Wasserelektrolyse ohne Verunreinigung?

3 Antworten

Das Problem ist, dass sowohl Nickel als auch Eisen bei der Elektrolyse ins Wasser geht.

Du brauchst dafür chemisch sehr träge Metalle idr nimmt man dafür Platin, aber Gold sollte natürlich auch funktionieren.

Zunächst mal ist Kochsalz völlig ungeeignet, weil sich an der Anode eher Chlor als Sauerstoff bildet. Mit Salzsäure hast du dasselbe Problem. Gut geeignet sind Schwefelsäure und Natriumhydroxid, natürlich nicht zu konzentriert.

Das Anodenmaterial ist auch kritisch. Unedle oder nicht sehr edle Metalle wie Kupfer können als Ionen in Lösung gehen. Wenn du kein Gold oder Platin hast, bietet sich Kohle an, z.B. eine Bleistiftmine.

Das Kathodenmaterial ist weniger kritisch. Dort wird ja nicht oxidiert, sondern reduziert. Platin hat den Vorteil, die Entstehung des gasförmigen Wasserstoffs quasi zu katalysieren, sodass weniger Spannung nötig ist und Verluste etnstehe. Aber Platin hat man nicht einfach im Haus, daher nimm irgendein Metall, oder Kohle.

Die theoretisch nötige Spannung beträgt übrigens ganze 1,24 V, wenn ich mich recht erinnere. Etwas mehr ist nötig, um die Hemmung der Reaktionen zu überwinden, gerade dann, wenn Gase im Spiel sind. Man spricht auch von Überspannung. Aber dann sind vielleicht 2 oder 2,5 V nötig, keinesfalls 35. Du verschwendest so auch > 90 % der Energie.

Eine zu hohe Stromdichte kann sogar zu unerwünschten Reaktionen führen. Bei Benutzung von Schwefelsäure z.B. zur Bildung von Peroxodischwefelsäure, Peroxomonoschwefelsäure (Knabberwasser, Piranhasäure) und Wasserstoffperoxid.

Destilliertes Wasser und Säure dazu geben. Im Leitungswasser sind die verschiedensten Mineralien enthalten, die als Verunreinigungen betrachtet werden können. Calcium, Magnesium etc..

LA

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