Was zum Teufel spricht gegen eine legalisierung von Cannabis?

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8 Antworten

Die angeführte Gegenargumentation stützt sich vornehmlich auf medizinisch nachweisliche Dokumentierungen von Psychosen, Angstzuständen und ggf. auch Agressionen / starken Suchtsymptomen bei Entzug, wenn missbräuchlich / über "Massen" konsumiert wird. Diese Fälle sind dabei relativ betrachtet sogar garnicht mal so selten. 

Weitere Studien ergaben pro 1000 regelmässigen Konsumenten eine deutlich erhöhte Gefahr des Griffes zu anderen Drogen, als es bei Tabakrauchern ond / oder Alkoholkonsumenten der Fall ist. 

Letztlich muss in den letzten 10 - 15 Jahren auch berücksichtigt werden, es mit immer potenteren Cannabis - Hybriden zu tun zu haben. Heutige ( starke ) Sorten haben teilweise einen um > Faktor 10 höheren Wirkstoff-Gehalt , als es vor etwa 20 - 30 Jahren bei nicht verarbeiteten Saaten der Fall war. 

Bezüglich der aktiven Teilnahme am Strassenverkehr ( Stichwort "Führerschein" ) hat man zudem noch bei weitem nicht diejenigen Erkenntnisse aus Langzeit-Studien, wie es etwa rund um das Thema Alkohol / Alkoholmissbrauch / Alkohol-Sucht und Abhängigkeit der Fall ist. 

Diese Argumente gemeinsam lassen unsere Politik teilweise somit gar zu Recht in der Meinung zögern, Cannabis nicht zu sehr zu verharmlosen und somit nicht als "vollkommen Legal" zu deklarieren. 

Man kam der Szene aber durchaus mit liberaleren "Toleranz-Grenzen" bezüglich der Eröffnung eines Strafverfahrens entgegen , was je nach Bundesland allerdings ( noch ) nicht einheitlich Anwendung findet . Der Konsum an sich ist dabei ja nicht strafbar, sondern nur der Besitz. Einige BL lassen bei gefundenen Mengen unter etwa 5 - 10 Gramm "Gras" das Verfahren einer strafrechtlichen Verfolgung allerdings öfter mal fallen.

Und gebt es doch mal zu, von 500 - 1000 Tagen mit etwas Weed in der Tasche seid Ihr "Kiffis" doch bestimmt noch 0 bis höchstens 1 oder 2 x "aufgefallen". Ersttäter KÖNNEN in einigen Bundesländern bei sehr kleinen Mengen sogar gänzlich ohne Sanktionen wie z.B. ein Ordnungsgeld davon kommen. 

Nur beim Strassenverkehr ist halt grösste Vorsicht geboten und die Ahndung bleibt zu Recht auch streng. ☺

Malt es im guten alten "D-Ländle" also mal nicht schwärzer, als es wirklich ist. ( zumal es in der Medizin ( u.A. Schmerztherapie )  ja so langsam immer mehr Bedeutung und Anwendung findet. 🤗

Das ist zwar alles richtig ,ABER : Ob Cannabis nun erlaubt ist oder nicht ändert vermutlich kaum etwas am Konsum. (In Holland kiffen weniger Menschen als in Frankrich zum Beispiel)

Also kein Gegenargument aber sehr interessant

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@Chleymens

Es ist nicht so, dass ich selbst noch nie einen Joint oder eine Bong geraucht hätte, aber die staatliche Argumentation halte ich dennoch für schlüssig. Zudem auch die ständigen Debatten, es nicht zu sehr zu "verharmlosen". Letztlich rauchen es ja auch etwa 90 - 95 % der Konsumenten mit Tabak...dazu muss man dann doch wohl oder übel wohl schon geübt im rauchen von Tabak sein....

Der Konsumentenvergleich pro 1000 oder pro Einwohner der jeweiligen Staaten ist übrigens eines der schlechtesten "Pro" - Argumente überhaupt. Das wäre gleichbedeutend eines Vergleichs von Äpfeln mit Birnen. Fbleibt halt F, NL bleibt NL und D bleibt D. SO sieht es halt auch mit den Menschen der jeweiligen Staaten und ihren grundlegenden Konsum - Vorlieben aus. Schaue Dir einfach mal die dokumentierten Konsumstudien diverser Stoffe ( Alk, Fluppen, Weed, andere Drogen ) alleine dieser 3 Staaten über die letzten 20 bis 30 Jahre in den entsprechenden Statistiken an. Beachte zudem auch die jeweiligen Altersklassen in den Erhebungen. 

