wegen Krankheit Ausbildung abbrechen müssen, wie erkläre ich es meinem Mitmenschen?

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6 Antworten

Da du in Behandlung bist, bist du ja nicht untätig.

Wichtig ist aber, dass du auch mit allen dir zur Verfügung stehenden Mitteln daran mit-arbeitest, dass du aus deinem Tunnel herauskommst.

Menschen mit schweren Depressionen verschiedenster Art und Ursache gibt es wie Sand am Meer. Mit dieser Krankheit wird man als Betroffener erfahrungsgemäß auch sein Leben lang zu tun haben.

Sie ist von außen nicht sichtbar, das macht es für gewisse Überflieger der Gesellschaft schwer, sie zu akzeptieren.

Stehe offen dazu, dafür muss sich kein Betroffener schämen. Wer darüber urteilt und dich verurteilt, ohne zu wissen, wie es sich in deinen Schuhen "läuft", den musst du nicht mit irgendwelchen Erklärungen oder Rechtfertigungsversuchen von dir überzeugen wollen.

Dein Freund sollte trotz Papis in Aussicht stehender Firma und gewissen Zuwendungen Eier und Arsch in der Hose haben, zu dir zu stehen, sollte seine Familie ihm nahelegen, sich von dir zu trennen. 

Wenn nicht, würdest du dann wissen, dass ihm das Materielle immer wichtiger sein wird, als das Zwischenmenschliche und Gefühle.

Da aber noch nichts gelaufen ist, male du deinerseits auch nicht den Teufel an die Wand.

Sage bei aufkommender Frage, dass du seelische Probleme hast, deshalb erst mal mit dir selbst zu tun hast, was du mit der anstehenden Reha aber in den Griff bekommen willst und danach hoffentlich Wege und Strategien kennst und gelernt hast, die dich befähigen, dein Leben trotz gewisser Einschränkungen zu meistern.

Klare Ansage. Mehr ist dazu auch nicht zu sagen.

Und wenn die Eltern deines Freundes auch nur den Hauch von Achtung und Einfühlungsvermögen haben, werden sie dich nicht abfällig betrachten oder spüren lassen, dass du deshalb "unstandesgemäß" für ihren Sohn bist.

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Du hast ernstzunehmende Probleme. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Wenn die Familie Deines Freundes das nicht versteht, bist nicht Du die doofe da.

Allerdings solltest Du lernen, dass man sich vor anderen nicht zu rechtfertigen braucht. Wichtig ist, dass Du wieder auf halbwegs auf die Beine kommst. Und wenn Du 25 Jahre alt bist, wird Dein Freund sicher auch schon alt genug sein, um seine eigenen Entscheidungen treffen zu können, oder nicht? Ihr seid erwachsen, da hat sich seine Familie gar nicht mehr einzumischen.

Nur weil der Vater Geschäftsmann ist, musst Du nicht genauso "aufsteigen". Gehe Deinen Weg und nicht den von anderen. Du musst da keinem was beweisen. Und Du bist deswegen auch kein schlechter oder wertloser Mensch. Mensch ist Mensch, da ist keiner besser.

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Hey Du.

Ab dem Zeitpunkt wo Du fit bist und stabil, kannst Du auf jeden Fall noch mal eine neue Ausbildung anfangen. Es gibt viele, die egal aus welchen Gründen mit Mitte- Ende 20 noch mal vollständig neu anfangen.

Wenn natürlich dein Arbeitgeber und Kollegen etc. von deinem Gesunheitszustand wissen, wäre eine Ausbildungsunterbrechnung natürlich eine Möglichkeit um dann bei nächster Gelegenheit wieder ins Lehrjahr einzusteigen. Natürlich ist das dann wiederum auch für Dich ein höherer Aufwand, weil vieles nachgeholt werden muß.

Wenn bekannt ist, daß Du in Behandlung bist und sogar Reha bzw. stationären Aufenthalt hast, sollte es regulär kein Problem sein, deine Situation auch mal noch klarzustellen. Meinetwegen nach deiner Reha - denn in der Klinik selbst kannst Du auf das Familienproblem zusätzlich ansprechen. Bei Therapeuten oder auch hin und wieder vielleicht untereinander mit den Mitpatienten.

