4 Antworten

Ich hoffe doch sehr, die Grundeinstellung übers Leben hinweg und die Bemühung.

Nicht jeder Mensch kann "Gutes tun", besonders, wenn damit auch noch Spenden gemeint ist. Nicht jeder hat Geld übrig. Auch unter Muslimen gibt es sicher Geringverdiener oder Menschen, bei denen einfach am Monatsende nichts übrig bleibt oder sogar ein Minus auf dem Kontostand steht. Diese Menschen sollten sicher nichts spenden!

Man muss sich mMn fragen, ob ein allmächtiges Wesen wirklich so ein Erbsenzähler ist, wie uns religiöse Bücher oder manche Predigten wirklich weismachen wollen, oder ob das nicht eine Erfindung, eine Interpretation der Menschen basierend auf IHREN Erfahrungen und Einstellungen ist.

Warum sollte denn ein allmächtiges Wesen am Ende sagen, "joa, er hat sich immer bemüht, anderen zu helfen, war zu jedem freundlich, hat sich oft hintangestellt, um andere zu unterstützen, aber in der Endabrechnung hat er nicht oft genug gebetet und nicht genug gespendet"?!

Kann man sich wirklich vorstellen, dass ein allmächtiges Wesen sich derart erniedrigt und mit dieser Art Erbsenzählerei am Ende eines Menschenlebens Buchhaltung betreibt?

Menschen haben, wenn sie lange leben, sehr viele bis viele Lebensphasen mit teils stark unterschiedlichen Schwerpunkten. Es gibt Phasen, in denen man viel hilft, vielleicht auch viel spendet oder verschenkt oder für andere bezahlt, es gibt (manchmal andere) Phasen, in denen man viel betet (oft eher im Alter oder halt in Phasen, in denen die Religion sehr wichtig ist) und es gibt Phasen der Überforderung, in denen die Religion bei einigen in den Hintergrund tritt, Phasen der beruflichen Überforderung, Depression, Trauer, Selbstfindung, Krankheit oder Krankheitsgebleitung usw.

Wer würde denn wirklich glauben, dass ein Gott am Ende sagt, oh, da hat er also nicht gebetet und sich nicht an bestimmte Vorgaben gehalten, und es zählt überhaupt nicht, dass er zu der Zeit stark überlastet war, psychisch krank, keinen Kopf dafür frei hatte?

Ja, es gibt Menschen, die gerade in schweren Phasen sich der Religion zuwenden und es gibt Menschen und Zeiten, in denen man so überlastet ist, dass man vieles einfach nicht mehr schafft und das in Vergessenheit gerät.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, so dass etwas - sehr Menschliches - von einem allmächtigen Wesen bestraft würde, selbst wenn man übers gesamte Leben gesehen sehr bemüht war, "ein guter Mensch" zu sein und auch anderen zu helfen. Und sich vielleicht auch bemüht hat, zumindest phasenweise, Gott nahe zu sein und seine Gebote zu verstehen.

Mal unabhängig davon was der Islam sagt, zeigt natürlich der Charakter und das Handeln, ob man ein guter Mensch ist. 5x am Tag beten macht dich jedenfalls nicht besser als jemand der gar nicht betet. Man leistet dadurch ja nichts. Wird der Islam sicher anders sehen. Aber die richtige Welt ist denke ich schon etwas wichtiger.

Und wenn man gute Taten nur macht, weil man dafür belohnt wird, dann würde ich das irgendwie zwiespaltig sehen, weil es einem dann ja nur um sich selbst geht und nicht um die anderen. "Gute Menschen" brauchen keine Aufforderung "gutes" zu tun. Das sollte in einer Gesellschaft selbstverständlich sein und durch das Umfeld und die Eltern beigebracht werden.

Wenn dieser Allah auch nur einen Funken Verstand hat, dann zählen einzig gute Taten (also was hier mit "Charakter" gemeint ist) und nicht irgendwelche sinnleer abgespulten Rituale.

Das weiß nur Allah. Falls es ihn gibt. Und falls es eine Auferstehung gibt.

PS: War das jetzt ein rassistischer Spruch?

Die gibt es. An Gott und die Auferstehung glauben Christen auch.

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@ser999

Du sagst es: Sie GLAUBEN es. Deswegen ist dein erster Satz unlogisch.

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@earnest

Sie wissen es, da sie die Bibel als Beweis haben.

,,Ich weiß an Gott'' haut grammatikalisch nicht so hin ...

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@ser999

Die Bibel als "Beweis" dafür, dass das, was in der Bibel steht, wahr ist?

Da lachen aber die Hühner...

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