Wechsel auf Waldorfschule

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es kommt darauf an auf welche schule du gehen möchtest weil es ja unteschiedliche fremdsprachen gibt. an einer lernen sie russisch und ich weis nicht ob das bei der FAR drankommt sonst müsstest du 11 jahre die sprache nachholen aber es kann sein dass su die sprache ja schon kannst(französich :) ) aber ich finde es eine echt gute entscheidung

Hier mal ein Bericht über die Waldorfschule von einem ehemaligen Waldorfschüler selbst : (Teil2)

... Das düstere, bedrohliche Bild, das von der Staatsschule gezeichnet wurde, stellte sich später, als ich nach dem Abi Kontakt zu Staatschülern bekam, als komplettes Zerrbild heraus. Mein Bild bestand aus geknechteten Schülern, die jeden Moment unter dem hohen Leistungs- und Notendruck zerbrechen und Suizid begehen. Das ist natürlich Unfug. Der Unterschied zwischen "denen" und uns bestand, neben der oben erwähnten und vermuteten Tiefsinnigkeit unsererseits vor allem darin, daß die Staatsschüler mehr wußten. Und das ist ein Fakt. In der tat mußte und hat sich die Waldorfschule mittlerweile in vielen Dingen an das Staatschulsystem angenähert. Dinge wie Lehrbücher oder Noten findet man auch an der Waldorfschule vermehrt. Als ich begann, schrieben wir unsere Lehrbücher von der Tafel ab, mit Wachsmalstiften. Wie, bitte, soll man da lernen??? Dinge wie Eurhythmie sind mittlerweile häufig freiwillig. Aber eben noch nicht immer. Bei aller Kritik an der Waldorfschule möchte ich aber jene Berichte, die hin und wieder im Fersehen kursieren, als unwahr und überzogen zurückweisen. Ich bin kein Freund der Waldorfschule und würde meine Kinder auch nicht an eine solche Schule schicken, solange sie an der Staatschule gut mitkommen und das Gymnasium besuchen können (Denn alles darunter halte ich für das Ende des mesnchlichen Geistes!), aber daß wir mit bösen Steinerianischen, ahrimanischen Gedanken zugedeckt worden wären, daß wir grausame Erziehungsmethoden durchlitten hätten, daß wir in einem antisemitischen Elfenwald großgeworden wären, das ist natürlich genauso grober Unfug. Die Waldorfschule ist eine harmlose, etwas weltfremde Einrichtung, die für manche Menschen, die etwas mehr Zeit zum Lernen brauchen, sicherlich die richtige Wahl ist. Für normal entwickelte, schnelle Schüler kann sie aber auch zur Entwicklungsbremse werden. Also, ganz kurz nochmal: Ein Kind ist meiner Ansicht nach zunächst auf der Staatschule besser aufgehoben. Schließlich spielt das Elternhaus bei der Erziehung eine wichtige und elementare Rolle, so daß Dinge, die als positive Folge der Waldorfschule genannt werden könnten, auch durch eine anständige, liebevolle Erziehung im Elternhaus gewährleistet werden kann. Sollte aber die Gefahr bestehen, daß das Kind auf der Staatschule nicht mitkommt, vielleicht tatsächlich dem Druck nicht gewachsne ist, so ist die Waldischule eine probate Alternative. Viele Wechsler kamen von der Staatsschule und blühten im Waldorfsystem auf, wurde ruhiger, ausgeglichener und besser. Für manch einen Waldi war allerdings der Wechsel aufs Gymnasium von großem Segen.

Hier mal eine Bericht über die Waldorfschule von einem ehemaligen Waldorfschüler selbst : (Teil1)

