Warum ziehen Erdogan Anhänger nicht in die Türkei?

66 Antworten

Wenn man im demokratischen Ausland sitzt, hat man weniger Probleme damit einen totalitären Despoten zu wählen - man ist ja nicht selbst von seinem politischen Meinungsdiktat, der Zensur und Unterdrückung politischer Meinungen betroffen.

Der Deutschtürke kann von hier aus das Heimatland seiner Familie glorifizieren und sich schönreden, insbesondere wenn er die dortige Propaganda konsumiert. Dann sieht er nur den starken "Führer", den er in Deutschland vermisst.

Er ist von der türkischen Realität nicht betroffen und erfreut sich des besonderen Privilegs, deutsche Politiker beleidigen zu können, ohne dabei fürchten zu müssen, von einer deutschen Geheimpolizei in ein Gefängnis verschleppt zu werden.

Für die Menschen in der Türkei sieht die Herrschaft von Tayyip dem Schrecklichen ganz anders aus - dort kann jedes regierungskritische Wort ein Anlass dafür sein, unter fadenscheinigen Vorwänden von der Straße weg verhaftet zu werden.

Man kann das ein wenig mit dem Internet vergleichen:

Als "anonymer" Internetnutzer ist es viel leichter, Hasskommentare zu verbreiten, da man dem Anderen nicht direkt gegenüber steht. Dass der Andere sich wegen des Online-Mobbings womöglich das Leben nimmt...nun, das betrifft ihn ja nicht

Mit anderen Worten: Der in Deutschland lebende Erdogan-Fan wäre schön blöd, in die Türkei auszureisen, denn dort würde ihn sein loses Mundwerk ganz schnell in äußerst unangenehme Situationen bringen.

Der deutschtürkische Erdogan-Fan schimpft also auf die "schwache" deutsche Politik, verachtet die deutschen "Kartoffeln", verweigert sich der Integration - und genießt es, hier den Mund aufreißen zu können, ohne Repressalien fürchten zu müssen.

Ganz nebenbei stellt er dann noch Forderungen nach religiöser Sonderbehandlung und freut sich, dass man ihm so sehr entgegen kommt, dass er sich letztlich gar nicht mehr integrieren muss, weil man demutsvoll das Knie vor seinen Forderungen beugt.

Doppelmoral wie aus dem Bilderbuch.

Mit anderen Worten: Der in Deutschland lebende Erdogan-Fan wäre schön blöd, in die Türkei auszureisen, denn dort würde ihn sein loses Mundwerk ganz schnell in äußerst unangenehme Situationen bringen.

Welch ein Blödsinn, warum sollte ein Erdogan Fan in der Türkei auf einmal wie ausgewechselt sein , das macht doch keinen Sinn, Herr Moralist. Deine Überlegungen unrealistisch.

Auf die einfache Idee, dass sich viele Deutsch-Türken hierzulande ausgeschlossen fühlen kommste erst garnicht, sondern kannst dir lediglich vorstellen, dass Deutsch-Türken "jonglieren", ganz so wie es hiesige Spießer tun.

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@voayager

...

Welch ein Blödsinn, warum sollte ein Erdogan Fan in der Türkei auf einmal wie ausgewechselt sein ,

Das muss gar nicht. Die Realität dort würde ihm zeigen, dass er auf Propaganda hereingefallen ist und wenn er dann vor lauter Unzufriedenheit den Mund aufmacht, wie er es von hier gewohnt ist, würde er merken, wie es dort um seine Rechte steht.

Auf die einfache Idee, dass sich viele Deutsch-Türken hierzulande ausgeschlossen fühlen kommste erst garnicht

Natürlich gibt es die Möglichkeit - doch das erstaunliche ist ja, dass die Gastarbeiter sich hier durchaus integrierten, während der "krasse Checker" der x-ten Generation sich durch sein Verhalten selbst sozial disqualifiziert - und es dem deutschen "Rassismus" anlastet.

Gerade diejenigen, die also eigentlich ein Gefühl "deutscher Identität" haben sollten, trauern also einer idealisierten Heimat hinterher und vergöttern den "starken Mann" vom Bosporus. Das zeugt für mich von mangelnder geistiger Klarheit.

