Was zählt bei Wohngeldantrag als Einkommen?

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Ja, der freiwillige Unterhalt zählt auch dazu. Und ja, der kann auch reichen. Du mußt Dir den Unterhalt bescheinigen lassen.

Was zählt alles zum Einkommen?

Zum Einkommen zählen fast alle Einkünfte und Einnahmen in Geld oder Geldeswert:

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  Steuerfreie genauso wie steuerpflichtige Einnahmen
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  Einmalige genauso wie regelmäßige Einnahmen 

Im Zweifel geben Sie besser sämtliche Einkünfte an - es ist für Sie und uns unangenehm, wenn später Wohngeldzahlungen zurückverlangt werden.

Einkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes ist zunächst die Summe der positiven Einkünfte im Sinne des § 2 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) jeder zum Haushalt rechnenden Person, also alle positiven steuerpflichtigen Einkünfte. Ein Ausgleich mit negativen Einkünften anderer Einkommensarten oder mit negativen Einkünften anderer zum Haushalt rechnenden Personen ist unzulässig.

Zum Einkommen gehören zusätzlich auch viele steuerfreie Einnahmen. Weiterhin sind auch einmalige Einnahmen wie Abfindungen (auch aus Vorjahren) sowie Renten- und Unterhaltsnachzahlungen usw. anzugeben.

Zu den Einnahmen gehören u. a.

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  Gehälter, Löhne, Einnahmen aus geringfügiger Beschäftigung (Nebentätigkeiten, Mini-Jobs), unabhängig davon, ob die Beschäftigung auf Lohnsteuerkarte erfolgt oder das Arbeitseinkommen pauschal versteuert wird;
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  Honorartätigkeiten, Tantiemen, Wartegelder, Ruhegelder, Witwen- und Waisengelder, Renten, Betriebsrenten;
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  Einnahmen aus selbstständiger oder  freiberuflicher Tätigkeit, aus Land- und  Forstwirtschaft, aus Kapitalvermögen (Bausparverträgen, Sparguthaben, Wertpapieren, Investmentanteilen  u.ä.: z. B. Zinsen, Dividenden u. a.);
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  Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung  (jedoch ohne die Einnahmen aus einer evtl. Untervermietung);
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  Unterhaltszahlungen, Sachbezüge, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Unterhaltsgeld;
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  Leistungen nach dem BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe, Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit, Hilfe zum Lebensunterhalt. 

Abtretungen, Pfändungen, Abzweigungen u.ä. gehören zum Bruttoeinkommen und sind nicht von diesem vorweg abzusetzen.

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