Wechsel nach Montessori ins normale Schulsystem?

4 Antworten

Hallo neram, natürlich wird auch in der Grundschule der Montessoristil weitergeführt und die Kinder sind auch leistungsorientiert. Das Problem liegt in unserem allg. Schulsystem. MontessoriKinder haben es oft nach der 4. Klasse besonders schwer, weil sie sich darauf umstellen müssen. Dazu kommt, dass in der normalen Schule den Kindern Wissen vorgesetzt wird und es geht nach dem Motto - friss Vogel oder stirb-. Leider lassen sie den Kindern keine Luft und wenn die Kinder das nicht von Anfang an gewöhnt sind, bleiben viele auf der Strecke.Versteh mich bitte aber nicht falsch - es liegt keinesfalls an der Montessorischule, sondern an unserem allg. Bildungssystem. Leider!

Hierzu habe ich gleich noch mehr Fragen: 1) Wieso sollten Montessori-Kinder, die ja vom Prinzip her mehr gefordert und gefördert werden sollten mit dem Wissensstandard von anderen Kindern Schwierigkeiten haben? Eigentlich müßten die doch mit den Leistungstest für die weiterführenden Schulen noch viel weniger Probleme haben. Oder? 2) Ist es mit der Montessori-Pädagogik vereinbar, daß man mit den Kindern das normale Schulsystem "trainiert"? 3) Viele von den Standard-Schulen übernehmen doch Teile aus der Montessori-Pädagogik. Wieso ist das dann so schwer miteinander vereinbar?

0
@neram

Liebe neram, es ist schwerer vereinbar, als Du Dir vorstellen kannst. Natürlich werden Montessori-Kinder sehr gut gefordert und haben einen sehr guten Wissensstand. Darin liegt auch nicht das Problem. Die Probleme entstehen, weil die Kinder in den"normalen" Schulen das Wissen vorgesetzt bekommen und keiner Rücksicht nimmt, ob sie es auch wirklich verinnerlicht haben. Sicher werden einige Lehrer langsam munter und übernehmen Elemente aus Montessori oder Reggio, leider sind es aber immer noch zu wenige, um sich durchsetzen zu können. Montessori und Reggio nehmen den Leistungsdruck von den Kindern und fordern und fördern nach dem kindlichen Leistungsvermögen. Also leistungsschwachen Kindern wird mehr Zeit zugestanden und auch Wiederholungen, während leistungsstarke Kinder teilweise völlig andere Aufgaben haben und was ich sehr wichtig finde "sie müssen je nach Aufgabenstellung, sich einen Lösungsweg erarbeiten." All dies ist in den normalen Schulen nicht der Fall, sondern die Kinder werden in 90% der Fälle gleich gesetzt und stehen dadurch unter hohem Leistungsdruck, den die einen nicht gewachsen sind und die anderen langweilen sich.

0
@Kolumna

2.Teil:Wenn Du Deine Kinder in einenormale Schule einschulst, gibt es kaum Probleme. Man muss dann nur die normalen Kontrollen der HA,o.ä. mit den Kindern machen, wie bei anderen 6-7jährigen.Sie wachsen in das Schulsystem rein. Problematischer ist es bei den anderen Übergängen. Dann sollten dieKinder schon auf den Wechsel vorbereitet werden, da es für sie unverständlich ist, wieso jetzt plötzlich ein völlig anderer Lernstil verlangt wird. Du schreibst, viele Schulen übernehmen doch schon... Das mag von außen Betrachtet so aussehen, aber innerhalb tobt immer noch ein großer Kampf, weil unsere Ansichten über das Lernen, fordern und fördern der Kinder, nicht geteilt wird. Ich komme auch aus der normalen Pädagogik und bin vor 20 Jahren übergelaufen, doch die Diskussionen bleiben. Es gibt noch immer viele Kollegen, die nicht bereit sind, sich auch nur Ansatzweise damit vertraut zu machen. Wie überall, brauchen solche neuen Ansätze viel Zeit um sich etablieren zu können. Wir sind noch lange nicht so weit. Ich hoffe, dass ich Dir etwas helfen konnte. LG