Dass es ungerechtfertigte Vorurteile gegen Türken gibt, die diese diskriminieren ist selbstverständlich eine bedauerliche Tatsache, die ich gar nicht leugne und ich verabscheue deutschen Rassismus genau so wie türkischen usw.

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@Enzylexikon

Das muss gar nicht. Die Realität dort würde ihm zeigen, dass er auf Propaganda hereingefallen ist und wenn er dann vor lauter Unzufriedenheit den Mund aufmacht, wie er es von hier gewohnt ist, würde er merken, wie es dort um seine Rechte steht.

wieder mal solch ein moralistischer Blödsinn. 1. kennen die Erdogan-Anhänger in Deutschland sehr wohl die Verhältnisse in der Türkei, schließlich fliegen die meisten alljährlich in ihre Heimat und 2. begreifst du einfach nbicht, dass ja in der türkei zahlreiche Menschen leben, die Erdogan gewählt haben. Was ist denn mit denen und wartum ziehst du einen Graben zwischen den Erdogan-Wählern in der türkei und den heisigen Deutsch-Türken, so als wenn dies 2 grundverschiedene Typen Mensch wären. 3. Siehst du nur irgendwelche Rechte hier, alswo Dinge, die meist nix mit dem täghlichen Leben zu tun haben, nix mit dem Lebensstandard als solchen, sprich an der Alltagsbewältigung vorbeigehen. Was interessiert einen armen Menschen groß irgendwelche abstrakten Rechte, wenn es ihn um das tägliche Brot geht. Hier mal dsbzgl. ein passenbder Spruch von Brecht, den du sicherlich nicht kennst. "erst kommt das Essen, dann erst die Moral."

Fazit. du vertrittst den üblichen idealistischen Standpunkt im philosophischen Sinne, mithin dem Gegenspieler zu einem Materialismus, mit dem du nix anzufangen weißt.

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@voayager
1. kennen die Erdogan-Anhänger in Deutschland sehr wohl die Verhältnisse in der Türkei, schließlich fliegen die meisten alljährlich in ihre Heimat

Es ist aber ein Unterschied, ob man bei Oma und Opa in Anatolien Urlaub macht und sich dort nur zeitweise einer patriarchalen Diktatur unterordnen muss, wo er eben eine gewisse Zeit "den Mund hält" - oder ob er dort lebt.

Meiner Meinung nach verkennen Deutschtürken trotz aller Heimatkontakte die Realität in der Türkei, wenn sie sich blind an Nationalismus als identitässtiftende Idee klammern - das Gras auf der anderen Seite des Bosporus ist immer grüner.

Was ist denn mit denen und wartum ziehst du einen Graben zwischen den Erdogan-Wählern in der türkei und den heisigen Deutsch-Türken, so als wenn dies 2 grundverschiedene Typen Mensch wären

Die Menschen in der Türkei die Erdogan wählten, haben ihre eigenen Gründe, die sich von denen der Deutschtürken unterscheiden. Bei letzteren sehe ich als Hauptgrund nur blinden Hurra-Patriotismus.

Der in der Türkei lebende Wähler profitierte womöglich von den wirtschaftlichen Maßnahmen und nimmt dafür in Kauf, dass die Meinungsfreiheit unterdrückt wird. Auch die Angst vor Veränderung sichert Machthabern den Thron.

Außerdem ist die patriarchale Machtstruktur dort stärker akzeptiert.

Was interessiert einen armen Menschen groß irgendwelche abstrakten Rechte, wenn es ihn um das tägliche Brot geht.

Natürlicht beißt der Hund nicht die Hand die ihn füttert - aber der Mensch ist aus meiner Sicht eben kein Hund, sondern er sollte sich solidarisch zeigen mit Kurden, Journalisten und anderen Zielen staatlicher Gewalt.

du vertrittst den üblichen idealistischen Standpunkt

Selbstverständlich vertrete ich einen "idealistischen Standpunkt", denn würde man sich nur an den materiellen Dingen orientieren, dann wäre es womöglich niemals zur Schaffung von Kultur gekommen.

