Was zum Donnerwetter ist ein Welschwort?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Welschwort ist ein fremdsprachliches Gebilde in der deutschen Sprache - gewissermaßen ein von fremden Sprachen erbettelter Ausdruck.

Welscher glauben, Welschwörter benutzen zu müssen, da die deutsche Sprache zu armselig ist, ihren tiefen Gedanken zu folgen.

Welscher setzen ihren Stolz darein, reichgesprenkeltes, gelehrtklingendes Welsch zu sprechen, wodurch sie die Deutschschreiber verhöhnen.

Wagnerianische Wohlredner, die "Welschwörter" ablehnen und allem "Welschen", also allem "Fremdländischen/Südländischem", feindselig gegenüberstehen, sind zumeist deutschtümelnde - oft auch braun gesprenkelte - Zeitgenossen, an denen die Zeitläufte mehr oder weniger spurlos vorbeigegangen sind und die sich in einer nie so dagewesenen Vergangenheit suhlen.

(Ich hoffe immer noch, dass deine Wortbeiträge Satire sind, Adelung...)

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@earnest

Aus den nicht leicht zu entwirrenden Zeilen tritt mir erkennbar eine Feindseligkeit entgegen, die es mir unmöglich macht, mit aller Vernunft darauf zu antworten.

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@Adelung

Dann würde ich dich ungern in deiner Verwirrung stören. Oder gar mit einer Entwirrung behelligen.

Vernunft wäre aber eigentlich eine gute Idee...

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Sorry, das ist deutschtümelnder, fast schon chauvinistischer  Unsinn.

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@Bswss

Entschuldigung, aber enger kann der Gesichtskreis nicht sein.

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@Adelung

Entschuldigung, war das jetzt eine Selbstbeschreibung?

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Vielen Dank für diese interessante Antwort.

Welscher glauben, Welschwörter benutzen zu müssen, da die deutsche Sprache zu armselig ist, ihren tiefen Gedanken zu folgen.

Schaut man sich die Entwicklung der deutschen Sprache über ein paar Jahrhunderte an, dürfte einem eine nicht ganz unbedeutende Sache auffallen. Sie verändert sich über die Zeit und passt sich neueren Gegebenheiten an. Genau wie bei Kulturen sind dies oft äussere Einflüsse, die eine Kultur bzw. Sprache prägen und bilden.

Es wäre anmaßend von der deutschen Sprache zu reden und Einflüsse anderer Sprachen abwertend und als schlecht einzuordnen. Das insbesondere vor dem Hintergrund, dass erst durch kulturellen Austausch sehr viele Begriffe und Wörter gereist und in den Sprachgebrauch anderer übergegangen sind und so viele ähnliche Worte sprachübergreifend zu finden sind.

Ein Abkanzeln gegenüber Neuem, neuen Einflüssen, sei es durch Sprache oder auch anderen Kulturen ist genau das, was eine Gesellschaft nicht braucht, will sie sich fortentwickeln. Niemand, wirklich niemand braucht solch rückständiges Denken, was im weiterführenden Sinn schon ganz anderes gefährlicheres Gedankengut auf die Bühne gelockt hat.

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@Fanta421

DH!

(Und nicht die Deutschtümelei einer vergangenen, unseligen Epoche.)

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@earnest

Dieser Thread (Vorsicht Fremdwort) ist der hilfreichste zu meiner obigen Fragestellung, wenn es darum geht den Begriff Welschwort ins Rechte Licht zu rücken.

Von daher vielen Dank.

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Hallo Adelung, wieder mal mit dem falschen Fuß aufgestanden? Sieder mal Lust auf Streit? Wieder mal Lust der Teutschen heiligst' Gut, ihre ehrenwerte Sprach' zu verteidigen? Mein Gott!

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@mychrissie

"Mein Gott" ist korrekt.

P.S.: Angesichts der sonstigen Ausführungen des Fragestellers überrascht die Sternvergabe dann doch...

Aber es scheint eh, als tobten sich auf dieser Seite auch Kabarett und Satire aus.

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"Welsch" nannte man früher in deutschsprachigen Ländern alle Wörter und Sprachen, die eben NICHT deutsch sind.

Meist waren FRANZÖSISCHE Wörter gemeint, z.B. die französischen Wörter, welche deutschsprachige Schweizer hörten, oder auch die italienischen und ladinischen Wörter, die man im deutschsprachigen Südtirol hörte.

Aber auch die slawischen Sprachen Europas wurden gelegentlich "Welsch" genannt, z.B. die Sprachen der Wenden und Sorben.

Vom Wort "Welsch" kommt auch der Begriff "Kauderwelsch" - etwas, was man nicht versteht.

Der abschätzige Beigeschmack des glücklicherweise (bis auf gewisse Reste) ausgestorbenen Wortes sollte nicht vergessen werden.

(Abschätzig auch noch "Rotwelsch".)

Auf jeden Fall bedeutete "Welsch": "undeutsch".

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Ich ergänze noch, dass das Wort auch im Englischen benutzt wurde. "Welsh" (Walisisch) ist eine keltische Sprache, die die Angelsachsen nicht verstanden. Die Waliser sprechen von "Cymraeg".

Und den Engländern kam dies eben "welsh" vor.

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@OlliBjoern

Ja. Und z.B. "to welsh on deals" ist durchaus negativ konnotiert: betrügen.

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Das Wort kann aber auch positiv benutzt werden.
In der Westschweiz spricht man von "welschem Charme" ("französischem Charme") wenn eine Frau z.B. einen französischen Akzent im Schweizerdeutschen hat.

In der Westschweiz gibt es ja viele französische Muttersprachler. Und erst östlich vom "Röstigraben" wird deutsch gesprochen.

Das ist, keine Frage, punktuell richtig.

Aber hier im Thread wird es, zum Beispiel in den Beiträgen von Adelung, im negativem Sinne als geradezu chauvinistische Abgrenzung vom selbstverständlich positiv konnotieren Deutschtum benutzt.

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