Wechseln des Kundenberaters beim AA

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3 Antworten

Einen Rechtsanspruch auf Wechsel der Kundenberatung besteht nicht, aber im Regelfall wird dem auf schriftlichen Wunsch stattgegeben. Also ohne viel Begründung formlos einen Antrag stellen.

Was ist mit gleichheitsprinzip. Kann ich das anfechten, dass zum Beispiel Meine Mama arbeiten geschickt werden soll und die anderen nicht?

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@Schimme

Zunächst bedanke ich mich für den „Stern“

Könnte man u.a. erwähnen, warum hier unterschiedliche Behandlungen vorgenommen werden.

Vielleicht hat ja auch die Sachbearbeiterin was gegen deine Mutter und aus dieser Besorgnis der Befangenheit wäre auch ein Sachbearbeiterwechsel begründet. (§ 17 SGB X)

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Die Sachbearbeiterin wird argumentieren, dass deine Mutter sich an die Arbeitsbelastung gewöhnen soll. Das ist nachvollziehbar. Wenn sie sich weigert, muss sie mit Kürzung oder Streichung ihrer Bezüge rechnen.

Das Problem ist das die Kundenberater meistens nach Buchstabengruppen zuständig sind.

Ein Wechsel ist daher schwierig. Denn dann hätte jeder Kundenberater Personen mit den Namen von A bis Z. Und in diesem Fall wird es dann schwierig mit der Kontrolle von Vorgängen. Mit Archivierung der Akten. Mit anderen Zuständigkeiten.

Deine Mama kann nur eins versuchen. Sie kann ihrer Kundenberaterin sagen sie beruft sich auf das "AGG" (Allgemeines Gleichbehandlungs Gesetz).

Nach diesem Gesetz darf sie gegenüber anderen nicht benachteiligt werden.

Danke das hört sich sehr hilfreich an. Was ist genau damit gemeint "Nach diesem Gesetzt darf sie gegenüber anderen nicht benachteiligt werden" Ist das bezogen auf den Wunsch die Kundeberaterin zu wechseln oder darauf, dass Sie nebenbei arbeigen gehen geschickt wir und die anderen nicht?

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@Schimme

Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt

hier unmittelbare Benachteiligung (§ 3 Abs. 1 AGG): weniger günstige Behandlung einer Person gegenüber einer anderen in einer vergleichbaren Situation

http://bundesrecht.juris.de/agg/__3.html

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@helmutgerke

Seit kurzem sind die Vermittler wieder nach Berufspaten aufgeteielt. Aber das macht ja keinen Unterschied.

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@Schimme

Mit dem AGG meine ich:

Man darf nicht deine Mutter benachteiligen und zusätzlich arbeiten schicken, wenn andere Teilnehmer des Kurses nicht arbeiten müssen.

Und daher soll sich deine Mutter mit dieser Begründung zur Wehr setzen.

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@MichaelSelm

Jeder Leistungsfall ist individuell zu betrachten. Was mit den anderen Teilnehmern ist, interessiert in diesem Zusammenhang überhaupt nicht.

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@DerHans

Du hast Recht jeder Leistungsfall ist anders.

Trotzdem hat der Sachberabeiter das AGG zu beachten. Dies ist nämlich unabhängig von der Individualität des Leistungsfalles,sehr wohl zu berücksichtigen.

Und wenn der Sachbeasrbeiter darauf aufmerksam gemacht wird und dies nicht plausibel erläutern kann. Muss er sich eben darauf einstellen das seine Entscheidung von dritter, und ggf vierter Seite überprüft wird.

Mehr wollte ich damit nicht zum Ausdruck bringen. Der Sachbearbeiter ist nämlich nicht autark und der jenige der selbstherrlich eine abschließende Entscheidung trifft.

Ausserdem ist die Feststellung der Fragestellerin hier: Warum hat die erste Sachbearbeiterin anders entschieden. Und die neue Sachbearbeiterin trifft nun eine andere Entscheidung.

Nur weil zwei Sachbearbeiter wechseln, können vorherige Entscheidungen nicht rückgängig gemacht werden. Das ist eine Sache.

Und als zweites kommt dann hinzu das eben andere Kursteilnehmer nicht arbeiten müssen.

Es geht also nicht um die Individualität des Leistungsfalls.

Und daher ist es hier ohne weiteres gegeben die Sache überprüfen zu lassen. Denn letztendlich hat die Behörde dem Antragsteller erschöpfend Auskunft zu geben.

Die vermeintliche Einstellung mancher Sachbearbeiter "Ich entscheide und du hast das hin zu nehmen", geht vollkommen fehl.

Sachbearbeiter sind keine Entscheidungsträger die abschließend entscheiden. Sie sind lediglich Bearbeiter einer Sache. Darum werden sie ja auch so benannt.

Und Sachbearbeitern die der Meinung sind sie können das anders handhaben, sage ich immer:

Populanten von transparenten Domizilen sollen mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen.

Die meisten stehen dann auf dem Schlauch. Und schauen etwas dumm aus der Wäsche. Aber ich übersetze ihnen dann den Satz und sage:

Das bedeutet: Wer im Glashaus ist, sollte nicht mit Steinen werfen.

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