"Saufen, Fressen, F..." mag zwar das Spektrum materieller Bedürfnisse abdecken, aber der Mensch als Kulturwesen beruht auch auf Rechten - und diese sollten sich die Türken nicht durch einen Despoten wie Erdogan nehmen lassen.

Deine Unterstellung, mir wäre Brecht nicht bekannt, weise ich übrigens zurück.

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@voayager
dass sich viele Deutsch-Türken hierzulande ausgeschlossen fühlen

Woran sie zu 90 % selbst schuld sind! Seltsamerweise passiert das nur bei Türken, bei Italienern, Spaniern etc. ist das nicht der Fall!

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@Enzylexikon

Die vmateriellen Bedürfnisse beschränken sich keinesfalls auf "Saufen, Fressen und F icken", so denkt nur ein ungebildeter Spießer. Ganz wichtig bei den materiellen Bedürfnissen ist die Wohnung, dqas Möbiliar, die Kleidung, die Strom,- und Gasversorgung, PKW, TV. PC, Handy usw. Also alles Dinge, die erst das ÖLeben angenehm machen, die der Existenzsicherung und Lebensgestaltung dienen. Zu den materiellen Bedürfnissen zählen natürlich auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die Krankenhäuser, die Schulen die Sportplätze usw. Genau das interessiert Jene insbedsondere, die da zu kurz kommen, während all die 'Saturierten nach Rechtsstaatlichkeit quasi als Sahnehäubchen oben drauf 'ausschau halten, alldieweil ihre materiellen Bedürfnisse gut abgedeckt sind. Sie heucheln mithin, oder sind ausgemachte Spinner.

wie sagte doch Engels so treffend. erst muß der Mensch essen, sich kleiden, wohnen, Beziehung eingehen und einiges mehr, erst dann kann er Politik, Moral, Kultur oder Religion betreiben."

Deine künstliche Trennung zwischen Ausland-Türken und Türkei-Türken kann ich nicht nachvollziehen, schon weil die eltern, die ältere Generation der Deutsch-Türken in der Türkei aufgewachsen ist und die kulturell-mental-moralischen Gepflogenheiten an ihre Sprößlinge weiterreicht.

Unverständlich bleibt zudem, warum der hiesige Deutsch-Türke, welcher eigentlich der junge oder der ältere ? in der Türkei vor dem autoritären Erdogan Regime schaudern sollte. Warum eigentlich, schließlich ist er doch selbst autoritär und patriarchalisch sowieso meist.

Natürlich gibt es Unterschiede jener Türken, die in D. z.b. aufgewachsen sind und Jenen, die ständig in der Türkei leben. Man darf aber nicht übersehen, dass sicherlich die Hälfte jener Türken hier in der Türkei einst groß geworden sind.

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@voayager

Der Vergleich hinkt gewaltig! Es leben hier nicht Millionen von Marokkanern!

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@mondfaenger

Deine Fehleinschätzung ist gewaltig, weil du übersiehst, dass hier weit mehr als Hunderttausend Marokkaner leben.

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@voayager

Ooooh, was für eine gewaltige Menge! Und woran liegt es wohl, dass diese sich auch ausgeschlossen fühlen deiner Meinung nach! Denk mal scharf nach!

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@mondfaenger

Nun, sie werden hierzulande nicht ausreichend schulisch gefördert - denk darüber mal scharf nach.

eigentlich hab ich das ja schon geschrieben - wer lesen kann ist klar im Vorteil.

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@voayager
wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Da hast du sicher Recht! Beherzige das mal!

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@voayager

Voayager: "Nun sie werden hierzulande nicht ausreichend schulisch gefördert"

Gibt es dafür Belege etc.?

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@Nibelungenlied

Schau dir doch mal die Schulabschlüsse vieler türkischer Jugdl. an, dann weißte was Sache iss.

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@voayager
Schau dir doch mal die Schulabschlüsse vieler türkischer Jugdl. an,

Und daran sind natürlich die bösen Deutschen schuld!

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@mondfaenger

anteilig !

Es sei daran erinnert, dass die Migranten in Skandinavien, ob aus der Türkei oder woanders herkommend, weitaus bessere Schulabschlüsse haben, als unsere Migranten.

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@mondfaenger

Ich darf dich in dem Kontext an Skandinavien erinnern, siehe dazu mein obiger Beitrag.

