wegen Psyche nicht in die Privatversicherung?

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2 Antworten

Hallo,

im Versicherungsantrag sind alle Erkrankzungen und ggf. Beschwerden in einem bestimmten Zeitraum anzugeben. "Vergessene" Angaben können ggf. zu einer rückwirkenden Aufhebunfg des Versicherungsschutzes führen. Psych. Krankheiten (z.B. psych. Erschöpfungszustand/Burnout, Depression, psychosomat. Erkrankungen) sind für Privatversicherungen ein rotes Tuch. Oft wird der Antrag komplett abgelehnt, manchmal ein Risikozuschlag erhoben. Jede Versicherung hat eigene interne Regeln, wonach sie entscheidet. Das gilt auch für die Frist, wann die Erkrankung keine uswirkungen mehr hat (ggf. wird der Abfragezeitraum im Versicherungsantrag genommen). Teilweise notieren Ärte auch weitere (Verdachts-) Diagnosen als die, die man in Erinnerung hat (z.B. Kopfschmerzen, Magenbeschwerden), ggf. auch frühere Erkrankungen, die der Arzt selber gar nicht behandelt hat.

http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/Formulare-der-Privaten-Krankenversicherer-Diagnose-unklar-1669604-1669862/

Der Vergleich GKV - PKV ist grds. ein lebenslanger Vergleich. Das heißt, es ist erforderlich alle späteren möglichen Veränderungen mit in den Vergleich einzubeziehen, z.B. "Vergrößerung der Familie" (z.B. später Kinder) und Verringerung der Einnahmen

Bei den Leistungen sollte man neben vielen anderen besonders auf folgende Punkte achten:

• Reha/Kur (z.B. nach Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Unfällen ...)

• Hilfsmittel: Katalog der GKV:

db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS

Hilfsmittel erreichen schnell 4- und teilweise 5-stellige Beträge.

• Psychotherapie (Anzahl und Erstattungshöhe)

• Heilmittel (z.B. Krankengymnastik, Sprachtherapie, Ergotherapie), z.B. nach Schlaganfall

-> Heilmittelarten und Erstattungshöhe

In der PKV werden notwendige Leistungen in angemessener Höhe erstattet. Was angemessen ist, prüft die Versicherung, wenn man Rechnungen einreicht. Der Leistungserbringer hat aber trotzdem einen Anspruch auf Vergütung. Im Übrigen werden nur anerkannte Methoden erstattet.

§5 Absatz 2 und § 4 Absatz 6 PKV-Musterbedingungen:

pkv.de/recht/musterbedingungen/mbkk2009.pdf

Auch bei folgenden Änderungen bleibt man in der PKV:

• Insolvenz, Kurzarbeit, Sabbatjahr, Arbeitslosigkeit ( bei Arbeitslosengeld II), späteres (Zweit-)Studium, Frührente wegen Erwerbsminderung, Altersrentner, Hausmann, Auszeit wegen Kindererziehung -> in diesen Fällen sind die PKV-Beiträge in unveränderter Höhe weiterzuzahlen.

Ggf. sind zusätzliche Beiträge für Kinder oder den nichtberufstätigen Ehegatten zu zahlen.

Die Beiträge für den nichtberufstätigen Ehegatten (ohne Arbeitslosengeld) werden in der GKV immer nach der Hälfte der Einnahmen des PKV-Ehegatten berechnet (§ 240 SGB V letzter Absatz). Wenn der Ehegatte chronisch krank ist, ist ein Beitritt zur PKV oft ausgeschlossen.

Wenn man im Krankheitsfall Probleme mit einem PKV-Unternehmen hat, kann man praktisch nicht mehr wechseln. Jede andere Versicherung wird einen voraussichtlich wegen der Erkrankung ablehnen (oder gravierende Risikozuschläge erheben). In der GKV sind die anderen Krankenkasse verpflichtet, einen aufzunehmen, und man hat ab dem 1. Tag den vollen Leistungsanspruch (ohne Zuschläge).

Vielleicht interessant:

focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5429/krankenversicherung-zehn-irrtuemer-ueber-die-privatenaid52165.html

bundderversicherten.de/app/download/BdV-PKV-Broschuere.pdf

pkv-ombudsmann.de/

(unter Tätigkeitsberichte sind häufige Beschwerden von PKV-Versicherten aufgelistet)

handelsblatt.com/unternehmen/banken/kunden-bezahlen-fuer-systemfehler/3645140.html

Die Entscheidung hat vermutlich lebenslange Auswirkungen und sollte daher genauso gründlich wie z.B. ein Hauskauf angegangen werden.

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung!

Gruß

RHW

RHWWW 21.07.2011, 04:13

Danke für den Stern!

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Hallo, ich würde mir genau überlegen, ob ich in die PKV eintreten würde. Im Alter kann man die Beiträge kaum noch zahlen. Bei Kuren muss man einen bestimmten Anteil selbst zahlen, Verschiedene Sachen werden gar nicht übernommen. Ich habe immer nur Nachteile gehört, wenn man älter wird.Überleg es dir gut! LG

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