Weg ins Medizinstudium mit diesen Gegebenheiten?

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2 Antworten

Ich muss sagen, du hast dir das alles eigentlich schon sehr gut überlegt und die Möglichkeiten abgewogen, so dass man objektiv kaum noch etwas dazu sagen kann.

Das Problem beim Zweitstudium ist, wie du schon richtig gesagt hast, dass dafür in der Regel besondere Gründe glaubhaft geltend gemacht werden müssen. Ich glaube aber, dass dies fast noch das kleinere Problem gegenüber der Problematik ist, dass du während des Erststudiums keine Wartesemester sammelst und damit bei einer Bewerbung für Medizin im Prinzip da bist, wo du jetzt auch stehst. Nur eben mit einem Bachelor in Informatik.

Wenn du wirklich unbedingt Medizin studiern willst, dann würde ich dir empfehlen, erst das zu erreichen zu versuchen, als erstmal was anderes studieren. Ich glaube nämlich, dass man sich nach drei Jahren in einer völlig anderen Fachkultur und jeder Menge investierter Anstrengung, Zeit und Geld kaum noch motivieren kann, nochmal in einem anderen Bereich von 0 anzufangen.

Von daher: Mach auf jeden Fall den TMS-Test, der fließt bei manchen Unis zu 49% neben der Abi-Note in das Auswahlverfahren ein. Außerdem könntest du wirklich über eine fachverwandte Ausbildung nachdenken, um deine Chancen zu verbessern und Wartesemester zu sammeln oder zumindest erstmal einen Bufdi oder ein FSJ machen.

(Hier mal als Beispiel die Kriterien in Mainz, die sich aber an anderen Unis ganz ähnlich darstellen: http://www.studium.uni-mainz.de/bewerbungsverfahren-fuer-medizin/)

Was ich damit sagen will: Die Entscheidung, wie viel du investieren willst und was du an Zeit zu riskieren bereit bist, um deinen Wunschstudiengang zu erlangen, kann dir leider niemand abnehmen. Du bist gut informiert und scheinst zu wissen, worauf es ankommt.

Meiner Meinung nach solltest du den TMS-Test machen und wenn der nur mittelmäßig ausfällt, dich auf ein anderes Fachgebiet konzentrieren, statt noch Jahre für einen unsicheren Studienplatz zu investieren. Das ist aber nur meine ganz persönliche Sichtweise.

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Ich kenne allein zwei Leute, die Medizin als Zweitstudium absolviert haben und heute als Ärzte arbeiten.

Eine gute Begründung lässt sich also finden.

Was mich ein wenig irritiert ist die Tatsache, dass du dich für zwei so unterschiedliche Bereiche interessierst. Informatik und Medizin haben jetzt nicht so wirklich viel gemeinsam.

Kannst du dir wirklich vorstellen, später als Arzt zu arbeiten?

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Kommentar von LaggyMcLaglag
18.09.2016, 05:32

Naja, ich habe halt sehr gestreute Interessen. Medizin war schon immer mein Traumstudium und Arzt will ich werden, seit ich denken kann. Hab auch schon Praktika im KH abgeschlossen. 

Dass das bei denen Kollegen geklappt hat, beruhigt mich erstmal ungemein. :)

Nur ist es so, das man als Zweiti eine gewisse Punktzahl, die aus der Abschlussnote des Erststudiums und einer Begründung berechnet wird, braucht um an einen Studienplatz zu kommen und die vorausgesetzte Mindestpunktzahl war wohl in den letzten Jahren sehr hoch.

Wenn du noch Kontakt zu deinen Kollegen hast, wäre ich überaus dankbar, wenn du den "Erfolgsweg" noch mal schildern könntest :)

Vielen Dank!

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