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@voayager

monfaenger: Ausländer, ganz besonders Muslime und auch Türken, sind in Deutschland niemals etwas selber schuld. Schlechte Zensuren liegen immer an den Vorurteilen der Lehrer. Eine Diskriminierungen sondergleichen wenn von Muslimen verlangt wird, während des Ramadan an Klassenarbeiten teilzunehmen.  

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@voayager

voayager Ich fühle mich auch ausgeschlossen,weil ich noch Sonntags in die Kirche gehe und katholisch bin.Die meisten lachen über uns und halten uns für primitive Eigenbrötler und dumme Spießer die sich von Pedofielen belehren lassen.So hat jeder seine eigene Integrationsart .Es ist heuchlerisch den großen Schnauzen und undankbaren Typen mit Ausgeschlossenheit aus der Gesellschaft zu verteidigen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich,und muss sich gefallen lassen kritisiert oder sogar gehasst zu werden.

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Ich würde Dir ein Daumen hoch geben, aber ich will noch in die Türkei zum Urlaub reisen können, psssst.

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Schreibt der, der einen Terrorstaat unterstützt, welcher die Menschen aus ihrer eigenen Heimat vertreibt. Mehr Doppelmoral geht nicht!

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das alles bildest du dir nur ein.

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Top, das ist exakt meine Meinung, nur dass ich sie wahrscheinlich nicht so schön hätte formulieren können.

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guter Beitrag. die Frage ist nur : Müssen wir das ganze Theater mitmachen und die nie endenden Forderungen und das Jammern der türk. Paralelgesellschaft mitmachen?

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ohne dabei fürchten zu müssen, von einer deutschen Geheimpolizei in ein Gefängnis verschleppt zu werden.

Noch nicht. Angesichts der kommenden Polizeigesetze könnte sich das jedoch ändern.

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HAHAHAHAHAHAHAH. einfach nur lustig. Hast nur den Aspekt der deutschmedialen Manipulation vergessen. Wenn du keine Ahnung über ein Land hast und nur das zu hören bekommst, was die Medien berichten, solltest du einfach nur deine Fresse halten :). Der Grund, weshalb Deutschland und all die „Ich habe ja so viel Ahnung“ Deutschen gegen die Türkei und Erdogan sind, ist ganz einfach nur Neid, weil wir das erreicht haben, was ihr nicht könnt. Weil wir auch ohne die EU ohne Davos und ohne die Nato zurrecht kommen. Weil wir Teil der Zivilisation geworden sind, ohne auf die USA angewiesen zu sein. Weil wir uns selbstständig modernisieren.

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@lalala1246

Das mit dem Neid ist ein billiges Argument Ohne das unendlich viele Geld aus Deutschland und Europa wäre die Türkei ein primitives Bauernvolk Ohne Bildung und nur vom Billigtorismus abhängig,der in Besitz einiger US Milliardäre wäre. Außerdem ist für mich jede Art von Nationalstolz primitives traumtänzerisches Massen- Ego- Verhalten.,dass in den Wahnsinn führt.

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@Formlos21

Genauso könnte ich jetzt damit ankommen, weshalb ihr nicht in die USA auswandert, wenn ihr doch so Pro-Us-Politik seid. Mag sein, dass die Türkei in Betracht der Deutschen ein „Bauernvolk“ ist, jedoch ist diese Art der Interpretation eines Volkes inhuman und einfach nur unangebracht. Die Türkei ist ein Volk, das sehr viel Liebe zu seiner Religion, dem Islam, verspürt und genauso auch Erdogan. Mag ebenfalls sein, dass viele Menschen seine Politik nicht nachvollziehen werden, doch denkt ihr ernsthaft das interessiert die Türken ? Wir verfolgen Allahs Weg und solange wir das tun geht euch weder unsere Politik, noch unsere Bildungsmöglichkeiten, noch unser Stolz und unser Erfolg etwas an. Den Stolz den wir verspüren, ist die Liebe zu unserem Land, unserer Religion und Allah, aber davon habt ihr keine Ahnung. Oh, und wenn wir mal darauf zurückgreifen, dass die Türkei ohne Deutschland nicht viel erreicht hätte, welches Land war denn gegen den Bau eines dritten Flughafens in Istanbul, nur weil Frankfurt am Main dann niedergehen würde ? Das ist der einzige Grund weshalb, genauso wie die Niederlande und Frankreich, auch Deutschland gegen Erdogans Politik sind, weil eure Pläne dadurch ins Exil geraten. Wie tragisch.