0

Danke, für den letzten Kommentar! Montessori Kinder sind toll! Sie sind teamfähig, tolerant, können selbständig lernen und arbeiten, sich gut ausdrücken, wissen, was sie brauchen und wo sie Hilfe bekommen und haben in der Regel ein ungeheures Weltwissen, eigentlich alles, was der heutige Arbeitsmarkt fordert und immer sagt, dass die Regelschulabgänger nicht mehr besitzen. Genau weil ihnen Wissen vorgesetzt wird, das sie in sich hineinpumpen und zur Probe wieder ausspucken, super, so "bilden" wir unsere Gesellschaft.

Und zum "lala", bei Montessori ist nichts lala, geh doch bitte mal an eine Montessorischule zum Hospitieren und informiere dich etwas zur Pädagogik bevor du über etwas sprichst, dass du nur mal gehört hast.

Dazu noch zwei Dinge: Erstens. Montessorikindern wird sehr wohl Leistung abverlangt nur eben nicht mit schnell schnell und auf Note, sondern auf tatsächliches Wissen und manche Schulen haben auch durchaus eine Übertrittsvorbereitung. Und Kinder, die die Empfehlung haben für eine andere Schule schaffen es dort auch, und wenn für manche die Umstellung schwer ist, so haben sie in der Regel durch ihren Wissenvorsprung genug Zeit sich umzugewöhnen ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Und der soziale Umgang ist definitiv nicht ihr Prolem! Zweitens: Weils auch gern in eine Topf geschmissen wird: Montessori ist nicht Waldorf, das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Und zu aktuellen schulpolitischen Themen wie Integration oder Einbezug neuer Erkenntnisse aus der Hirnforschung, macht Montessori schon seit Jahrzehnten erfolgreich (!!!) macht euch mal schlau.

Hallo! Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung sprechen. Ich habe vor ca. 20 Jahren eine Montesori-VS besucht und nach 4 Jahren in ein ganz normales Gymnasium gewechselt. Es war für mich nie ein Problem, ich hab eben gern und selbständig gelernt. Meine Eltern meinen immer ich hätte sehr davon profitiert und das glaube ich auch. Ich hab all meine Lernziel schnell und ohne Probleme erreicht. Ich bin nun selbst als Montessoripädagogin tätig und auch meine Kinder werden eine Montessorischule besuchen. Alles Liebe

Ist jemand von euch auf der Montessori Schule in Hannover?

Ich überlege auf die Montessori Schule in Hannover (Südstadt) zu wechseln. Hat da jemand Erfahrungen mit gemacht? Danke im Vorraus

...zur Frage

Wie findet ihr das Deutsche Schulsystem an Gymnasien?

Hallo erstmal, Ich sitze hier gerade in der Schule mit Freunden und reden über das Deutsche Schulsystem, und mich würde mal interessieren wie ihr das Deutsche Schulsystem findet? =) MFG TheReey

...zur Frage

Montessori-Diplom trotz Bedenken?

Hallo Leute,

ich arbeite als Erzieher in einer Kita und habe ein Montessori-Problem! Der Träger meiner Einrichtung verlangt von mir, dass ich einen zweijährigen Montessori-Diplom-Kurs absolviere. Nun, ich finde die Montessori-Materialien an sich auch sehr schön und biete sie den Kindern auch gerne zum spielen/arbeiten an. Ich würde auch sehr gerne den "korrekten" Umgang mit diesen Materialien erlernen (Einführungen, Wortlektionen etc) oder eigene Materialien herstellen können.

