Wege ins Cockpit

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6 Antworten

Du hast bereits einige sehr ausführliche Antworten zu Deiner Frage bekommen.

Als Pilot sollte man nicht nur ein gewisses Level an Bildung und Talent auf breiter Front mitbringen, sondern auch Eigenschaften wie Kritikfähigkeit. Daran scheint es bei Dir zu mangeln und es ist auch nicht verwunderlich, daß Du durch den Eignungstest gefallen bist. Knapp daneben ist eben auch vorbei - und das hat auch seine Gründe!

Niemand hat Dich hier kritisiert oder angegriffen und niemand versucht Dir, Deinen Wunsch auszureden. Allerdings solltest Du Dir den guten Rat zu Herzen nehmen, den Dir hier einige Leute gegeben haben. Diese Menschen, die sich hinter der Computertastatur verbergen (ja - da sitzen Menschen aus Fleisch und Blut!) nehmen sich Zeit, Dir auf Deine Frage ausführlich zu antworten und haben es nicht verdient, derart angegriffen zu werden.

Zum Berufsbild des Piloten gehört auch anständiges Benehmen, denn gerade in der GA hast Du es mit Menschen zu tun, die loses Mundwerk nicht besonders schätzen. Hier ist sehr guter Umgang gefragt und Du solltest Dich und Dein Temperament im Griff haben - und zwar zu 100%! Das heißt nicht, daß man keine eigene Meinung haben darf.

Aber sonst wirst Du vielen Situationen, die im Laufe Deines Lebens als Pilot auf Dich zukommen, nicht gewachsen sein. Darauf legt auch Dein Arbeitgeber großen Wert. Schließlich will er sich von seinen Piloten die Kundschaft nicht verkraulen lassen! Diese Kunden zahlen schließlich auch Dein Gehalt.

Auch in der Führungsetage ist Stil und Anstand gefragt. Als Kapitänsanwärter und auf dem Weg dorthin musst Du unter anderem auch unter Beweis stellen, daß Du für Führungsaufgaben geeignet bist und der hohe Verantwortung, die man Dir überträgt, gewachsen bist. Das gilt für die Bundeswehr - und auch für´s zivile Leben. Die Airlines nehmen nur die Besten - die Bundeswehr nur die Allerbesten! Bringst Du die Fähigkeiten mit, daß man gerade Dir einen Kampfjet anvertraut?

Vermutlich willst Du all das nicht hören, aber hier machen sich Menschen die Arbeit, Dir die vielleicht selbst gemachte Erfahrung zu schreiben und weiterzugeben. Einige hier (unter anderem auch ich) sind ihren Weg schon gegangen, haben vielleicht das eine oder andere Lehrgeld schon bezahlt. Du hast es noch vor Dir.

Erlaube mir an dieser Stelle noch eine Frage: Warum möchtest Du Pilot werden?

Dem Ansehen wegen, dem Einkommen wegen, der schicken Uniform wegen..... etc.... oder weil man viel reist... in tolle Länder, in tolle Hotels?

Dann bist Du eigentlich schon durchgefallen! Den Beruf wegen der Kohle machen - das ist die falsche Einstellung - und Pilot auch der falsche Job. Viele - gerade in der GA - leben am Existenzminimum und jobben nebenbei. In der GA hast Du mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun. Vom kleinen Fisch über Promis, Politiker, Sportler, Manager - es ist alles dabei.

All die anderen vermeintlichen Annehmlichkeiten als Pilot gehen Dir spätestens nach ein paar Jahren gewaltig auf den Zeiger! Du sehnst Dich dann nach einem anständigen Beruf mit vernünftigen Arbeitszeiten und am Abend nach Deinem eigenen Bett.

Hast Du denn wirklich eine Vostellung von Berufsbild des Piloten oder bist Du nur fasziniert, "weil man sooo viel Tolles davon hört" oder "angeblich soo viel verdient"?