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@Formlos21

Oh und noch was, der ‚Billigtourismus‘, den du da angesprochen hast, die Türkei verdient da schon um einiges mehr als Deutschland. Mach dir darum mal keine Sorge. Viel Spass in den Sommerferien an der Nordsee 😘

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@lalala1246

"Liebe zur Religion, genauso wie Erdogan" ... ah daher das Massaker in Syrien...und die Unterdrückung... 

nach deinem Text, stellst du dich als Moslem über andere "Liebe zu Allah, aber davon habt ihr keine Ahnung". Wie stolz wird da Allah sein? Dich über sein eigenes Werk zu stellen?

Mag sein, dass Erdogan Stärke zeigt, er zeigt aber auch blutige Handlungen, genauso wie die deutsche Regierung, nur macht er es etwas direkter. Du sollst nicht von einem Volksmörder zum anderen wechseln, sondern das Leben selbst befürworten - Erdogan ist nicht das "Leben"

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@tigerpilz

Ich glaube auf dem Weg der Kommunikation ist deinerseits etwas gewaltig schief gelaufen. Ich betitel Erdogan nicht als das „Leben“. Und genauso steht es mir auch nicht zu mich über andere zu stellen, das würde ich auch niemals tun. Aber genauso hast du auch nicht das Recht zu sagen, wie ich mich als Moslem stelle. Das kann nur Allah nach meinem Tod, also halt dich da mal raus. Zudem würde ich mir niemals die Mühe machen einen Text zu verfassen, wenn ich mich nicht angegriffen fühle. Ich bezeichne Erdogan nicht als Leben, jedoch verstehen manche Holzköpfe einfach das Leben in der Türkei nicht. Alle werden manipuliert. Die Medien haben so einen großen Einfluss darauf, aber es ist schon traurig, dass niemand darauf aufmerksam wird. Ich bin jährlich mehrmals für mehrere Wochen in meiner Heimat, ich weiß wie mein Land, meine Kultur, meine Politik und mein Volk ist und alldas was hier erzählt wird sind ganz einfache Lügen die erzählt werden, um sich selbst mit etwas zufrieden zu geben, weil der Mensch mit dem Ego& dem Gedanken aufwächst etwas besseres zu sein. Dabei unterscheidet sich gar nichts zwischen uns allen. Du bist nicht wertvoller als ich und ich bin nicht wertvoller als du. Im Endeffekt werden wir alle vor Allah stehen und verurteilt. Wie ihr das Leben hinnimmt ist euer Problem. Das alles ist einfach nur traurig, aber keine Sorge, ich werde für euch alle beten und Allah im Namen euers um Vergebung bitten.

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@lalala1246

halt du dich da raus, wo ich mich einmische? ;)  ironie?

Du sagtest etwas und ich habe es so verstanden, wir können es kommunikativ verbessern, da man im Internet schnell etwas falsch versteht, aber mich einfach raushalten - nein - mit dieser Denkweise geht es hier ja deswegen abwärts "Mir geht es gut, mich gehen andere nichts an"

 Also dort ist deine Heimat und was ist das dann hier?

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@tigerpilz

Wie kann ich einen Ort als Heimat bezeichnen, indem ich nicht willkommen bin ? Ich bitte dich. Die Frage fing schon mit einem ‚warum solche und solche‘ Türken nicht auswandern an. Zudem zweifle ich persönlich nicht an meiner Denkweise, denn als ich meinte das geht dich nichts an, habe ich auf den Aspekt meiner Glaubensrichtung hingewiesen. Damit meinte ich, dass wie ich zu meiner Religion stehe, es nur Allah und mich was angeht und es weder meine Familie, noch meine Freunde und erst recht nicht dich zu interessieren hat. Aber wie du schon sagtest, im Internet geht auf dem Weg der Kommunikation einiges verloren. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

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@lalala1246

"nicht willkommen"? ziemlich große Schublade in der du dich gesetzt hast.

