Wechseln von IST- zu SOLL-Versteuerung

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4 Antworten

Da die Versteuerung nach vereinbarten Entgelten eigentlich der Normalfall und die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten die Ausnahme ist, kannst Du wechseln, allerdings wohl erst ab 2012.

Zur Frage nach dem Wechsel von Quartals- auf Jahreszahler sagt § 18 Abs. Umsatzsteuergesetz:

Voranmeldungszeitraum ist das Kalendervierteljahr. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 7 500 Euro, ist der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum. Beträgt die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 1 000 Euro, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Verpflichtung zur Abgabe der Voranmeldungen und Entrichtung der Vorauszahlungen befreien.

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In meinen Augen ist das kein Beratungsfehler, sondern nur Ihrerseits ein Verständnisfehler!

Die von Ihnen genannte IST-Versteuerung ist die versteuerung nach vereinnahmten Entgelten d.h. nur nach dem, was auf Ihrem Konto eingegangen ist und NICHT das, was in Rechnung gestellt wurde, das wäre die SOLL-Versteuerung, also vereinbarte Entgelte. Gesetzlich vorgeschrieben ist diese letzterwähnte SOLL-Versteuerung (§16(1)S.1 UStG "Die Steuer ist, soweit nicht § 20 gilt, nach vereinbarten Entgelten zu berechnen.") Auf Antrag kann die IST-Versteuerung gewählt werden (dabei sind die Grenzen des §20 UStG zu beachten)

Die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung ist gesetzlich vorgegeben und beträgt in den ersten zwei Jahren monatlich, daher hat der Steuerberater dies richtig wiedergegeben. (§18(2)S.4 UStG "Nimmt der Unternehmer seine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit auf, ist im laufenden und folgenden Kalenderjahr Voranmeldungszeitraum der Kalendermonat.")

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IST- und SOLL-Versteuerung bezieht sich übrigens nur auf die Umsatz-/Mehwertsteuer.

Die Ist-Besteuerung ist für kleine Unternehmen m. E. sinnvoller: Man zahlt erst Steuer, wenn das Geld wirklich reingekommen ist. Warum für etwas Steuer zahlen, was man noch nicht bekommen hat?

Ich einigte mich zum Glück auf 1/4 jährlich

Meinst Du damit Umsatzsteuervoranmeldungen oder Einkommensteuervorauszahlungen?

Umsatzsteuervoranmeldungen finden in den ersten beiden Jahren monatlich statt. Danach richtet sich der Zeitraum (monatlich, 1/4-jährlich oder jährlich) nach der Höhe der Umsatzsteuer des Vorjahres.

Einkommensteuervorauszahlungen werden vom Finanzamt festgelegt.

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Ich verstehe dein Problem mit der Ist-Versteuerung nicht. Du siehst doch auf dem Kontoauszug bzw. in der Kasse, was bezahlt wurde und nur dafür führst du USt ab. Wo ist da das Problem?

Der Anmeldungszeitraum ist gesetzl. vorgeschrieben und hängt von der Jahressteuerlast ab.

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