Eintweder Du hast das Zeug dazu - oder eben nicht. Dann mußt es es eben so akzeptieren. Man kann nichts erzwingen im Leben. Es gibt auch noch viele andere, schöne Berufe, in denen Du bestimmt auch glücklich wirst. Natürlich kannst Du versuchen, die Ausbildung privat zu machen, aber bei einer großen Airline bekommst Du ohne Typerating, einem bestandenen Eignungstest (ja - auch als fertiger Pilot brauchst Du den) und etlichen Flugstunden Jet-Erfahrung keinen Fuß in die Türe. Die ziehen sich die eigenen Leute heran - und das nicht ohne Grund.

Jahrelang im Cockpit sitzen ist was anderes, als 2x im Jahr in den Urlaub zu fliegen.

Ich habe in den vergangenen Jahren leider auch sehr viele Negativbeispiele erlebt. Viele, die gesundheitlich oder finanziell an diesem Job zerbrochen sind, weil sie eine andere Vorstellung hatten. Dieser Job ist ein Knochenjob und keine Goldgrube, wie viele vielleicht denken. Manche zahlen sogar dafür, daß sie im Cockpit sitzen dürfen und sich ein paar Stunden in ihr (fast) leeres Flugbuch schreiben dürfen.

Darum: Informiere Dich ausführlich über das Berufsbild und denke darüber nach, ob es wirklich das ist, was Du machen möchtest und auch machen kannst.

Natürlich hat der Beruf seine schöne Seiten, wie fast jeder andere Beruf auch. Aber gibt auch einige negative Seiten, die immer gerne unter den Tisch gekehrt werden und die manche einfach nicht glauben wollen.

Jeder Job hat was Positives und es gibt auch viele andere Berufe, die Spaß machen, mehr Geld bringen und mit weniger Risiko behaftet sind.

Wenn Du nach ausführlicher Recherche immer noch der Meinung bist, "Ja - das ist was für mich", dann gehe Deinen Weg.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg dabei.

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Luftkutscher 24.03.2014, 21:34

Ich fliege auch gelegentlich als Freelancer, um meine Lizenz zu erhalten. Tatsächlich gibt es bei uns Piloten, die dafür bezahlen, damit sie fliegen dürfen.

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A330taxifahrer 25.03.2014, 17:05
@Luftkutscher

Danke dass du es mal so ausführlich geschrieben hast. Ich finde es einfach zum Kot*** dass man froh sein kann überhaupt Geld kriegt.

Bei einer uns allen bekannten "Fluggesellschaft" (das die sich nicht direkt krimineller Saftladen nennen finde ich auch interessant) wird man bald den nächsten Kurs starten. Preise werden wieder je nach Paket bei 40000€ oder 56000€ liegen. Auch werden garantiert wieder Muttis anrufen und fragen ob man verlängern könne…

Für "Galaxy": Ja, auch ich habe genau das gleiche erlebt. Ich persönlich kenne genug Leute die:

  1. Ihr Medical verloren haben. Die können jetzt gucken was sie machen. Nach jetzigem Stand kriegen die 211€ Rente (42 Jahre, 15 Jahre Höchstbetrag, 8000h Airbus Langstrecke).

  2. Ihren Job verloren haben. Von denen gibt's in Deutschland alleine um die 400. Alle haben 2000h+ auf DHC, ATR, Airbus, 737 etc.

  3. Mindestens 3 Ehen in 15 Jahren hatten.

Die Fliegerei ist eines der kriminellsten Pflaster aller Branchen: Menschen die für ihre Arbeit Geld zahlen und nicht bekommen, Leute die verarscht werden usw.

Überlege, ob du das wirklich willst und mit 65 ein Mensch sein willst, der seine Berufswahl bereut.

