Wegen Rufmord eine Anzeige möglich?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

du kannst ja dein Taschengeld nehmen und dich beim Anwalt beraten lassen,

.Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

– § 187 StGB

Es ist erforderlich, dass eine Mitteilung einer Tatsache gemacht wird. Das ist jeder Umstand, der dem Beweis zugänglich ist. Den Gegenbegriff zu einer Tatsache stellt die Meinung dar. Die Tatsache muss ehrenrührig sein. Zu einer konkreten Verächtlichmachung oder Herabwürdigung in der Öffentlichkeit braucht es aber nicht gekommen zu sein. Die Tatsache muss sich auf einen anderen beziehen, das heißt der Rezipient der Äußerung und der Herabgewürdigte dürfen nicht personengleich sein.

Die Tatsache muss unwahr sein, d. h. es muss vor Gericht bewiesen werden, dass das Gegenteil der Behauptung zutrifft (anders bei übler Nachrede: „nicht … erweislich wahr“). Bereits hieran scheitert in der Praxis häufig eine Verurteilung nach dem Gesetz. Ist die behauptete Tatsache die Begehung der Straftat durch einen anderen, ist der Beweis als erbracht anzusehen, wenn der behauptete Täter rechtskräftig freigesprochen worden ist.[1] Das bezieht sich allerdings nur auf einen Freispruch; eine Einstellung des Verfahrens, auch nach § 170 Abs. 2 StPO, reicht dafür nicht aus.

Die Mitteilung muss durch „Behaupten“ oder „Verbreiten“ geschehen. Beide Varianten beschreiben ein Kommunikationsverhalten. Das bloße Verändern einer Sachlage, ohne dass eine kommunizierende Person daraus erkennbar wird (Beweismittelfiktion), reicht nicht aus. So ist zum Beispiel das Schaffen einer Leiche in den Keller des Feindes, um ihn in den Verdacht des Totschlags zu bringen, keine Verleumdung. Unter „Behaupten“ versteht man, dass die Tatsache als nach eigenem Wissen zutreffend dargestellt wird. Für ein „Verbreiten“ reicht es aus, dass die Tatsache als Gegenstand fremden Wissens dargestellt wird und es ist sogar dann gegeben, wenn das weitergegebene Gerücht als unglaubwürdig dargestellt wird.

Die Verleumdung erfordert Vorsatz, der sich auch auf die Unwahrheit erstrecken muss, womit eine zweite große Hürde auf dem Weg zu einer Verurteilung errichtet wird. Sie wird zudem nur auf Antrag verfolgt (§ 194), den in der Regel der Betroffene selbst stellen muss (§ 77).

Über die Verleumdung im engeren Sinne hinaus wird auch die Kreditgefährdung unter Strafe gestellt. Hierfür muss vorsätzlich eine kreditgefährdende Tatsache behauptet oder verbreitet werden.

Die Norm zur üblen Nachrede tritt hinter die Verleumdung im Wege der Gesetzeskonkurrenz zurück. Liegt in der Tatsachenmitteilung gleichzeitig eine weitere bewusste Herabsetzung des mithörenden Opfers – etwa in Form des Informationsgehalts „Mit dir kann ich das machen“ –, dann steht die darin liegende Beleidigung in Tateinheit zur Verleumdung. Ansonsten ist auch in dieser Konstellation Gesetzeskonkurrenz gegeben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kayahi
13.10.2011, 16:37

Theoretisch klingt das alles ganz toll, in der Realität sieht es aber meistens leider so aus, dass der Staatsanwalt die Ermittlungen einstellt weil aus seiner Sicht kein öffentliches Interesse besteht.

Und ein Taschengeld reicht wohl kaum um einen vernünftigen Anwalt zu bezahlen.

0

Sowas gibt es immer... es wird immer wieder im Leben vor kommen, das Leute müll reden. Klar kannst du sie anzeigen, wie das genau abläuft kann ich dir nicht sagen. Ich würde sagen, lass sie reden, die Leute die euch gut kennen wissen ja was stimmt oder nicht. Und wenn sie wahre Freunde sind, wissen sie das sowieso. Mach dir keine Sorgen! Hör einfach nicht hin.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Anzeige ist mit Sicherheit möglich, nur ob euch diese etwas bringt, ist fraglich.

Bei solchen Fällen wird erfahrungsgemäß irgendwann die Ermittlung eingestellt wegen mangelndem Interesse für die Öffentlichkeit.

Ihr habt dann zwar anschließend die Möglichkeit den Streit mittels einer Schiedsperson zu schlichten und wenn das nicht wirkt eine Privatklage zu erheben, das alles würde euch aber eine Menge Zeit und Nerven kosten, die ihr euch besser spart.

Ich habe selbst die Erfahrung machen müssen das sowas nicht viel bringt.

Wenn doch eh die Meisten wissen, dass sie nur Blödsinn erzählt, lass sie halt weiter ihren eigenen Ruf zerstören, ihr seid es schließlich nicht die hier lügen.

Ignoriert sie einfach.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

solche leute ignoriert man! und leute die sich "freunde" schimpfen und auf sowas hören ignoriert man am besten gleich mit! so ein kindergarten!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?