Das Problem zu deinem Krankheitsbild und -verlauf zusätzlich anzusprechen ist sogar womöglich wichtig, weil deine Ängste und Sorgen innerhalb Familien- und Freundessituation wohl aus deinem Gesundheitszustand hervorgegangen sind. Und es kann ja nicht ein Problem in der Klinik behoben werden wollen, wenn ein anderes Problem Dir einen Therapieerfolg zunichte macht. Damit schadest Du dir ja wiederum selbst.

Da hast Du auf jeden Fall die Möglichkeit, dich sozusagen in der Klinik "schulen" zu lassen, wie du auch mit diesem Problem umgehen solltest oder kannst, um die ganzen Mißverständnisse auf kurz oder lang aus dem Weg zu räumen.

Oder vielleicht gelingt es Dir sogar, alles vor dem Klinikbesuch auszuräumen, egal wie alle um Dich herum erstmal reagieren. Denn auch so hast du die Möglichkeit, dich in der Klinik wieder Schritt für Schritt aufbauen zu lassen.

Fakt ist natürlich, daß wenn Du deine Situation mal völlig klargestellt hast, auch meinetwegen mit einigen Konsequenzen erstmal, die sich regulär auf Zeit aber wieder bereinigen lassen sollten - wenn also die Last der sogenannten "Lügen" und Rechtfertigungen von Dir abgefallen ist, gehts Dir allein damit schon wesentlich besser. Da werden andere Dinge auch schon wieder leichter.

Aber nun nichts überstürzen - die Situation im Moment ist so wie sie ist.

Wenn Du aus der Klinik, egal wie lang das dauert, mit einem Therapieerfolg nach Hause kommst, werden sicher alle in deinem Umfeld spüren, daß es an Dir eine Veränderung gibt, du die Dinge womöglich selbst aus einem anderen, vor allem positiven Blickwinkel siehst und es Dir somit hoffentlich vielviel besser geht.

Vielleicht ist Dir das in diesem Moment erstmal ein klein wenig hilfreich.

Alles Gute Dir

LG

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Sobald du aus der Reha bist dir es irgendwann besser geht Versuch es ein drittes Mal ,kannst ja nichts für deine Erkrankung.

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Auch wenn sich das hart anhört: wenn der Dad Deines Freundes so eine Einstellung hat, dann ist er ein Depp. Niemand ist freiwillig krank und keiner schreit laut "hier, ich!" wenn irgendein eventuell vorhandenes Wesen rumgeht und tolle Krankheiten verteilt.

Ja, es ist blöd, aber Sch*, Du kannst nichts dafür!

Wenn Dein Freund Dich liebt, dann liebt er Dich, egal was Du hast.

Und ne Ausbildung kann man immer noch machen, echt. ich hab meine mit 39 beendet, nachddem ich mein Studium, durch das ich förmlich geflogen war, aus privaten Gründen abbrechen musste.

Und dann kam ich ans Arbeiten ohne Abschluss, dann dies, dann das.. dann kam die Diagnose MS.. da war ich erstmal völlig platt und den Job auch sofort los.

Und dann hab ich eben mit 39 ne externe IHK-Prüfung abgelegt und es den ganzen Unken mal gezeigt.

Und nochmal: Du hast Dir das nciht ausgesucht. Du kannst da nichts für.. und wenn jetzt erstmal was nicht geht,d ann geht es nicht. Aufgeschoben ist nie aufgehoben.

Und die Reha ist wichtig, damit es Dir besser geht.

Das sollte jeder vernünftige Mensch kapieren. Un.. Dein Frend,w enn er Dich doch liebt.. der liebt Dich.

Der Papa mag dann mal grummelig sein und dann kriegt er sich wieder ein.

Er ist nicht Gott, dass er Eure Geschicke so lenken soll.

Alles Gute!

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Eventuell musst du diesen Leuten es ja nicht direkt sagen. 

Du kannst es ja auch in einen Brief verfassen, warum du nicht mehr in der Lage bist, dich mit anderen Leuten zu treffen. 

Bei einer sozialen Phobie hält man ja gar nichts mehr aus und von daher denke ich auch, dass du dich nicht in so unangenehme Situationen bringen solltest. 

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