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Pilotflying 25.03.2014, 18:57
@A330taxifahrer

Genau zu dem Thema habe ich selbst schon genug Beiträge geschrieben. Aber wer zu faul zum Suchen ist. ..:-

Ja so ist es - Piloten ohne Medical kenne ich auch genug. Auch aktuell im Freundeskreis. Über 8000 Stunden -zuletzt in der 747 gesessen -jetzt das große Bangen um Job und Geld. Ehe auf dem Spiel, Haus halb abgezahlt.

Anderes Beispiel. Einige Piloten (auch Kapitäne) der ex. Augsburg Airways, die jetzt für eine türkische Airline fliegen und ihre Homebase in der Türkei haben, weil sie in Deutschland keinen Job kriegen und alle paar Wochen mal zu ihren Familien nach Deutschland heim kommen.

Aber es gibt immer noch ein paar blauäugige Schulkinder, die nichts glauben wollen und alles besser wissen.

Sie denken, die große Luftfahrt wartet nur, bis sie die Schulbank fertig gedrückt haben, ihre Lizenz privat erworben haben und sich dann bewerben. Dann winkt der tolle Job, die große Freiheit und das viele Geld.

Aber was solls. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

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A330taxifahrer 25.03.2014, 19:49
@Pilotflying

Es gab mal vor ein paar Jahren zahlen... Sollen so 5% aller gewesen sein die Loss of License haben...

Ich sag zu IQ immer nur noch "There was a better way to fly"... LH hat die IQ Leute einfach mal verarsch*. Wer weiß was auf den Jährlichen Feiern immer so erzählt wurden schämt sich dafür...

Nicht nur ein paar, es sind jedes Jahr über 600-900.

Ich habe selten so über den Satz mit Freiheit und Geld gelacht. (Achtung Ironie...)

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Hallo,

zuerst einmal solltest Du jetzt keinen Denkfehler machen:

Wenn Du den Test bei LH nicht bestanden hast, kannst Du davon ausgehen, dass Du nirgendwo unterkommst, denn die Auswahltests der Airline sind alle vergleichbar. Du solltest also erst einmal Deine Defizite abbauen.

Bei der Bundeswehr gibt es noch eine Hürde mehr: Die Bw sucht keine Piloten, sondern Offiziere, die auch fliegen! Das ist ein ganz anderer Denkansatz, macht aber Sinn. In erster Linie bist Du Soldat und die Aufgabe eines Soldaten ist es, zu töten, Punkt. Dafür wird er ausgebildet. Von einem Offizier wird natürlich erwartet (und das tue ich als Steuerzahler auch), dass er die Anweisungen der politischen und militärischen Führung umsetzen und auch Untergebenen vermitteln kann. Bist Du eine Führungspersönlichkeit? Warum sollte man Dir ein bewaffnetes Dienstfahrzeug anvertrauen?

Kommen wir zur allgemeinen Luftfahrt. Hier ist das Problem, dass es praktisch keine Commuter- oder Air-Taxi-Gesellschaft gibt, die eine eigene Flugschule besitzt (ich kenne keine, aber das will nichts heißen - vielleicht hat jemand neuere Infos). Darauf folgt, dass Du auf jeden Fall schon mal eine Berufspilotenlizenz (CPL/IR) mitbringen musst. Mit einer CPL darfst Du auch als Kapitän Flugzeuge fliegen, die mit einem Piloten geflogen werden dürfen - im Gegensatz zu Verkehrsflugzeugen, die als MPA mit zwei Piloten geflogen werden müssen.

Eine CPL bieten so gut wie alle Flugschulen an (eine Liste gibts beim LBA). Die Ausbildung beinhaltet Theorie und Praxis für die CPL und auch - gegen zusätzliche Gebühr - die ATPL-Theorie (die musst Du aber dafür nicht unbedingt machen; das hängt aber auch von den Anforderungen des zukünftigen Arbeitgebers ab).

