Wasser schaden in der Wohnung des Freundes verursacht, was tun?

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Als Helfer bist Du gesetzlich besonders geschützt. D.h. Du kannst bei einer Gefälligkeit nur für grob fahrlässiges Verhalten verantwortlich gemacht werden.

Putzen ist nicht grob fahrlässig, Maschine verrücken auch nicht.

Gesetzlich kannst Du nicht haftbar gemacht werden. Wenn Du natürlich freiwillig zahlen willst, bleibt Dir da unbenommen.

Die private Haftpflicht übernimmt im einfachen Tarif keine Gefälligkeitsschäden.

Gefälligkeitsschäden sind aber in allen guten Versicherungen mit drin, d.h. du solltest demjenigen, der dir diese Versicherung vermittelt hat, ordentlich auf die Flossen hauen.

Wenn man bei einem Billigversicherer aus dem Netz versichert ist, muß man sich aber dann auch nicht wundern, wenn dann auch billig geleistet wird.

Schau mal in Deinen Vertrag, was Du da versichert hast.

Ich sehe es jetzt erst.

Nein, wenn Du da eigenmächtig gehandelt hast, dann muß die Versicherung zahlen, da es sich hierbei NICHT um eine Gefälligkeit handelt.

Derjenige, dem Du hilfst, der muß das schon gewollt haben.

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Ich habe grad meinen Versicherungsschein der Debeka geprüft und bin auch gegen Gefälligkeitsschäden versichert. Dann muss ich dort wohl nochmal anrufen.

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@littlelumpi

Gut, dann mal fix in den Widerspruch und auch gleich mitteilen, dass das keine Gefälligkeit war.

Das ist echt eine Frechheit.

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Heute habe ich bescheid bekommen, dass meine Versicherung den Schaden nicht übernimmt, da ich angeblich nicht grob fahrlässig gehandelt habe

Solch eine Auskunft von einem Schadensbearbeiter eines Versicherungsunternehmens, kann ich nicht glauben.

Denn diesem müsste bekannt sein, dass fahrlässige und auch grobfahrlässige Schäden durch die Privathaftpflicht gedeckt sind.

Nur Vorsatz (Absicht) ist nicht versicherbar.

Könnte es auch sein, dass du diese Auskunft von dem Versicherungsvermittler erhalten hast - würde dann bedeuten, dass dies eine Niete ist und du schnellstens den Versicherungsvermittler oder den Versicherer wechseln solltest.

Wenn Gefälligkeitsschäden im Vertrag mitversichert sind, leistet auch deine Privathaftpflicht.

Wichtig ist aber, dass zuerst der Hauseigentümer den Schaden seiner Wohngebäudeversicherung melden muss.

Die Wohngebäudeversicherung wird den Schadensverursacher, bzw. den Mieter der Wohnung in der der Schaden verursacht wurde in Regress nehmen.

Ergänzend:

folgenden Hinweis habe ich in diesem Thread gefunden:

Gut, dann mal fix in den Widerspruch und auch gleich mitteilen, dass das keine Gefälligkeit war.

Bitte darauf verzichten, denn wenn du in einer fremden Wohnung ohne Rücksprache mit dem Mieter, bzw. Auftrag einen Schaden verursachst wird deine Versicherung die Schadenserstattung unter Umständen ablehnen.

Denn dazu wärst du nicht berechtigt.

also es war nun so: Der vermieter hat tatsächlich den schaden an seine Wohngebäudeversicherung gemeldet. Und der mieter unter meinem freund,dem in seinem angemieteten raum ein schaden an der decke entstand,hat sich an meine versicherung gewandt. Ich habe nun einen brief von meiner versicherung bekommen,mit einer kopie vom schreiben an den untermieter,dass ich aus sicht meiner Versicherung nicht fahrlässig gehandelt hab und der schaden nicht übernommen wird.

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@littlelumpi

Und der mieter unter meinem freund,dem in seinem angemieteten raum ein schaden an der decke entstand,hat sich an meine versicherung gewandt.

Hier passt etwas nicht. 

Deckenschäden sind Gebäudeschäden und dafür ist der Hauseigentümer und nicht der Mieter zuständig.

Und somit kann der Mieter an dich auch keine Forderungen stellen.

,dass ich aus sicht meiner Versicherung nicht fahrlässig gehandelt hab und der schaden nicht übernommen wird

Dieser Hinweis wäre allerdings totaler Unsinn, denn der Schaden wurde verursacht, und dabei wäre der Schaden nur vom Versicherer abzulehnen, wenn er vorsätzlich begangen wurde.

Oder hat der Versicherer einen anderen Text verwendet, den du nicht verstanden hast?

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Heute habe ich bescheid bekommen, dass meine Versicherung den Schaden
nicht übernimmt, da ich angeblich nicht grob fahrlässig gehandelt
habe...

Verstehe ich nicht.

Außer Vorsatz besteht Leistungspflicht. Sind Gefälligkeitsschäden mit eingeschlossen, ansonsten macht die Ablehnung keinen Sinn.

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