Also ab wann fühlst du dich denn willkommen? Integration funktioniert nur, wenn es von beiden Seiten kommt. Geschieht meiner Ansicht nach nicht und das hier ist nicht die Türkei und soll es nie werden. Ich bin auf dem Papier deutsch, geboren in einem anderen fremden Land, meine Nationalität hat kein Grund mehr, im Herzen - was uns beiden wohl am wichtigsten ist? - bin ich Mensch. Ich bin auch nicht von der "deutschen Mentalität" begeistert. Nur, wenn sich dieser "Wandel" verschlimmert, verliert auch diese Nationalität ihr Gesicht und vllt. sogar ihre Wurzeln.
Ich habe mal die Frage gehört, ob der Islam zu Deutschland gehört. Ich persönlich kam zu der Antwort: Ja  - aber gut, kommt drauf an welcher Islam (gibt ja mehr als einen) und somit welche Menschen damit herkommen.

Und etwas brachial gesprochen: Alles was nicht für die Menschheit, deren Entwicklung sowie deren Aufblühen ist, sollte lieber wo anders hingehen. Das gilt für jeden.  

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Ich möchte die Antwort von Enzylexikon ergänzen.

Die Geschichte lehrt, dass der Nationalismus in der Diaspora immer größer ist als im heimatlichen Kernland. Das findet sich im Altertum z. B. bei den exilierten Juden in Mesopotamien und Ägypten, und bei den griechischen Kolonien in der Antike.

Wir finden es sogar in den USA, wenn es stimmt, dass die "Roots" dort sehr ernst genommen werden. Der violente Nationalismus der russischen Minderheit im Donbas gehört ebenfalls dazu.

Vor allem aber ist der Aufwand bekannt, den die Nationalsozialisten betrieben, die die Auslandslandsdeutschen mit Flugzeugen an die Wahlurnen karrten. Der Jubel der Deutschen in den Gebieten, die bereits im Vorfeld des Weltkrieges annektiert wurden, ist in Wochenschauen dokumentiert. Der Slogan "Heim ins Reich" wurde voll und ganz von den Auslandsdeutschen getragen und bejubelt, und innenpolitisch genutzt.

Die Gründe, die Enzylexikon m. E. richtig analysiert hat, gelten also nicht nur für die hiesigen Türken der Gegenwart, sondern es ist ein universales Phänomen. Erdogan ist keineswegs der erste und einzige der das Phänomen kennt und sich zunutze macht.

Auch Stalin und Edvard Benesch kannten diese Erscheinung, mussten sie aber als Gefahr für sich einschätzen; weshalb der eine die Wolgadeutschen umsiedelte, und der andere diejenigen, die sich zu Deutschen erklärt hatten, vertrieb. Gleiche Ängste führten nach der Reconquista in Spanien zur Vertreibung der Araber und Mozzaraber in Spanien. Nicolò Macchiavelli bezeichnet das zwar als perfide, aber erfolgreich.

Aus dieser Perspektive ist es für mich eher erfeulich, dass es hierzulande auch eine bemerkenswerte türkische Opposition gibt, die sich nicht so plump für die Rache des türkischen starken Mannes einspannen läßt, der von der EU verschmäht wurde.

Es haben ca. 2/3 der Wähler Erdogan gewählt, viele Türken, die wahlberechtig waren, sind nicht zur Wahl gegangen. Von den türkischstämmigen Menschen waren und sind viele gar nicht wahlberechtigt für eine türkische Wahl, sie haben nur noch die deutsche Staatsbürgerschaft und den deutschen Perso. Sie leben aber auch in Deutschland.

Zurück zur Frage, warum wählen Sie so und leben hier?

Da muss man (mal wieder) genauer hinschauen und Informationen sammeln.

