Waß passiert, wenn wir Heiraten?

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3 Antworten

Einem Kind sind immer nur deren leibliche Eltern verpflichtet, ob diese verheiratet sind oder nicht, spielt keine Rolle.

  • Für seine beiden älteren Kinder ist und bleibt dein Partner also weiterhin allein barunterhaltspflichtig, die Mutter der Kinder leistet ihnen den "Naturalunterhalt". 
  • Weder du noch der neue Partner der Mutter müssen für diese Kinder sorgen, egal ob inzwischen verheiratet oder nicht.
  • Deshalb wird bei der Unterhaltsberechnung für die älteren Kinder auch nur das Einkommen deines Partners herangezogen, nicht deines oder das des neuen Mannes der Mutter.

Für euer gemeinsames Kind sind du und dein Partner gemeinsam bar- bzw. naturalunterhaltspflichtig, es wird deshalb selbstverständlich bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt.

  • Jedes der drei Kinder deines Partners hat also einen "Anspruch" an ihn (s. "Düsseldorfer Tabelle"), aus welcher Beziehung es abstammt ist dabei egal - keines darf bevorzugt oder schlechter gestellt werden als ein anderes.
  • Sollte das Einkommen deines Partners nicht ausreichen, um allen dreien den ihnen zustehenden Anspruch zu erfüllen, bekommen also auch alle drei weniger - das zur Verfügung stehende Geld wird dann anteilig je nach Alter der Kinder aufgeteilt.

Ab der Heirat sind Ehepartner sich ggf. auch gegenseitig verpflichtet: 

Falls einer von beiden seinen eigenen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Einkommen bestreiten kann, muss der andere evt. für ihn mitsorgen...

  • aber nur, wenn er mehr verdient als er selbst braucht ("Selbstbehalt") 
  • und wenn er/sie danach alle minderjährigen Kinder versorgt hat, denen er/sie unterhaltspflichtig ist, und dann immer noch etwas übrig ist.

Sollte dein Mann nach der Hochzeit noch immer arbeitslos sein oder nur wenig verdienen, du hingegen aber viel mehr...,

  • so müsstest du dann noch allein für eurer Kind sorgen
  • und wenn dann noch etwas übrig ist, deinen Mann mit versorgen.

Je nachdem, wie viel du deinem Mann dann abgeben könntest/ müsstest, müsste er einen Teil davon ggf. verwenden, um seinen älteren Kindern Unterhalt zu zahlen.

  • Du selbst wärst zwar nicht unterhaltspflichtig für seine älteren Kinder, würdest somit aber "indirekt" herangezogen. 
  • Denn der neue Stiefvater ist diesen Kindern ja nicht verpflichtet - egal, wie viel er verdient.
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Kommentar von GinaManson
19.02.2016, 07:49

Dankeschön das hat mir sehr geholfen.

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solange ihr vom amt lebt, ist es finanziell egel, ob ihr heiratet oder so zusammenlebt

zu 2. für dein kind, nie für seine

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Kommentar von GinaManson
18.02.2016, 23:15

Ok und wenn ich die Ausbildung beendet habe und vollzeit arbeite und das Geld vom Amt nicht mehr nötig ist ?

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Bei der Berechnung des Unterhalts wird vom neuen Familieneinkommen ausgegangen.Bei vorehelichen Schulden aber wohl nicht.

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