Was würdet ihr zu einem kleinen Jungen sagen dessen Mutter gestorben ist und nicht richtig versteht wo seine Mutter jetzt ist und fragt ständig nach sie?

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7 Antworten

Mein Sohn war fast 3 Jahre alt, als sein zweiter Opa starb. Er hat ihn heiß und innig geliebt und war fast täglich mit ihm zusammen. Nachdem der erste Opa nur Monate zuverstorben war, war ihm das sehr wichtig. Er lief immer wieder duch die Räume und suchte ihn überall und fragte ständig nach ihm. Der Junge verstand einfach nicht, was "Sterben" und "Tod" wirklich bedeuten. Bei dem Tod seines ersten Opas hatte er ganz gelassen reagiert, daher überraschte uns das. Er wurde von Tag zu Tag ärgerlicher und wütender.

Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt entschlossen wir uns zur Aufbahrung zu gehen und ihm den Opa zu zeigen. Schon in den ersten 2 Sekunden verstand er was es bedeutet "Tod zu sein". Wir haben ihm erklärt, dass es nur sein Körper ist der jetzt beerdigt wird. Seine Seele und seine Liebe sind im Himmel bei Oma. Die wartet dort schon auf ihn zusammen mit unseren anderen Vorfahren. Wenn er dann mal in den Himmel kommt, dann warten sie alle auf uns und wir sind dann wieder zusammen. Das sei der Kreislauf des Lebens. Er selber müsse dann später auch einmal die Ankunft seiner Kinder und Enkel im Himmel vorbereiten. Zur Beerdigung selber war er nicht mit. Ein paar Tage danach bin ich alleine mit ihm dorthin. Er sah sich alles ganz still an und legte seine Gabe (ein selbst gestalteter Stein und Blumen) ab. Die Fragen fingen ca. 3 Monate später an.

Wir sind viel auf dem Friedhof gewesen. (Neben unserer Wohnsiedlung ist ein Friedhof, daher müssen wir ihn ständig überqueren.) Er sah wie Gräber ausgehoben wurden. Er sah von Ferne Beerdigungen und wie die Gräber mit einem kleinen Bagger geschlossen wurden. Das Kind half uns bei der Grabgestaltung und suchte die Pflanzen mit aus.

Ca. 3 Monate später begannen seine Albträume. Er bekam Angst, dass wir (seine Eltern) auch sterben könnten. Nachts stand er plötzlich am Bett und fühlte, ob wir noch leben. Dann legte er sich zu uns oder ging wieder in sein Bett. Manche Nacht war er 5 mal da. Nach weiteren 3 Monaten wurden die Besuche seltener und hörten dann wieder auf.

Dann fing er an uns Vorschriften zu machen. Er hatte z.B. gehört, das Rauchen tödlich sein kann. Also verbot er Rauchern in unserer Umgebung zu rauchen oder er passte besonders gut auf, dass wir uns anschnallten oder nur gesunde Sachen essen. Das gab sich dann auch bald wieder.

Er war schon in der Grundschule, da sah ich, wie er einem Insekt unnötig Schmerzen bereitete. Da erzählte ich ihm, das es Glaubensrichtungen gibt, die sind der Überzeugung, dass man mehrfach wiedergeboren wird, bevor man im Himmel bleiben darf. Es könnte auch passieren, das man als Baum oder Insekt wiedergeboren wir. Wäre natürlich jetzt doof, wenn er da seinem Opa oder den netten Nachbarn, der letzen Monat starb, da gequält hätte. Noch heute trägt er seit dem jede Spinne nach draußen.

Mein Sohn ist jetzt über 20 Jahre alt. Er möchte immer noch Geschichten darüber hören, was er mit seinem Opa so alles gemacht hat und schaut sich gerne die alten Fotos an. Er kommt auch noch immer regelmäßig mit, wenn wir das Grab herrichten oder die Blumen gießen müssen.

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:31

Sehr berührende geschichte vielen Dank! und tut mir leid für seinen und deinen Verlust wie schnell Kinder doch erwachsen werden

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Wie klein? Und "darf" er glauben? So Himmel und so?

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:01

einfach was ihm hilft es besser zu verkraften egal wie

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:05

ok vielen Dank :)

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Das Kind so schonend wie möglich erklären. Das die Mama jetzt ein Engel ist  im Himmel wohnt und über das Kind wacht.

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:06

vielen Dank für deine Hilfe :)

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Ich kenne das, man sagt das mama jetzt im Himmel ist und dort viele neue Leute kennengelernt hat.

Das sie da total glücklich ist usw.

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:03

Vielen Dank :)

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Kommentar von Rockylinchen
26.12.2015, 00:04

kein Problem:-)

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Man sollte knallhart sagen, die Mutter ist im Himmel und kommt nie mehr wieder und er wird sie erst wiedersehen wenn er auch im Himmel ist.

Bringt nichts, das Kind anzulügen

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Kommentar von lilaloveshorses
26.12.2015, 00:00

So würde ich das einem kleinen Kind nicht erklären

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:02

vielen Dank für die Hilfe aber bitte jetzt nicht streiten

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Bestatter helfen bei sowas gerne und haben auch meistens Ahnung davon wie man es den Kindern am besten beibringt. Das Kind hat dann auch einen Ansprechpartner der nicht in der Familie ist und vielleicht ist das auch gut.

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Einfach sagen, dass die Mutter wegen Ihrer Arbeit im Ausland ist, wenn das Kind älter wird, versteht es von alleine, wo die Mama ist

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:03

ja vllt danke für die schnelle Antwort :)

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Kommentar von NunAl495040
26.12.2015, 00:07

tut mir leid.. haha aber trotzdem besser glaube ich als es direkt zu sagen

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