Wasser(tropfen) fotografieren? Aber wie?

5 Antworten

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Viele Wege führen nach Rom . . . Die bisher beschriebenen Methoden führen zu keinen zuverlässig guten Ergebnissen, sondern bestenfalls zu einigen Zufallstreffern bei einer Unzahl von unbrauchbaren Fotos. Hier eine Methode, die zu sicheren und guten Ergebnissen führt bei einer "Trefferquote" von fast 100%. 1)Du brauchst einen Systemblitz (Aufsteckblitz), den Du per Kabel oder über Funk auslösen kannst. 2)Du brauchst einen "Tropfen-Generator" - für den Anfang tut's der Wasserhahn, besser ist der oben erwähnte Infusionstropf (bekommst Du in jeder Apotheke für ca 1,50 Euro). Am besten aber kann man mit einem Magnet-Ventil arbeiten. 3) Du brauchst eine Lichtschranke.

So viel zu den technischen Voraussetzungen. Der Aufbau : wenn ein Tropfen aus dem "Tropfengenerator" fällt, unterbricht er eine Lichtschranke und löst nach einer kurzen Verzögerung den Blitz aus. Die Kamera steht auf einem Stativ, der Fokus ist manuell genau auf den Punkt eingestellt, wo der Tropfen auftrifft. Die Kamera ist im "Bulb"-Modus, d.h. der Verschluß ist die ganze Zeit geöffnet und Du schließt ihn erst, wenn der Blitz abgefeuert ist. Dies bedingt natürlich, dass Du in einem abgedunkelten Raum arbeitest. Was passier? Der Blitz sorgt einzig und allein für die Belichtung - und nicht die Verschlußzeit: so kurze Verschlußzeiten bekommt man nämlich niemals hin. Um es mal zu veranschaulichen: ein Systemblitz, der in der Leistung noch heruntergeregelt werden kann, brennt in 1/40000 (ja, richtig gelesen eine vierzigtausendstel Sekunde!) ab. Und diese extrem kurzen Verschlusszeiten sind nötig, um einen fallenden Wassertropfen "einzufrieren". Beispiel: fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/609670/display/23208272

Das nächste Stadium der Tropfenfotografie ist dann die Fotografie einer Tropfen-Kollision. Hierbei geht es hauptsächlich um das Timing, also die Geschwindigkeit, mit der zwei Tropfen hintereinander herfallen müssen, damit Tropfen 2 den bereits eingetauchten und "aufsteigenden" Tropfen 1 trifft. Hierbei kommen dann solche Bilder zustande: fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/609670/display/23279712

Eins noch: man braucht viel Geduld und Experimentierfreudigkeit.

Viel Spaß bei der Tropfenfotografie.

Vielen Dank für die Mühe :)

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@RikkiChadwick

Na ja - die Vielzahl weniger brauchbarer Bilder macht ja zum Glück im Zeitalter der Digitalkameras nicht mehr ganz so viel aus.

Und ganz ehrlich: das, was Du beschreibst, ist mir zu viel technischer Schnickschnack... Ich würde erst mal meine Methode probieren ;-)

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@anjanni

Klar, Du hast schon recht, für den Anfang habe ich auch mit einfachsten Mitteln gearbeitet. Das hat aber nicht sehr lange angehalten, dann war der Frust über die vielen Fehlschüsse zu groß. Die technischen Voraussetzungen müssen bei so anspruchsvollen Motiven schon stimmen, dann kann man sich auch besser auf kreative Details (Ausleuchtung, Perspektive, Farbgebung) konzentrieren. LG Manfred

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@mvaeth

Das mit dem Blitz ist nicht so schwierig. Ein Elektronenblitz hat zwei Kontakte die von der Kamera miteinander verbunden werden Ein Lichtschrankenbausatz von Conrad&Co kann man da problemlos anschließen.

Wir haben damals keine Tropfen genommen sondern auf einer Schießbahn fliegende Projektile "geknipst" die irgendwas gerade durchschlagen. Dazu haben wir einfach Alufolie auf beide Seiten von einem Papier geklebt und mit dem Blitz verbunden. Durchschlägt die Kugel die Alufolie, macht die einen Kurzschluß und löst den Blitz aus. Bis der alte blitz reagiert hat, ist die Kugel etwa 8cm weiter geflogen so dass das Papier mit der Folie nicht unbedingt auf dem bild war.

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@Commodore64

qCommodore64: Danke für den KLasse-Tipp mit dem "Alu-Folien-Schalter" - kann ich bestimmt irgendwann gebrauchen! LG Manfred

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In meinem Beitrag waren die Beispielbilder wohl nicht sichtbar (falsch verlinkt), deshalb hier der neue Versuch. Bild 1) mit einfachen Mitteln und Bild 2) und Bild 3) mit den erwähnten technischen Hilfsmitteln (Lichtschranke und Steuerung des Tropfenabstandes).

Top! Man sieht, du weißt von was du sprichst.

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Du musst eine sehr, sehr kurze Verschlusszeit einstellen - das ist diese 1/50, 1/60, 1/1000 Einstellung. Durch die kurze Verschlusszeit brauchst du eine Menge Licht.

Hier ein guter Artikel dazu (auf englisch); http://www.digital-photography-school.com/how-to-photography-water-drops

Danke, englisch ist kein Problem :)

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@RikkiChadwick

1/1000 ist für gestochen scharfe Aufnahmen viel zu langsam, es entsteht viel bewegungsunschärfe. Kann hübsch sein, aber wenn man alles richtig gestochen scharf haben will, geht das nur mit Blitz oder einer Kamera die viel viel schneller ist als 1/1000!

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