Wegfall Kleinunternehmerregelung, welche Kosten/Pflichten kommen auf mich zu?

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4 Antworten

In den von dir erzielten Umsätzen ist, auch wenn diese im Rahmen der Kleinunternehmerregelung nach § 19 (1) UStG nicht abgeführt werden muss und auch nicht ausgewiesen werden darf, bereits Umsatzsteuer mit dem Regelsatz von 19% enthalten. Das ergibt bei einem Umsatz von 17.501 EUR einen Umsatzsteuerbetrag von 2.794,28 € (entspricht 15,97% des Bruttoumsatzes), der an das Finanzamt abzuführen ist. Hier darf aber vorher noch die in deinen Eingangsrechnungen enthaltene Vorsteuer abgezogen werden, wenn diese Rechnungen alle Angaben gem. § 14 (4) UStG enthalten.
Du solltest, um nicht mit der Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt in Vorleistung gegen zu müssen, Ist-Besteuerung beantragen (formlos). Dann ist die Umsatzsteuer erst mit Zahlung deiner Kunden an das Finanzamt abzuführen.

Bei der Gewerbesteuer hast du einen Freibetrag von 24.000 EUR, erst darüber fällt Gewerbesteuer an.

Zusätzlich wird der Aufwand für die Buchführung, Umsatzsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung, Anlage EÜR, etc. größer, weshalb auch für den Steuerberater höhere Kosten anfallen werden.

Alles was du oben genannt hast ist schon genau das was du wissen musst. Ich empfehle dir aber einfach mal zu deinem zuständigen Finanzamt zu gehen und dort gibt es immer Mitarbeiter für solche allgemeinen Fragen. Ich hab selbst damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Finanzamt ist sogar verpflichtet, dir alles genau zu erklären, wenn du danach Fragst, also auch bei der Steuererklärung. Denn gerade in deinem Fall wird der Verdienst wahrscheinlich noch nicht so hoch sein, dass du dir einen Steuerberater leisten kannst.

Würde ich genau so machen! Da im Internet leider nicht alle Antworten zu 100% der Realität entsprechen und Unwissenheit nicht vor Strafe schützt einfach zum Finanzamt gehn.
Super Antwort Stefan!

Lg Chris

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Was meinte mein Steuerberater mit den 5000 Euro? Kommen hier wirklich so hohe Kosten auf mich zu?

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ähm, in der Fragestellung ist der Hinweis auf einen Steuerberater, der eine Auskunft erteilt hat ....

im oben genannten Fall wird die Auskunft vom Finanzamt höchstens lauten: Voranmeldungen sind 1/4-jährlich zu erstellen, die Steuernummer bleibt.

weitere Auskünfte DARF das Finanzamt hier gar nicht erteilen (wie soll es das auch ........ das steht außen Finanzamt drauf, nicht Steuerberatung). welche weiteren Auskünfte soll das Finanzamt denn noch erteilen?

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Wenn der UStVA's für dich macht wird es wohl etwas teurer, weil der Arbeitsaufwand höher ist.

Wie er aber auf konkret 5.000,- € kommt, gute Frage....

Ok das ist verständlich dass der Steuerberater einen Mehraufwand hat und somit mehr kosten wird.

Damit habe ich auch bereits gerechnet, aber wie du schon sagst können das eigentlich keine 5000 Euro sein. Daher ja meine Frage, ob noch ein Kostenfaktor mit dazu kommt!?

Hab ich noch irgendwelche Pflichten ausser der UStVA?

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@Scheibes

wenn Umsatz über 17.500 € ist die Abgabe der EÜR in der Einkommensteuer Plficht

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Du bekommst keine neue Steuernummer, sondern behälst ganz normal deine alte.

Das wichtigste ist, dass du die Mwst. auf dienen Rechnungen ausweist und damit auch die Umsatzsteuervoranmeldungen monatlich abgibst. Nachdem du die Voranmeldungen fristgerecht monatlich abgegeben hast, wird das FA dir mitteilen, wann du diese vierteljährlich zahlen kannst.

Ausschlaggebend ist dann auch noch, ob du in der IST oder SOLL Versteuerung bist. Danach richtet sich dann wann du was zahlen musst an Umsatzsteuer.

Hinzu kommen Gewerbesteuer. Zusätzlich musst du deinen Gewinn in deiner Einkommensteuererklärung angeben und versteuern. Je mehr du also verdienst, desto mehr Steuern kannst du zahlen. 

Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Einkommensteuer erhoben.

In der Regel würde ich dir dennoch einen Steuerberater empfehlen. Das ist der Fehler bei sehr vielen frischen selbstständigen: Kein Steuerberater.

Du FA lässt sich dich in der Regel die ersten Jahre in Ruhe ( meist so um die ~ 3 Jahre ) und danach wirst du dann die Quittung bekommen, wenn du Dinge falsch gemacht hast. Und das kann sehr teuer werden.

Und in Deutschland gehört das Finanzamt & die Krankenversicherung zu den wenigen Dingen mit denen kein Spaß zu verstehen ist und was Existenzen kosten kann.

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