Daraus folgen einige Probleme:

1) Du brauchst ein Typerating für ein Muster, dass viele potentielle Arbeitgeber in ihrer Flotte haben. Eine Embraer eingetragen haben, hilft Dir nicht, wenn der AG eine Cessna Citation fliegt.

2) Bietet der AG die Verlängerungschecks innerhalb der Firma an, beteiligt er sich an den Kosten oder übernimmt sie (wie es bei den Major-Airlines der Fall ist)?

3) Wie erhältst Du Dein eingetragenes Typerating? Das ist ja nur für ein Jahr gültig und muss immer innerhalb von 90 Tagen vor Ablauf erneuert werden. Und Du musst alle 90 Tage immer mindestens 3 Starts und Landungen nachweisen.

Die meisten Firmen verlangen darüber hinaus mindestens den Nachweis einer dreistelligen Zahl von Flugstunden.

4) Falls Du die Ausbildung mit ATPL-Theorie machst, wird die als ATTC (ATPL Theory Credit) in die Lizenz eingetragen. ATTC ist 7 Jahre gültig. Machst Du aber die praktische Prüfung - den ATPL-Check - nicht innerhalb dieser Zeit, verfällt die Theorie und Du musst diesen Kurs noch einmal belegen. Das wäre bei rund 15.000 Fragen und einer Testzeit von 2 bis 3 Tagen nicht zielführend (laut LBA findet aber zumindest an Wochenenden und Feiertagen keine Prüfung statt ;-)

Der Erhalt des Medicals der Klasse 1 (ist ja auch nur ein Jahr gültig und muss/darf nur innerhalb von 45 Tagen vor Ablauf erneuert werden) ist da das kleinste Problem.

Du solltest also sehr genau - und realistisch - überlegen, ob Du nach einer Ablehnung durch LH für den Pilotenjob überhaupt geeignet bist.

Und wie immer: Wer hier bei GF kann Dir schon eine Berufsberatung geben? Eigeninitiative ist gefragt!

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Galaxy5 23.03.2014, 19:00

Alter bist du hier um mich runterzuziehen???Was isn los mit euch allen???Jede Person die den Weg ins Cockpit sich sehnlichst wünscht kriegt zur Antwort, dass man dieses Ziel in die Mülltonne werfen kann. Ja genau eher werde ich Amerikas Präsident als Pilot/in bei irgendeiner verkkten Airline oder sonst wo!! Was glaubt ihr denn wie all diese Piloten bei den Fluggesellschaften oder bei der Bundeswehr da rein gekommen sind?? Mal gefragt und dann waren sie drin??Und nur weil ich die Lufthansa nicht gepackt habe heißt es noch lange nichts mach dir da mal keine Sorgen!!Boah meine Free ich will nix anderes als zu wissen welche Möglichkeiten ins Cockpit sich für mich anbieten und das genau verlange ich dann auch und keine Weismachungen das alles fürn A***h ist!Und was die Bundeswehr betrifft: ich habe nix gegen eine Offizierslaufbahn, um hinter im Flieger zu sitzen tue ich alles. Ich möchte nur wissen wie ich mich bewerben kann und wie empfehlenswert das ist dort seinen Weg einzuschlagen und nicht das ich Leute töten muss. Und noch einmal: ICH WILL NUR RATSCHLÄGE HABEN, DIE MIR BEI MEINEM TRAUM INS COCKPIT VERHELFEN! DAS HEIßT, AM BESTEN VON LEUTEN DIE SICH DAMIT AUSKENNEN UND MIR NUR WEITERHELFEN WOLLEN UND NICHT DAVON ABRATEN!