ABER: als gläubiger Christ sehe ich die Philosophie und diverse Glaubensüberzeugungen Montessoris doch sehr kritisch. Zum Beispiel halte ich an der christlich-lutherischen "Lehre von der Erbsünde" unbeirrbar fest - eine Lehre, die jedoch in vollem Gegensatz zur Pädagogik Montessoris steht! Hinzu kommt Montessoris Nähe zur "Theosophischen Gesellschaft" bzw. mittlerweile gilt es wohl auch als wissenschaftlich nachgewiesen, dass Montessori bereits seit 1899 Mitglied der Theosophischen Gesellschaft war, auch wenn sie sich selbst niemals öffentlich dazu bekannte. Je mehr ich mich aber mit Montessori auseinandersetze, desto stärker bemerke ich auch den Einfluss der Theosophie auf ihre Person und Pädagogik. Allerdings steht die Theosophie im krassen Gegensatz zur Bibel und zum lutherischem Bekenntnis und wird daher auch von mir gänzlich abgelehnt.

Hinzu kommt das Gespräch, dass ich bereits mit einem anerkannten Montessori-Dozenten hatte. Nicht nur, dass er auf mich sehr stur und fast schon sektiererisch wirkte, sondern er erklärte mir auch, ich müsse darauf achten, dass die Kinder in meiner Kita alle "geerdet" wären. Er meinte, nur so könnten die "Energien der Kinder richtig fließen und eine Verbundenheit zur Erde erhalten" und wir alle wären ja "Kinder der Erde". Meine ganz ehrliche Meinung dazu: Wenn das tatsächlich Montessoris Lehre ist, dann hat das alles in meinen Augen mehr mit Esoterik zu tun als mit Wissenschaft.

Zwar kennt Montessori auch so etwas wie "religiöse Erziehung", doch versteht Montessori diese eher "kontemplativ" und weniger unter den Gesichtspunkten einer "gesunden Katechese".

Um es kurz zu machen: Ich habe ein ehrliches Interesse an dem Diplomkurs, aber dennoch Bedenken in einigen weltanschaulichen Punkten. Daher nun meine Frage an Euch:

Würdet Ihr es mir raten, den Diplomkurs in Angriff zu nehmen - auch dann, wenn ich Maria Montessoris (theosophische) Weltsicht konsequent ablehnen und mein christlich-lutherisches Weltbild in jedem Falle behalten würde? Kann ich mit den "Montessori-Materialien" arbeiten, auch ohne die (offensichtlich esoterisch geprägte) Weltsicht Montessoris übernehmen zu müssen? Oder sollte ich mir einfach eine neue Arbeitsstelle suchen?

Vielen Dank schonmal für Euren Rat!!

...zur Frage

Eure Meinung zum Schulsystem?

Wollte mal eure Meinung zum Schulsystem wissen. Ich(16/m) schreibe nämlich füür die Schule ein Buch!

...zur Frage

Fragen zur Montessori-Pädagogik :-)

  1. Hat das Kind nach Montessori eine deviate sowie normale Natur von der Geburt an, oder kann sich eine deviate Natur in der Entwicklung ausprägen?
  2. Man sagt die Montessori-Pädagogik ist im Gegensatz zur Reggio-Pädagogik unveränderbar. Aber in wie weit? Weil ich gelesen habe, dass Lehrer und Eltern zusammen neue Entwicklungsmaterialien entwerfen, auch das Einbringen von Medien z.B. Computer ist doch auch neu? Versteh ich nicht so ganz..
  3. Maria Montessori sagt, dass Kinder selber entscheiden dürfen, mit was sie lernen möchten. Da frage ich mich, was passiert, wenn das Kind sich nur mit dem beschäftig, was ihm gefällt, also was seine Interessen entspricht.. Und die Sachen, die ihm nicht so liegen gar nicht berührt und lernt?? Ich kann mir schon gut vorstellen, dass der Lehrer, also Beobachter da eingreifen muss, aber dann würde er das Kind ja dazu "zwingen" und das passt ja nicht zu Montessoris Konzept...
  4. Danke an alle die sich Zeit genommen haben um sich das hier durchzulesen, und bereit sind mir zu Helfen :) LG
...zur Frage

Deutsches Schulsystem besser als US-amerikanisches?

Ich lese immer wieder wie sich die Amis über das Schulsystem beschweren. Aber hier interessiert es keinen wirklich, oder es ist schon gut genug. Wo sind zwischen den beiden die Vor- und Nachteile?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?