Gut, zugegeben bringen Verbote bei der Jugend und Heranwachsenden / jungen Erwachsenen u.U. gewisse Anreize, auch mal zu kiffen, aber der weitaus grösste Teil sieht auch relativ schnell wieder komplett davon ab. 

Normale Raucher will man immer weniger in der Öffentlichkeit, Alkoholkonsum auch nicht, dann KANN Kiffen doch gemäss des Gleichbehandlungsgrundsatzes nicht "besser" werden in öffentlicher Toleranz. 😎 ( es ist ja nicht nur die Politik, denn da stehen ja auch Völker / BÜRGER hinter )  🤔

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Nichts, wenn man über 18 J. alt ist. Der Haken am hiesigen Staat, er fühlt sich den Pharmakonzernen verpflichtet, die gegen eine Freigabe von Cannabis sind. Warum? Nun, zahlreiche Patienten würden dann auf die Sch eiß Psychopharmaka und Schmerzmittel verzichten, was den Umsatz dieser Firmen mindern würde.

Es wäre schlecht für gewisse Teile der Industrie. Cannabis kann als Arzneimittel fungieren und aktuelle Medikamente ablösen, da es effektiver ist. Dies ist natürlich nicht im Interesse der Pharmaindustrie. Auch können aus der Cannabispflanze Papier hergestellt werden, Kleider oder Isolationsmaterial für Gebäude. Die jeweiligen Industrien bekämen also Konkurrenz und müssten sich umstellen. Besonders die Alkoholindustrie könnte Schaden davon tragen, da Alkohol quasi die einzige, gängige Droge ist, die stark berauschend ist. Tabak oder Koffein berauschen deutlich weniger, zumindest so wie die jeweiligen Stoffe grundsätzlich konsummiert werden. Auch würde die Drogenmafia ein grosser Geschäftszweig abbrechen. Lg 

Also nur Vorteile für den einzelnen.

Und Nachteil für die scheiß Industrie wenn ich richtig verstehe.

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@Chleymens

In der medizinischen Therapie setzt man "medikentös" schon weit länger als Cannabinoide sogar  Opiat-Derivate ein. 

"Schiet - Industrie" kannst Du also auch knicken...ganz im Gegenteil....hätten bei THC-basierten Präparaten in Freigabe doch quasi ein "Dealer-Monopol"...

Wie gesagt, "Opiate" sind in der Medizin schon lange gängig u.A. als starke Schmerzmittel.

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@Parhalia2

Medizinisches Cannabis wird aber nur selten verschrieben. Es gibt viele Medikamente die vom Markt verschwinden oder weniger verschrieben werden, da Angst besteht sie könnten zu Raschzwecken missbraucht werden. 

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@whabifan

Bislang liegt es tatsächlich noch beim Patienten in Unterstützung seines Hausarztes mit der richtigen Argumentation ob angemessener Wirkung und geringerer Nebenwirkungen der Verabreichung von THC als Alternative für manche Symptomatiken. Da mahlen die Mühlen halt wirklich noch langsam und nicht für jeden Patienten ist diese Alternative geeignet. 

Grundlegend müssten sich dabei erst mal mehr Haus- / Fachärzte und Naturheilpraktiker ernsthaft mit dieser Materie auseinandersetzen. 

Die zweite Hürde wären dann weitere Regeln und Gesetzesänderungen, wer unter welchen Vorgaben überhaupt Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen dürfte. Da ist man sich halt noch uneins. 

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Ich kenne auch kein einziges trifftiges Argument, was sich nicht mit ein wenig Grips entkräften ließe. Aber was hälst du davon:

Der Alkoholindustrie würden zig Trizilliarden Euro flöten gehen, weil dann weniger Leute Alkohol trinken würden. Unser Bier würde dann noch minderwertiger produziert, um die Verluste auszugleichen.

Ich finde man sollte hier eine konsequente Linie fahren. Drogen sollte man entweder verbieten oder nicht. 

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Bei Übermäßigem Konsum: Selbstgefährdung und/oder Aggressionen gegenüber Unbeteiligten (nein Bekiffte sind nicht immer locker und gut drauf...)