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Luftkutscher 23.03.2014, 19:34
@Galaxy5

Weshalb bist Du denn so ungehalten? Rudim hat Dir doch nur aufgezeigt, auf was Du alles achten musst, wenn Du ins Cockpit möchtest. Rudim hat ja lang genug bei einer Airline gearbeitet, um zu wissen, worauf es ankommt. Tatsächlich fordern nahezu alle Airlines die gleichen Kriterien, was die Bewerberauswahl betrifft u die Bundeswehr legt sogar noch ein paar Hürden extra drauf. Selbst kleinere Luftfahrtunternehmen lesen ihre künftigen Mitarbeiter gründlich aus. Solltest Du nicht ins Unternehmen passen, dann nützt Dir auch eine ATPL nichts.

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Galaxy5 23.03.2014, 19:49
@Luftkutscher

Hör mal zu man hört nichts anderes als "das und das musst du beachten" , "aber du wirst es nie schaffen", "du kannst das vergessen" und "die Aussichten sind voll schlecht". Weißt du wie sich sowas anfühlt? Ich möchte nicht wissen worauf zu achten, wie bereits gesagt ich habe bereits alles Negative gelesen und möchte nur noch Hilfe und Rat bei der Erfüllung meines Traums. Echt..wenn man Foren durchstöbert, dann bleibt die Frage immer hängen: Ich frage mich, wie alle Piloten dieser Welt ihr Ziel erreicht haben...sicherlich sind sie aus dem Himmel direkt ins Cockpit geflogen. Und was die Lufthansa betrifft: Ich hab's nur knapp verfehlt. Ich habe zum ersten Mal so etwas durchgezogen und natürlich war da noch die Aufregung vorhanden. Zudem nimmt die Lufthansa nur wenige von vielen Bewerbern an, das ist bei anderen Airlines nicht so, da liegen die Chancen höher. Ich will nur wissen: lohnt es sich eine Flugschule zu besuchen und dann sich bei allemöglichen Airlines, auch international, zu bewerben (ich meine es gibt soo viele Airlines und viele gehen nach dem ReadyEntry Prinzip) oder ist es vielleicht auch was tolles das bei der Bundeswehr durchzuziehen, ich meine das kann doch auch interessant werden. Uff..mehr verlange ich doch gar nicht. Und tut mir Leid wegen meinem Verhalten, ich war vorhin einfach nur am Ende und habe vor dem Denken gehandelt.

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Luftkutscher 23.03.2014, 20:18
@Galaxy5

Wenn Du das Medical bekommst, die Finanzierung hinbekommst und die Ausbildung schaffst, dann steht einem Job als Pilot im Prinzip nicht mehr viel im Wege. Problematisch ist möglicherweise der DLR-Test. Hast Du den versiebt, wirst Du kaum eine Airline finden, die Dich einstellt. Ein weiteres Problem ist die Bezahlung, den kleinere Luftfahrtunternehmen einem frischgebackenen Piloten zahlen. Das reicht oftmals kaum zum Leben. Die Entscheidung zu diesem Berufsweg mit dem hohen finanziellen Risiko aufgrund der Vorleistung kann Dir jedoch keiner abnehmen. Ausserdem kann der Job langweilig sein und aufgrund der unregelmässigen Arbeitszeiten auch nicht immer angenehm sein. Mir selbst war die Fliegerei auf Dauer nicht anspruchsvoll genug.

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Galaxy5 23.03.2014, 20:44
@Luftkutscher

Kann es denn all zu problematisch sein? Ich meine, die Lufthansa sucht sehr wenige von vielen, du bist damit noch lange nicht schlecht wenn die Lufthansa dich nicht annimmt. Also das schließe ich ehrlich gesagt aus. Und zu den Luftfahrtunternehmen, ich meine, es gibt doch so viele Airlines, für die ich mich bewerben könnte, und die auch keine kleinen Unternehmen sind. So viele Airlines bieten sich doch an. Und zu der Langeweile und zum Alltag: ist ja geschmackssache und kein Problem für mich, aber das ist mir auch gerade nicht wichtig. Findest du dann ein duales Studium welches Pilotenausbildung und Luft-und Raumfahrtstudium empfehlenswerter? Falls ich gerade kein Glück bei der Pilotenkarriere habe, dann kann ich mich wenigstens in der Ingeneurswissenschaft betätigen. Ich finde das klingt sehr angenehm.

