Weh hat Erfahrung mit fristloser Kündigung?

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5 Antworten

So einfach ist das mit der fristlosen Kündigung nicht.

Bei einer fristlosen Kündigung braucht man einen wichtigen Grund. Hier müssen die Interessen abgewägt werden und dem AG sollte man auch ein Verschulden an der Situation nachweisen können.

Eine fristlose Kündigung muss auch verhältnismäßig sein. Da solltest Du zuerst einmal den AG abgemahnt und aufgefordert haben, die Situation zu verbessern. Wer mobbt denn? Arbeitskollegen, Vorgesetzter oder der AG selbst?

Kannst Du das Mobbing belegen? Hast Du ein Mobbingtagebuch geführt? Kennt Dein Arzt die berufliche Situation? Stellt er Dir ein Attest aus, dass eine Fortführung des Arbeitsverhältnisses Deiner Gesundheit schaden würde? Warst Du schon bei der Arbeitsagentur und hast Dich über die Vermeidung einer Sperre erkundigt?

Wenn Du sicher bist, dass Du fristlos kündigen kannst, weil dies gerechtfertigt ist, brauchst Du nicht auszurechnen, zu welchem Datum das passieren muss. Fristlos ist sofort.

Urlaub und Überstunden müssen ausgezahlt werden, wenn man sie wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr als Freizeitausgleich nehmen kann.

Mobbing an sich ist kein Grund zur fristlosen Kündigung. Du musst den Arbeitgeber auffordern das zu unterbinden. Das gilt dann als Abmahnung. Erst wenn er sich nicht darum kümmert, hast du einen Grund zu kündigen, den dann auch die Arbeitsagentur akzeptiert.

Mit der Arbeitgeberin wurden mehrmals Gespräche geführt; das Problem ist, daß der" Mobber " ihr Ehemann ist. Sie meint, sie könne ihn nicht ändern.

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@brigotte

Wenn der Arbeitgeber das nicht abstellt, wird der AG schadensersatzpflichtig. 

Einfach kündigen, wäre viel zu billig für den AG

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Wenn Du dich auf das Mobben beziehen willst, sollte unbedingt ein ärztliches Attest vorliegen.

Weiterhin kannst Du nur fristlos kündigen, wenn Du das Mobben dem Arbeitgeber bereits gemeldet hast, damit er dagegen angehen kann.

Einen Anspruch, dass der AG den Urlaub und die Überstunden sofort gewährt, hast Du nicht. Theoretisch kann er von Dir verlangen, dass Du arbeiten kommst und den Urlaub und die Überstunden finanziell abgelten.

OK, beim Urlaub ist Freizeitausgleich vorzuziehen. Aber, wie gesagt, einen Anspruch darauf automatisch hast Du nicht.

Ich würde weithin im Vorwege mit der Arbeitsagentur alles besprechen, damit Du keine Sperre bekommst.

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