(ein Argument von wegen "Verursachen andere Drogen/Alkohol auch etc." ist übrigens kein Gegenargument)

Ich bin auch für die Legalisierung.
Aber dieser Typ hat recht.
Wers übertreibt.. hat keine guten folgen.

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@abcvogel

Es geht darum was gegen eine Legalisierung spricht.

Du kannst es uch übertreiben wenn du Cannabis illegal besorgst

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So und das wahre Gegenargument ist dass eine legalisierung nichts an der Menge des Konsums ändern wird.

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@Chleymens

Ich denke doch. Auf lange Sicht würde weniger konsumiert werden, da es keinen offensiv agierenden Schwarzmarkt mehr gäbe. Der Handel würde sich nicht mehr inmitten der Bevölkerung abspielen, was widerum weniger Abhängige zur Folge hätte.

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Es gibt keine Argumente gegen die Legalisierung von allen Drogen. Jedes Kontra der Gegenseite lässt sich sofort entkräften. Jeder Mensch der nicht zumindest für eine entkriminalisierung von Cannabis ist, hat sich nicht genug mit dem Thema befasst. Und das ist ein Fakt!

Wenn du von vornherein klar stellst, dass du keine andere Meinung gelten lässt, ist es auch zwecklos, dir zu antworten.

Argumente, keine Meinungen.

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Reicht es nicht das Tabak und Alkohol legal sind? Oder magst mir jetzt wieder erzählen das Cannabis nur ne Medizin ist? So wie Opiate oder so wie Amphetamine zum Beispiel, die machen ja sicher auch nicht süchtig? 

Warum legalisieren wir das dann nicht auch? Warum ballern wir uns nicht das Hirn weg und zahlen dabei noch Steuern dafür, Win Win für den Staat. Es gehen ja eh alle Süchti... äh Sorry... Konsumenten völlig verantwortungsvoll damit um.

Ich kenne Leute mit Alkoholproblemen und auch genug Kiffer und sehe im Verhalten keinen Unterschied. Und eins haben sie definitiv gemeinsam; Ihr Kopf funktioniert durch den Konsum nicht mehr richtig. 

Ich liebe es, wenn diese "Das ist voll gesund" Leute völlig zugedröhnt vor mir sitzen, jedes meiner Worte glauben und sich am Ende nur noch an die Hälfte erinnern können. Und das sogar oft, wenn sie den tag mal gar nichts gehabt haben.

Oder die "Das macht nicht süchtig" Leute, die Abends ohne das Zeug nicht schlafen können. Nein... das sieht man gar keine Gefahr, völlig normal, wenn man ohne das Zeug nicht mehr schlafen kann.

Das ist so ein Bullshit, nichts anderes. Ein Süchtiger findet doch immer Gründe, warum seine Droge nicht schlimm ist, warum man sie nehmen sollte, warum sie voll ungefährlich ist. 

Aber mal so zum Schluß: Die meisten Raucher sagen einem, dass man mit dem Scheiß lieber nicht anfangen soll. Das hab ich von nem Kiffer noch nie gehört.

https://youtu.be/WMwvJ4kNsGM schau dir mal das an !!! Die Frage ist die sich mir stellt wenn nur eins legal ist warum dann der sch**ß Alkohol ? Bzw. warum so billig zu bekommen und so tolerant ... und naja du scheinst auch keine Erfahrung mit Cannabis zu haben und redest nur schlecht drüber ...

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@Yannick1998

Ja keine Ahnung... Meine Mutter arbeitet auf einer Suchtstation in der Psychiatrie, ich habe ebenfalls dort gearbeitet und arbeite nun an der Tafel, berate Arbeitslose. Ich habe täglich mit Süchtigen jeglicher Art zu tun. In meiner Stadt wimmelt es nur so von Kiffern, einige sind auch trotzdem meine Freunde. Aus meinem Küchenfenster kann ich in der Gasse gegenüber immer Deals beobachten während ich spüle. Meine beste Freundin will immer wieder aufhören zu kiffen, weil sie sich so schlecht Dinge merken kann, seit sie kifft, doch sie kann ohne 1 oder 2 Spliffs am Abend nicht einschlafen, wird panisch.

 Ist das immer das einzige Argument? Warum Alkohol und nicht Cannabis? Die Gründe dafür sind nicht weniger dumm, als die ewige Nachfrage, ob man Cannabis legalisieren kann. Alkohol hat nämlich nur eine Berechtigung hier: Er ist in der westlichen Kultur schon immer da. Das wars auch schon. 