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rudim1950 24.03.2014, 07:38
@Galaxy5

Hi, danke für die Info. Warum wirst Du so ausfallend? Damit lieferst Du ja gerade den Beweis zur Bestätigung der Einschätzung von DLR und LH, dass die Zahl der jugendlichen A ... r immer noch zunimmt (dieses Statement kam von einem Flugkapitän, der auch Mitglied der Auswahlkommission ist).

Nicht umsonst hat sich die Durchfallerquote in den letzten 10 Jahren so gut wie verdoppelt; dafür muss es ja einen Grund geben.

Offensichtlich hast Du meine Antwort nicht richtig gelesen. Es geht nicht darum, jemanden runterzuziehen, sondern die Schwierigkeiten aufzuzeigen. Niemand hindert Dich daran, trotzdem viel Geld für eine private Schulung auszugeben mit dem Risiko, anschließend auf dem Arbeitsmarkt - mangels Flugerfahrung - nicht vermittelbar zu sein.

Aber ... und das hast Du leider nicht verstanden: DLR und LH haben 60 Jahre Erfahrung in der Pilotenauswahl. Und diese Auswahl erfolgt nicht nach Nasenfaktor, sondern durch wissenschaftlich anerkannte, immer wieder den neuesten Erkenntnissen der Flugmedizin, Psychologie und Arbeitsorganisation angepasste Tests.

Was kann ich dafür, dass die Jugendlichen heutzutage ichzentriert sind, kleine Egoisten, die nur eine große Klappe haben? Jugendliche, die stellenweise nicht mehr räumlich sehen können? Jugendliche, die Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung, mit dem logischen Denken haben?

Nein, nein, egal, ob Air Berlin, LH, British Airways oder SWISS: Alle Eignungsuntersuchungen liegen auf dem gleich hohen Level. Und wenn Du "fertiger" Pilot bist und Dich dann bei einer Airline bewirbst, musst Du den Test trotzdem bestehen und auch noch ein Simulatorscreening überstehen. Eine Bewerbung als "RE" (Ready Entry) ist also unter Umständen noch schwieriger.

Außerdem leben wir nicht in einer Diktatur oder bist Du mit Kim Jong Un verwandt?

"ICH WILL NUR RATSCHLÄGE HABEN, DIE MIR BEI MEINEM TRAUM INS COCKPIT VERHELFEN! DAS HEIßT, AM BESTEN VON LEUTEN DIE SICH DAMIT AUSKENNEN UND MIR NUR WEITERHELFEN WOLLEN UND NICHT DAVON ABRATEN!"

Aha, dass lässt tief blicken! Jetzt weiß ich auch, warum Du nicht genommen wurdest. Aber tröste Dich. Konfuzius sagt: "Wer mich lobt, ist mein Feind, wer mich tadelt, ist mein Lehrer."

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JaSteR 24.03.2014, 16:50
@rudim1950

Richtig, der entscheidende Punkt ist dass er die LH BU auch als ready entry bestehen muss. Die SWISS hat aber einen höheren Anteil an Bewerbern die die Tests bestehen ;) An den Fragensteller: Versteife dich nicht auf eine Cockpitkarriere, denn es gehört auch viel Glück dazu.

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Tilmo2 31.07.2017, 21:23
@rudim1950

Insgesamt muss ich Dir recht geben, dass der Fragensteller mit seiner Antwort gezeigt hat woran es beim DLR gelegen haben könnte.

Ich möchte Dir dennoch in einem Punkt widersprechen:

Nur weil man bei der LH durchgefallen ist, heißt es nicht dass man unfähig ist ein guter Pilot zu werden oder per se von anderen Airlines abgelehnt wird. Ich kenne einige Leute, die bei der LH abgelehnt wurden und jetzt glücklich bei der schweizer Konzerntochter fliegen. Oder sogar Ab-Initio abgelehnt wurden und dann zwei Jahre später als Ready-Entry einsteigen konnten.

