wehrpflicht. 

Heute denke ich, dass die Wehrpflicht die Erziehungsdefizite, die ein Teil der Jugendlichen aufweist, möglicher Weise auffangen könnte. 

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Kommentar von dadita
08.08.2017, 16:48

Und das wäre ein Argument tausende andere Jugendliche dazu zu zwingen sich ausbeuten und ein Jahr ihres Lebens stehlen zu lassen? Eher nicht. 

Es ist nicht die Pflicht des Staates für die Erziehungsdefizite einiger weniger aufzukommen und nicht die aller anderen dafür Lebenszeit zu verlieren. 

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Hallo.

Ich währe für eine generelle Grundausbildung für alle m+w. 15 Monate 
18 währe wohl Zuviel.

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Ja. Hätte ich keine Ausbildung bekommen wäre ich liebend gerne zum Bund. Allerdings waren meine Eltern dagegen, und unter 18 und ohne Unterschrift gehts net. Also erst Ausbildung und dann Bund.

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Kommentar von dadita
07.08.2017, 00:19

Also weil du zum Bund willst sollen dies alle müssen? Fastinierende Logik. 

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Ein allgemein verpflichtendes Soziales Jahr wird auch von der Deutschen Wirtschaft befürwortet. Denn tatsächlich verlassen schon lange die jungen Leute ohne Ausbildungsreife die Schule. 

Wer danach zur Bundeswehr gehen will mag es tun. Dass viele vorher nicht reif dafür sind zeigt die Zahl der frühen Abbrüche. 

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Kommentar von dadita
07.08.2017, 00:48

Dass die deutsche Wirtschaft nichts gegen Staatssklaven hätte glaube ich gerne, Zwangsarbeit wird dadurch nicht tolerabler.  Es gibt die Möglichkeit eines freiwilligen Sozialjahres, was vollkommen ausreicht. Die meisten Jugendlichen gehen ohnehin weiter auf die Universität. 

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Nein.

Die Wehrpflicht ist oerverse Zwangsarbeit die eines modernen Staates absolut unwürdig ist. Nichts als Lebenszeitverschwendung um dem Staat billige Sklaven und Kanonenfutter zur Verfügung zu stellen: Nein danke.

Seid froh dass ihr dieses System los seid.

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Kommentar von ponter
07.08.2017, 08:55

Seid froh dass ihr dieses System los seid

Die Wehrpflicht hat, nach wie vor, Beständigkeit und ist z.Z. lediglich ausgesetzt. Kann also quasi jederzeit wieder in Kraft gesetzt werden und das ohne großes Aufhebens.

Streitkräfte sind eine Notwendigkeit eines jeden souveränen Staates, so war auch die Wehrpflicht eine Notwendigkeit in den Zeiten des Kalten Krieges.

Die Aussetzung war der richtige Schritt und ich thematisiere hier nicht die Abschaffung. Sollte die Bundeswehr Ihr Soll nicht erfüllen, kann man durchaus über eine Rückkehr zum Wehrdienst nachdenken. Dabei sollte man allerdings ein sinnvolles Pendant entwickeln, wie es seinerzeit der Zivil, bzw. Ersatzdienst war.

Oftmals propagieren hier Leute negativ gegen das Militär, obwohl sie selbst keine Ahnung oder keine Erfahrung vom und mit dem Militärdienst o.ä. haben.

Es besteht weiterhin kein Grund, die Wehrpflicht zu defamieren. Man kann dafür oder dagegen sein, wer sich abfällig äußert, erfasst die Hintergründe nur unzureichend oder garnicht.

Wer also keine brauchbaren, durchfürbaren Lösungen zur Aufrechterhaltung der Personalstärke der BW anbieten kann, sollte sich hier etwas zurücknehmen.

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Nein.

Warum sollte man das ändern - ist heute doch freiwillig, und das ist gut so.
Wer will schon lernen, gezielt zu töten?

Und dann noch unbedingten Gehorsam leisten bis - häufig genug - zur Erniedrigung.

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