Ich hatte das Glück, meine Schulzeit in den rosa gefärbten Klassenräumen der Waldorfschule verbringen zu dürfen. 13 lange Jahre bekam ich das Waldorfsystem hautnah mit und daher ist es mir ein Anliegen, hier auch einmal kurz darüber zu berichten. Es könnte ja sein, daß Sie Ihr Kind an solch einer Schule anmelden wollen oder sich gefragt haben, wie so Waldis eigentlich drauf sind. Im Laufe der Zeit bin ich immer wieder wilden Spekulationen und Vorurteilen über den Weg gelaufen, denen ich hier gerne ein wenig begegnen möchte. Oft habe ich gehört, man sähe es Waldis an, daß sie nicht auf einer Staatsschule waren. In der Tat habe ich manchmal den Eindruck - bei näherem Hinsehen- Waldorfschüler seien etwas tiefsinniger als Staatsschüler. Das mag trügen, aber ein solches Leistungsdenken wie es an Staatsschulen herrscht, haben wir nicht kennengelernt. Es gehört ja zum Allgemeinwissen, daß an der Waldorfschule Sitzenbleiben und Noten nicht zum festen Bestandteil der Erziehungsmethoden gehören. Ob das gut ist, weiß ich hinwiederum nicht. Mittlerweile an einer Uni studierend kann ich sagen, daß ich mir ein wenig mehr Druck gewünscht hätte. In der Tat ist die Erziehung an der Waldorfschule teils so Druckfrei, daß sie von einem lahmen Dahinplätschern nicht zu unterscheiden ist. Jahrelang läßt man die Kinder Kinder bleiben, bis sie plötzlich vor dem Abitur stehen und sich den Aufgaben der normalen Prüfungen stellen müssen. Daß dann Abischnitte von 3 normal sind, wundert nicht. Denn auch wenn es ein übles Vorurteil sein mag, ich kann es teilweise bestätigen: Die Vermittlung von Wissen spielt an der Waldorfschule, so wie ich es erlebt habe, eine untergeordnete Rolle. Es ist nachgerade peinlich, mit welchen Unkenntnissen man nach den 13 Jahren entlassen wird. Die Lehrer schieben das dann gerne auf den Schüler, doch bei einem Schnitt, ich erwähnte es, von 3 kann das nicht allein an den Schülern liegen. Dinge wie Physik, Chemie, Mathe sind für uns oft Mysterien geblieben, haben sich höchstens einigen wenigen erschlossen. Und von Fremdsprachen anzufangen traue ich mich fast gar nicht. Man stelle sich vor: von der ersten Klassen an hat man Englisch und Französisch (manchmal auch Russisch). Bis zum Abschluß ändert sich dann jedoch rein vom Können her nicht mehr viel, das Wissen, das man in den Sprachen nach 13 Jahren vorzuweisen hat, ist zumeist erbärmlich. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, daß das, was ich kann, ich mir großteils selbst beigebracht habe. Hinzu kommt ein oft schlecht qualifiziertes Lehrerpersonal. Ich selbst hatte es sicherlich mit Extremen zu tun, menschlichen und pädagogischen Totalausfällen, sozusagen. Häufig sind es auf der Anthroschiene hängengebliebene Individuen von denen man den Eindruck hat, sie schwebten leicht über der Erde. Gerade habe ich mir wieder die Qualifikationen einiger Lehrer angeschaut. Da werden dann Leute, die in ihrem Leben nichts anderes gemacht haben als hier mal ein wenig zu schreinern, da ein paar Schafe zu hüten, da in einer Behindertenwerkstatt gesungen zu haben, als Klassenlehrer für acht Jahre auf Schüler losgelassen. Wohlgemerkt sollen sie von diesem Lehrer Dinge wie Englisch, Physik etc.,. lernen. Kunst und Kokolores kamen wider Erwarten ebenfalls kurz. Im nebenstehdnen Gymnasium hingegen entstanden Radio, Theater, Schauspiel AGs, wurden die Schüler gebildet und gefordert. Durch das Fehlen von Noten bei uns hingegen hatte man keine Einschätzung der eigenen Leistung. Am Ende des Jahres bekam man ein geschriebenes Zeugnis mit Wischiwaschitexten, die zu deuten man als kleiner Mensch nicht in der Lage ist. Eine 1, 2, 3, 4 spricht da eine klarere Sprache und ist auch eher in der Lage zu motivieren. Fächer wie Eurhythmie, die von Waldörflern gerne und fanatisch vertreten werden sind meiner Ansicht nach reine Schülerschinderei. Welcher Heranwachsende läßt sich schon gerne in rosa Schleier hüllen und mit Balletschuhen an den Füßen und einem Stock auf dem Kopf durch den Raum jagen. Auch sehe ich den Sinn nicht, Schüler nachmittags zum Webunterricht dazubehalten. Und zwar Weben, nicht etwa Internet web. Denn nur langsam schält sich die Waldorfschule aus ihrer Fortschtrittsfeindlichekit und paßt sich den technischen Neuerungen und veränderten Zeiten an. Zu gerne würden viele im anthroposophischen Elfenbeinturm bleiben, in ihren Gnomenhöhlen und Wurzelhäuschen, fern von der bösen, rauhen Welt da draußen.(Man gehe mal nach Dornach, das Epizentrum der Anthroposophie, die der Waldorferziehung zugrunde liegt, und schaue sich die Häuser der Anthros mal an. das SIND Wurzelhäuser).

