Wasserabrechnung, Nebenkosten

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4 Antworten

Kommt auf Deinen Mietvertrag an:

Habe das gefunden:

"Es gab da in 2008 ein BGH Urteil, wonach der Vermieter NICHT verpflichtet ist, trotz Wasseruhren in fast jeder Wohnung nach dem tatsächlichen Verbrauch abzurechnen.

Das BGH hat die Klage der Mieter zurückgewiesen mit der Begründung, dass ja nicht ALLE Wohnungen eine Wasseruhr hätten, und der Vermieter berechtigt war, die Wasserkosten und die Kosten der Entwässerung auf die Quadratmeterzahl umzulegen. Eigentlich eine Unverschämtheit. Sehe ich so. Aber die Gesetzestexte sind so.

Schauen Sie mal in Ihrem Mietvertrag nach. Wenn dort nicht explizit die Abrechnung über die wohnungseigene Wasseruhr geregelt wird, ist der Verteilungsmaßstab nach der Vorgabe der Quadratmeterzahl zu führen."

http://www.wer-weiss-was.de/Anfragen/www_de/584831/wasserabrechnung-preis.html

Google doch mal nach dem Urteil.

Die Ablesung von Meßgeräten muß nicht von einem Unabhängigen gemacht werden.

Wenn vertraglich für Wasser Personen als Umlageschlüssel vereinbart ist, muß auch weiterhin so abgerechnet werden.

Im Prinzip ist die Installation der Wasseruhren und die Ablesung Nonsens, wenn nicht in allen Wohnungen und Änderung des Umlageschlüssels nach Verbrauch.

In einem Haus bzw. einer Liegenschaft darf erst dann nach Verbrauch (gemessen mit KWZ bzw. WWZ) abgerechnet werden, wenn alle Wohnungen mit solchen Geräten ausgestattet sind. Bis dahin ist nach Personen abzurechnen (wenn so vereinbart) oder aber nach Wohnfläche, wenn mietvertraglich nichts vereinbart ist. Sobald alle Wohnungen mit den Zählwerken ausgestattet sind, ist der Vermieter verpflichtet, nach gemessenem Verbrauch abzurechnen. Das muss er mittels schriftlicher Erklärung allen Mietern mitteilen.

Der Vermieter muß, wenn nicht in allen Mietwohnungen eines Hauses Wasserzähler vorhanden sind, nach einem BGB Urteil sogar nach Wohnfläche abrechnen. Die Abrechnung der Wasserkosten nach Quadratmetern sei der gesetzliche Maßstab, betonte der BGH.

Vertragliche Abweichungen von diesem so genannten Flächenschlüssel seien zwar erlaubt.

Ein Anspruch auf Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch bestehe aber nur, wenn alle Wohnungen des Hauses mit einer Wasseruhr ausgerüstet sind. Dies sei hier aber bei einer Wohnung in dem Mietshaus nicht der Fall.

(BGH: Az VIII ZR 188/07)

Nun war am 31.12. der Sohn meiner Vermieterin hier und hat sie abgelesen. Ist das überhaupt so rechtens ?

ja, sicher - Du kannst ja den Zählerstand ebenfalls notieren. Bei uns wird der Strom und auch das Wasser nur noch vom Kunden selbst abgelesen.

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