Auch der DLR Test ist kein Hexenwerk sondern erfordert neben Talent, sehr guter Vorbereitung auch ne gute Portion Glück.

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Nun, am schnellsten bist Du im Cockpit, wenn Du Dir nach dem Flugschein einen Businessjet anschaffst. Das bringt Dir nur Vorteile, denn Du bestimmst Dein Einkommen, Deine Arbeitszeit und Deine Fluggäste.

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Hallo,

versuche es bei der Swiss und LH-Normal (ohne ILST).

Wenn du gewillt bist Soldat, der auch Pilot ist, zu sein ist die Luftwaffe das richtige für dich.

In der G/A (General Aviation und dazu gehören auch BizJets) gibt es viele Freelancer. Auch ist es ein Kompliment einige dieser Buden einen Saftladen zu kennen. Eine relativ bekannte G/A Firma in Norddeutschland hat letztes Jahr 16800€ Brutto gezahlt. Nicht im Monat, nein im Jahr.

Deine Einstellung: "Der Weg ins Cockpit ist mein Traum und dafür tue ich alles. Trotzdem ist mir wichtig, dass mir dieser Weg auch gesichert ist." ist zwar Prinzipiell ok, übertreiben sollte man sie nicht. Zu viele haben sich auf die Schnau** gepackt.

Ich rate dir, das Berufsbild dir nochmal genau anzuschauen. Versuche es mal bei der DFS. Da kriegst du einen tollen Arbeitgeber. Auf dem Jump Seat fliegen darfst du als Fluglotse auch. 80% meiner Kollegen würden die gleiche Karriere heute nicht mehr machen. Bei der LH fliegen immer mehr Leute Teilzeit. Warum wohl.

Bei der LH sind Arbeitsbedingungen vergleichsweise gut. Hast du mal was von Buden wie Germania gehört? Google mal Pay to Fly. Dann weißt du was abgeht. Spreche mal mit einem der 1900 von 12000 Arbeitslosen ATPLer.

Überlegs dir nochmal. Lieber privat Fliegen. Macht mehr Spass.

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Das ist im Prinzip sehr einfach: Du besorgst Dir das Medical, investierst über 100.000 Euro und schulst an einer privaten Flugschule. Nach Erwerb der ATPL (es reicht ggf. auch CPL/ IFR) bewirbst Du Dich bei diversen Luftfahrtunternehmen. Irgendwann wirst Du schon einen Job in der Fliegerei finden. Der Job wird zwar anfangs nicht gut bezahlt sein, aber Du kannst dabei fliegerische Erfahrung sammeln und irgendwann einen besser bezahlten Job finden.

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Tut mir leid dass du es nicht geschafft hast. Wieso schließt du Airlines aus? Ich würde es noch bei der SWISS versuchen, dort hast du eine größere Erfolgschance als bei der LH. Mit der Bundeswehr ist es nicht ganz so einfach. Auch deren (strenge) Anforderungen gilt es zu erfüllen. Zudem verpflichtest du dich für 10 Jahre (bin mir nicht mehr ganz sicher). Für die CPL-Lizenz musst du ebenfalls auf eigenes Risiko eine Flugschule besuchen. Die CPL ist nur billiger als die ATPL. Generell wird dir aber in der jetzigen Marktlage jeder von einer privat finanzierten Ausbildung abraten. Ich empfehle dir dich dem SWISS Auswahlverfahren zu stellen.

Viel Erfolg!

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Galaxy5 23.03.2014, 18:17

Bei der Bundeswehr ist es doch sehr sicher so viel ich weiß, und was die Pilotenausbildung betrifft...auf eigenes Risiko? Das erledigen doch die und nicht ich.

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