@michnicht Ich weiß ja nicht wo Du auf die Schule gegangen bist. Aber das von Dir gezeichnete Bild hat sehr wenig mit der Waldorfschule zu tun.

Einerseits sprichst Du davon, dass die Lehrer an der Waldorfschule schlecht ausgebildet wären, dann, der Schüler würde einen miesen Bildungsstand am Ender der Schulzeit aufweisen. Und schließlich weist Du mich darauf hin, dass an Waldorfschulen deshalb doppelt so viele Abitur-Abgänger als an Regelschulen gäbe, weil der Bildungsstand der Eltern viel höher ist.

Hä???

Nun frage Dich: Bereiten die gebildeten Eltern die Schüler auf das Abitur vor oder sind es die angeblich so schlechten Lehrer?

Ja, richtig. Und Zufall kann es nach so vielen erfolgreichen Jahren ja wohl nicht sein.

Und, i.d.R. haben gebildete Eltern ein gutes Wissen von den Schulsystemen und schicken ihre Kinder sicher nicht auf diese Schule, weil nur Unsinn vermittelt wird.

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@Cantoclass

der lange Beitrag stammt nicht von mir selbst.

ich weiss mich kurz zu fassen ;-)

von mir stammt der Beitrag, daß Schüler, deren Eltern einen höheren Bildungsstand habe, auch besser gefördert wern, also daheim, mit Büchern und durch sinnvolle Aktivitäten. Daher würden solche Kinder auch auf einer "normalen" Schule inmitten von - hey alda was geht ? - Kollegen besser als der Durchschnitt abschneiden.

Gebildete Eltern versuchen oft neue und unkonventionelle Wege für Ihre Nachkommen einzuschlagen, auch wenn es manchmal eben die falschen sind. Sie sind ja keine Pädagogen, ebensowenig wie manche Waldorf-Lehrer ..

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@michnicht

Was soll der Unsinn? Kann man so eine Diskussion führen, wenn hier Seitenfach subjektive Meinung eines Einzelnen, bzw. dritter gepostet wird?

Glaubst Du nicht, es gäbe tausendfach negative Meinungen von Regelschülern im Netz die man dann ebenfalls posten könnte? Vor allem von jenen, die man von der Schule gewiesen hat.

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omg! was die alle schreiben! das meiste quatsch ich war selbst auf einer waldorfschule!!, denn dadurch das dort das meiste in epochen dran kommt gibt es weniger zu lernen--> weniger stress! und in den höheren klassen gibt es kein eurythemie etc. mehr! und AUF WALDORSCHULEN MACHEN nachgewießen MEHR ABITUR ALS AUF EINEN GYMNASIUM!!!!

Wo ist der Nachweis für diese Behauptung?

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@Aldoka01

nachgewiesen schreibt man nicht mit scharfem s ... ob das irgendwas mit dem besuch der waldorfschule seitens der verfasserin zu tun hat ... ? ;-))))

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@Aldoka01

Bei Wikipedia heisst es dazu: "Im Jahre 2006 erhielten in Deutschland 48 Prozent der ca. 5000 Waldorfschulabgänger das Abitur, 8 Prozent die Fachhochschulreife, 33 Prozent den Realschul- und 7 Prozent den Hauptschulabschluss."

Im Gegensatz dazu hier die Zahlen der staatlichen Schulen von 2010: Abitur 31%, Fachhochschulreife 1,6%, Mittlere Reife 40,5%; Hauptschulabschluss 20,8%, Ohne Abschluss 6,1%.

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Die Waldorfschule ist eine harmlose, etwas weltfremde Einrichtung, die für manche Menschen, die etwas mehr Zeit zum Lernen brauchen, sicherlich die richtige Wahl ist. Für normal entwickelte, schnelle Schüler kann sie aber auch zur Entwicklungsbremse werden.

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