Wasser Bindungsenergie?

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2 Antworten

Wasserstoffbrücken sind zwar stärker als die meisten anderen Wechsel­wirkungen zwischen Molekülen, aber viel schwächer als die Bindungen innerhalb eines Moleküls.

Eine typische chemische Bindung hat eine Stärke von ein paar hundert kJ/mol. H-Brücken bringen es dagegen grob auf ein Zehntel, allerdings schwankt das sehr stark.

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Ja, diese Brückenbindungen sind so locker, dass sie selbst im Eis geradezu ständig in Bewegung sind. Darum ist der Siedepunkt von Wasser VERHÄLTNISMÄSSIG niedrig (nämlich im Verhältnis zu Metallen, Ionensubstanzen oder diamantartigen Substanzen wie Quarz).

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Kommentar von Mike074
14.05.2016, 13:17

Gut, dass Sie das Wort "verhältnismäßig" benutzt haben. Im Vergleich mit anderen niedermolekularen Verbindungen - der Vergleich mit Metallen oder (Halb-) Metalloxiden verbietet sich hier komplett - im Gegenteil: Gemessen an anderen NIchtmetalloxiden siedet Wasser extrem hoch! So ist das höhere Isoster Schwefelwasserstoff trotz der größeren Molmasse ein Gas! Auch die benachbarten Oxide derselben Periode, Kohlendioxid und die Stickoxide sind unter Normalbedingungen gasförmig. Wasser siedet deshalb sehr hoch, weil es als einer der wenigen Moleküle / Stoffklassen starke Wasserstoffbrücken ausbilden kann, das liegt an der hohen Elektronegativität des Sauerstoffs.

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