Und so lange ich jeden tag Süchtige sehe, die einfach nicht mehr klar kommen, werde ich sicher meine Meinung nicht ändern.

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Laut deinem Profil scheinst du ein sehr Gläubiger Mensch zu sein dann ist mir schon klar warum du so abwertend redest

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@Yannick1998

Lesen ist nicht so deins oder? Ich bin politisch mittiger Atheist. Da ziehen irgendwelche Glaubensvorurteile nicht.

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Es ist ja niemand der behauptet Cannabis sei harmlos. Du gibst die Antwort ja selbst. Unabhängig davon ab Drogen legal sind, in deinem Beispiel Alkohol und Cannabis, werden Menschen süchtig und krank davon. Wieso muss man also beides gesetzlich anders behandeln, wenn die Folgen vom Konsum nahezu identisch sind. 

Ist ein Drogenabhängiger mit seiner Sucht nicht schon genug belastet? Muss man ihm wirklich noch mit strafrechtlicher Verfolgung drohen? 

Edit: @Yannick1998. Wenn du jemanden von deiner Meinung zu überzeugen versuchst, bringt es relativ wenig diesen Menschen anzugreifen oder zu beleidigen. Denkst du ernsthaft du kannst pokhorny von deiner Meinung überzeugen indem du seinen Glauben oder seine Religion angreifst? 

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Die Frage ist : was sollte sich daran ändern wenn cannabis legal wäre

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@Chleymens

Es könnte die gleichen Auswirkungen wie in Colorado haben. Dort hören die Dealer nicht einfach auf, weil es legales zu kaufen gibt, sondern verkaufen höher konzentrierte synthetische Cannabinoide. Leider sind diese gesundheitlich um einiges gefährlicher.

Gleichzeitig muss man  auch bedenken, das eine Legalisierung auch den Jugendschutz mit sich bringen würde, die Jugendlichen würden sicher wie beim Alkohol auch, beim Kauf ausgeklammert. Und genau diese Jugendlichen dürften dann Ziel von Dealern sein. 

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@Pokhorny

Und genau diese Jugendlichen dürften dann Ziel von Dealern sein.

Ja, dennoch würde es dann weniger Dealer geben, weil der Großteil der Konsumenten nunmal nicht auf Dealer angewiesen wäre.

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@lost2000

Das ist aber eine sehr naive Betrachtungsweise... Die würden einfach ihr Angebot ändern, wahrscheinlich zu härteren Drogen. Und da sie dann ja auch schon einen jüngeren Kundenstamm hätten, wären diese dann auch da die Zielgruppe.

Mag sein das ich da jetzt ein bissle übertreibe, denke aber nicht das die Dealer dann einfach aufhören würden. Wer verkauft denn bitte nur Gras?

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@Pokhorny

Und das ist widerum der Vorteil der Legalisierung aller illegalen Drogen und deren Abgabe in entsprechenden Geschäften. Wenn es nichts mehr gibt, was ein Dealer verkaufen kann, kann er nicht mehr dealen. Die einzige Zielgruppe wären dann Jugendliche.

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@Pokhorny

Drogendealer verkaufen Dinge die verboten sind, bei denen aber eine Nachfrage besteht. Die Nachfrage in der Bevölkerung nach harten Drogen ist viel geringer als jene nach Cannabis. Es würde zwangsläufig weniger Drogendealer geben. Cannabis für Drogendealer nicht unbedingt besonders interessant. Es ist unhandlich, der Kilopreis ist bei kaum einer Droge so gerring und das Zeug stinkt meterweit. Der Drogendealer kann gerne etwas anderes verkaufen. Ob der Kunde aber noch zu ihm kommt wenn er genausogut legal im Laden kaufen kann ist aber unwahrscheinlich, sofern die Preise akzeptabel sind. In Frankreich, wo ein Päckchen Kippen bald 10 Euro kosten soll entsteht wieder ein verstärkter Schwarzmarkt für Zigaretten. Wieso? Weil der Schwarzmarkt billiger ist. Würde der Staat das Päckchen auf 3 Euro setzen, dann würde kein Mensch geschmuggelte Zigaretten erwerben. 

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Echt gute Ansage zum Thema @Pokhorny.

Der beschriebenen Aussagen gibt es auch nicht anderslautend etwas zu erörtern.

Echt noch mal erörternd gut niedergeschrieben. ☺

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Parhalia2 das ist alles andere als eine gute Ansage

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