  1. Da viele Auslandstürken die Verbindung zu Ihrer Heimat nicht ganz aufgeben wollen und auch stolz auf ihre Wurzeln sind möchten Sie ihre Verbundenheit mit einem starken Politiker im Heimatland ausdrücken. (Warum hissen deutsche Auswanderer im Ausland die deutsche Flagge?)
  2. Viele Wähler Erdogans sind mit ihrer eigenen (wirtschaftlichen) Situation in Deutschland unzufrieden und möchte in einer viel besseren Situation leben, fühlen sich nicht glücklich und zufrieden und dabei hilft Ihnen, dass sie für einen (scheinbar) starken Mann in der Heimat stimmen.
  3. Durch die Tatsache, die 3. und 4. Generation im Ausland Zusein, steigt das Bedürfnis sich mit traditionellen Werten und Wurzeln der Heimat zu identifizieren und da ist Erdogan, die AKP und deren traditionelles Weltbild eine 1a Identifikationsfigur
  4. Den meisten Erdoganwählern in Deutschland ist gar nicht klar, dass sie mit ihrem Auftreten und ihrem Lebensstil in der Türkei zum Ziel von staatlichen Repressionen werden würden.
Woher ich das weiß:Recherche

Punkt 4 ist sehr interessant und glaubhaft

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Dann sollten sie doch besser in ihr Land zurückgehen zu ihrem starken bewunderten Führer, wenn in Deutschland ihre wirtschaftliche Situation so schlecht ist und in der Türkei die Wirtschaft blüht und es ihnen durch Erdogan dort weitaus besser gehen würde.

Verstehe ich nicht so ganz.

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@verreisterNutzer

Den in Deutschland lebenden Erdogan Wählern würde es in der Türkei wirtschaftlich nicht besser gehen, dass wissen sie auch, aber ihre wirtschaftliche Situation hier in Deutschland ist auch nicht rosig und da hilft es dem Selbstwertgefühl einen scheinbar starken und erfolgreichen Mann in der Türkei zu wählen.

Wahlverhalten hat selten etwas mit Fakten zu tun, sondern meistens mit Versprechungen, Erwartungen und Visionen ist bei uns nicht anders.

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@habakuk63

Doch - bei mir ist das anders. - Ich wähle aus gut überlegten rationalen Gründen.

Allerdings hat mir eine ehemalige Kollegin gesagt, dass sie einen bestimmten Politiker wählt, weil sie ihn attraktiv findet - also rein optisch.

Weitere Argumente für seine Wahl hatte sie nicht. - Es ist schon u. U. ein Problem, wenn Massen von Menschen aus irrationalen Gründen bzw. aus Gefühlsduselei jemanden wählen, der dann das ganze Land an die Wand fahren könnte oder es gar tut oder eine Diktatur aus diesem Land macht unter seiner diktatorischen Führung.

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@habakuk63

Leider ist das so, dass die Menschen denken lassen statt selbst zu recherchieren und zu beobachten und schlussfolgernd zu denken bzw. 1 + 1 zusammenzuzählen.

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Weil die nicht mit den Konsequenzen leben wollen. Die hassen ihre eigenen Bürger, die in der Türkei leben, und wollen den Leuten dort das Leben so schwer wie möglich machen. Daher streiten sie immer alles ab, was gegen Erdogan gerichtet ist.

Es soll gefälligst Herr Erdogan sein, der die Türkei erst wirtschaftlich vorangebracht, aber dann in die größte wirtschaftliche Krise stürzen soll. Das geht natürlich nur, wenn kein Tourist, vor willkürlichen Verhaftungen verschont bleibt.

Genau so würde ich es auch machen, wenn ich die Türkei bankrott machen wollte, mit einer Ausnahme:

"Ich würde absolut jeden Einreisenden auf ewig ins Gefängnis stecken, auch die, die den türkischen Pass haben. Keiner bleibt verschont!"

Dieses Ergebnis kann schon deshalb nicht stimmen, weil nur knapp die Hälfte der in Deutschland lebenden wahlberechtigten Türken überhaupt zur Wahl gegangen ist, die Wahlbeteiligung lag bei 49,7 %.

Nachlesen kannst das auf jeden Fall in allen Onlineangeboten überregionaler Tageszeitungen und wahrscheinlich auch in den Printmedien quer durch Deutschland.

Um Deine Frage zu beantworten:

Warum sollten sie? Es ziehen doch auch nicht alle nach Berlin um, die wen auch immer in den deutschen Bundestag gewählt haben, oder?

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