Wasser für Afrika?

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Dafür kann es keine Lösung geben.Aber der ungleiche Zugang zu Wasser spiegelt den Abstand der sogenannten Eliten in Afrika vom Volk wider. Für das politische Führungspersonal ist die Wasserversorgung der Bevölkerung kein zentrales Thema, weil es sich andere Hygienestandards leisten können , sie haben Wasserreservoire und Filter und verbrauchen -neben Mineralwasser- im Schnitt 6x soviel sauberes Wasser am Tag wie die übrige Bevölkerung. Diese müssen besonders auf dem Land oft über lange, gefährliche Fußwege in Eimern das Wasser heranschleppen. Es fehlen den Regierungen meist nicht die Mittel , um ihrer Verantwortung gerecht zu werden , den Menschen den lebenswichtigen Zugang zu Wasser zu verschaffen. Es ist vielmehr ein Versagen der politisch Verantwortlichen. Die niedrige Priorität, die Wasser und Sanitätswesen in Afrika beigemessen wird, spiegelt sich in den jeweiligen Staatshaushalten . Hier zeigt sich sich oft, wenn auch gelegentlich in den Budgets versteckt, dass für Waffen mehr Geld vorhanden ist als für Bildung, Gesundheit oder eben Wasserversorgung. Das reiche Kamerun (Öl , Mineralien, Landwirtschaft) hat z.B. bis heute nicht in Kläranlagen investiert. Es geht auch anders: Südafrika hat eine moderne Wassergesetzgebung geschaffen. Es hat in seiner Verfassung das Recht auf Wasser verankert. Das wasserreiche Lesotho liefert dem Nachbarn Wasser und erhält im Gegenzug von Südafrika Energie. Ägypten hat mit energischen Maßnahmen gezeigt, dass man die Kindersterblichkeit um 60 % senken kann, wenn man die offensichtlichen Probleme im Wasserresourcenmanagement anpackt.

Erhebliche Fehler werden auch in der Entwicklungshilfe gemacht:Die UNO hat 23 Spezialorganisationen, die sich mit Wasser beschäftigen, und musste eine völlig neue Institution-UN Water-schaffen, nur um die Arbeit dieser 23 Organisationen zu koordinieren. Jede ist teilweise verantwortlich, und trägt keine volle Verantwortung. Es müsste eine einheitliche UN Präsenz in den Ländern geben, die ein Programm mit einem Verantwortlichen und einem Haushalt hat. Gemeinsam haben sie, dass sie viel Personal benötigen. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

Die Frage ist sinnloser als die Frage nach den Kosten der Salzversorgung in Europa. Die Kosten für Bau und Betrieb einer Wasserversorgung orientiert sich an den jeweiligen regionalen geografischen Voraussetzungen, ob in Afrika, Europa oder sonstwo in der Welt. In Wüstengebieten sind natürlich die Kosten außerordentlich hoch. Aber die sind ja gewöhnlich nicht besiedelt wegen dieses technischen Aufwandes.

Dass in Afrika vielerorts mehr einheimische Menschen (nicht die Touristen!) ein Problem mit dem Trinkwassermangel samt Fleisch- Brotmangel haben als z.B. in Europa, ist ganz allein dem unterschiedlichen Lebensstandard geschuldet. Wer sich in Afrika ein schmuckes Eigenheim samt Luxusauto leistet, hat auch mit seinem Trinkwasser kein Problem. Das ist keine Frage der technischen Bewerkstelligung. Er kann sein Wasser aus einer Wasserleitung, einem heimischen Brunnen schöpfen lassen oder sich von einem Knecht im Kanister hinterher tragen lassen samt Kaffee-Gedeck. Und in solchen Regionen, in denen sich praktisch jeder sein Trinkwasser leisten kann, lohnt es sich gewöhnlich, umfangreiche Trinkwasser-Versorgungsnetze aufzubauen (wie z.B. S-Bahnnetze für zahlungsfähige Verkehrsbedürfnisse).

Da waren die alten Römer schon Weltmeister. Die verbrauchten im Vergleich zu heutigen Zivilisationen riesige Mengen an Wasser, das sie von weither leiteten, und zwar nicht nur in Rom, sondern sogar in entfernten wüstenartigen Provinzen! Und die zahlreichen beheizten römischen Badehallen wurden sogar von allen freien Bürgern kostenlos (!) besucht. Wo gibt es so etwas noch heute? Der Zusammenbruch der römischen Wasserversorgung läutete übrigens den Untergang des Römischen Reiches ein!

erst mal ist der kontinent zu riesig,dann brauchen die bildung und regierungen die das unterstützen,bisher haben die lieber gewehre gekauft und panzer und schlagen sich noch immer die köpfe ein

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