Wegen AirBnB Kündigung erhalten?

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8 Antworten

Der Vermieter hat die unerlaubte Gebrauchsüberlassung festgestellt, freut sich, dass er einen Kündigungsgrund hat und nun die Wohnung wieder teurer vermieten kann. Wenn es so ist, hast Du keine Chance.

Ist der Vermieter aber prinzipiell daran interessiert, das Mietverhältnis fortzusetzen, wirst Du bestimmt eine Möglichkeit bekommen, die Sache ausführlich und nachvollziehbar zu erklären. Natürlich ist es am besten, wenn Dein Freund schriftlich erklärt, dass er ohne Dein Wissen dieses Unrecht begangen hat. Ist es auch aufgrund der Accountdaten bei Airbnb einigermaßen nachvollziehbar, wirst Du wohl die Chance bekommen, das Mietverhältnis wieder fortzusetzen. Evtl. zu geänderten Bedingungen, sprich mit etwas höherer Miete.

Ich vermute aber, Dein Mieter ist eine Wohnungsgesellschaft, die da einfach kurzen Prozess macht und sich nicht mit fadenscheinigen Erklärungen zufrieden geben wird. Es wurde an fremde weiter vermietet und das reicht. Wer auch immer dafür verantwortlich war.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, wenn Du die Wohnung unbedingt behalten willst, zu einem Rechtsanwalt zu gehen, der dann für Dich Widerspruch gegen die Kündigung einlegen kann und dann kommt es eben zu einem Rechtsstreit. In diesem Fall wird es vermutlich auch unumgänglich sein, dass Du Deinen Freund auf Herausgabe der eingenommenen Miete und Schadensersatz für den Fall des Verlusts der Wohnung, sowie auf Bezahlung der Kosten Deines Rechtsstreits mit dem Vermieter verklagst.

Tatsächlich kann der Vermieter hier wegen unberechtigter Gebrauchsüberlassung an Dritte fristlos kündigen. (s. BGH Urteil  Az: VIII ZR 210/13). Als Mieter und auch Besitzer trägst Du für die Wohnung auch wenn Du längere Zeit abwesend bist, die volle Verantwortung. Angenommen, Deine "Gäste" hätten einen Sachschaden in der Wohnung verursacht, dann wärst Du als Mieter gegenüber dem Vermieter haftbar.

Welchen Ärger das Ganze noch nachziehen könnte siehst Du hier:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/airbnb-rechtliche-probleme-im-zusammenhang-mit-der-vermietung-von-privatunterkuenften-ueber-das-internet_050627.htm

Dein Kumpel hat sich nicht nur nichts gedacht, sondern bei dieser Aktion das Hirn völlig abgeschaltet. Sorry - aber so sehe ich es!

Danke für deine Antwort. Was meinst du werde ich gar kein Chance haben? Soll ich versuchen mit denen zureden?

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@M2004

Du kannst natürlich versuchen, die Sache von Deiner Seite aus klarzustellen und dem Vermieter zu schildern wie es war. Aber obs was hilft, kann ich Dir nicht sagen!

Falls mein Link nicht funktioniert - einfach googlen:

"Airbnb - rechtliche Probleme im Zusammenhang mit ...."

und man bekommt eine Menge Infos.

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Jetzt meine Frage an Rechtsexperte, da ich Ahnungslos war und von diese Aktion nichts wusste und diese Internet Sachen nicht mal auf meine Namen liefen muss ich trotzdem die Wohnung verlassen?

Grundsätzlich haftest Du für alles, was in deiner Wohnung passiert, unabhängig davon, ob Du tatsächlich eine Schuld daran trägst.

Wenn Dein Freund also Unsinn mit deiner Wohnung treibt, dann haftest Du dafür.

Aber: Eine unerlaubte Untervermietung rechtfertigt an sich keine sofortige Kündigung. Hier kann der Vermieter erst einmal nur abmahnen und Dich auffordern, die Untervermietung zu unterlassen. Ich verweise hier auf § 543 (3) BGB.

Es mag sein, dass der VM bei verständiger Würdigung der Umstande seine fristlose Kündigung nicht weiter verfolgt und es bei einer qualifizierten Abmahnung eines unverändert fortbestehenden MV belässt.

Nur dringt andererseits die bereits ausgesprochene Kündigung gleichwohl durch, auch wenn dein Kumpel mit gewerblicher Vermietung den gem. § 540 I BGB hinreichenden Grund der fristlosen Kündighung lieferte: Du haftets für dessen Verschulden dem Vermieter gegenüber, § 278 BGB. Zumal ein anderer Name auf der Website nichts Gegenteiliges bewesit, wenn dein Kumpel diese Vermietungsabsicht bestreitet.

Und das dürfte er, zumal er damit rechnen muss, über den entstandenen Schaden (künftige Mietpreisdifferenz) in Haftung genommen zu werden.

G imager761

Ja sowas darfst du nicht .. Da es nicht deine eigene wohnung ist und nicht mit dem vermieter angeklärt war.. Beweisen das du es nicht reingestellt hast ist schwer denke mal dein "kumpel" war es vllt spricht ihr mal mit dem vermieter

Gehe zusammen mit deinem Kumpel zum Vermiter und rede mit ihm. Nimm auch die Flugtickets und den Reisepass mit um deine Aussage glaubwürdiger zu machen.

Dadurch wird die Aussage nicht glaubwürdiger.

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Naja nicht in dem Punkt dass er es nicht selbst ins Internet gestellt hat. Aber so kann er immerhin beweisen dass er halt nicht vor ort war

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Wow, harte Nummer! Rechtsberatung darf die nur ein Anwalt erteilen. Deswegen würde ich bei einem Anwalt der auf Mietrecht spezialisiert ist vorbeischauen. Eine Beratungsstunde ist auch meistens nicht teuer. Eventuell vorher mal per Telefon anfragen, ob eine Beratung Sinn macht.

Also Airbnb ist verboten, so lange der Vermieter da nicht zustimmt. Hab aber keine Ahnung, wie das da mit deinem Freund aussieht.

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