Was würdet ihr tun? Ich brauche Hilfe weiß mir keinen Rat mehr

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11 Antworten

Hallo,

wie immer bei Nachbarschaftsproblemen sollte man als erstes ein ruhiges gemeinsames Gespräch suchen.

Verläuft dieses nicht erfolgreich, dann sollte man sich in der Nachbarschaft Gleichgesinnte suchen, die mit dem Hühnermist ebenfalls Probleme haben - und die wirst du mit Sicherheit finden.

Eine Hühnerhaltung im Wohngebiet ist nicht so einfach erlaubt, wie z.B. eine Hundehaltung. Es gibt da schon eine ganze Menge Auflagen - von der Meldepflicht bis zur Impfpflicht. Kommt der Hühnerhalter diesen gesetzlichen Bestimmungen nach? Auch der Schutz gegen Salmonelleninfektion muss gewährleistet sein. Der Hinweis auf die Kinder, die auf der Wiese spielen und sich am Hühnerdreck infizieren könnten, dürfe ausreichen, damit der Hühnerhalter aufgefordert wird (von Seiten der Gemeinde bzw. der Verwaltung her), seine Hühner nur in einem eingezäunten Bereich frei laufen zu lassen.

Mir wäre die Gesundheit meiner Kinder so wichtig, dass ich in einem solchen Falle es auch auf einen Streit ankommen lassen würde. Und die Gemeinde oder Verwaltung hilft mit Sicherheit hier weiter!!

Gutes Gelingen

Daniela

Ganz klare Fall von Interessenkonflikt. Wahrscheinlich handelt es sich um ein eingezäuntes Grundstück, Du möchtest Deine Kinder in verantwortungsvoller Weise in Sicherheit wissen, der Nachbar seine Hühner. Nun muss erst einmal die Nutzung der Geländes geklärt werden, und zwar mit dem Eigentümer, denn der ist ja als Besitzer verfügungsberechtigt. Auch spielt das Gewohnheitsrecht eine Rolle. Sollte die Hühnerhaltung schon länger als die Kinder bestehen, gibt es hier ebenfalls Nutzungsansprüche. Du würdest auch nicht Einschränkungen, welche Du beim Zuzug gar nicht für erwähnenswert gehalten hättest, mit einmal dulden wollen, denn das würde ja eine Einschränkung Deiner Freiheit zur Folge haben, oder? Ein klärendes Dreiergespräch mit dem Vermieter wäre hier notwendig.

Zunächst finde ich grundsätzlich bei jeder Angelegenheit wichtig herauszufinden welche Fakten vorliegen:

  1. Hat der Nachbar vielleicht sogar eine Erlaubnis vom Vermieter die Gemeinschaftswiese mit den Hühnern zu nutzen?
  2. Was steht in den Mietverträgen?
  3. Wie lange laufen die Hühner schon auf der Wiese herum? Vielleicht hält der Nachbar seit 20 Jahren dort Hühner...
  4. Was heißt "OFT"? Laufen die Hühner täglich, 1 x die Woche, 2 x im Monat, ...
  5. Wie viele Hühner sind es im Verhältnis zur Wiese? (Dazu muss ich sagen, dass wir selber mal 3 Hühner plus Hahn hatten, die sind zusammen auf der "Wiese" , heißt auf dem ganzen Grundstück, ca. 750 m², mit den Kindern herumgetollt. Ob da eine Krähe, Taube, Katze, Eichhörnchen, auch mal hingemacht hatten, ... Ich selbst bin auch auf einem Hof mit freilaufenden Hühnern groß geworden...) Was nicht heißt, dass Ihr das überhaupt ertragen müsst! Ich meine nur die Relation von Natur, Größe der Wiese, Anzahl der Hühner, Häufigkeit der Ausläufe, Belastung!
  6. Weiß der Nachbar, dass Euch die Hühner stören?

Die Ratschläge Hunde auf die Hühner loszulassen oder gar den Hühnern was anzutun, sind wohl eher als Schmunzler aufzufassen, denn damit würdet Ihr Euch gesetzwidrig verhalten und auch nur mehr Ärger bekommen.

Also versucht herauszubekommen auf welcher Grundlage der Nachbar berechtigt ist oder sich berechtigt fühlt, seine Hühner dort frei laufen zu lassen. Danach könnt Ihr dementsprechend handeln:

  1. Falls er darf - Mietminderung ankündigen, da Ihr die Wiese nicht uneingeschränkt nutzen könnt.
  2. Falls er nicht darf - ein Gespräch mit ihm suchen und Lösungen finden (siehe auch andere Beiträge)
  3. Falls er es nicht einsieht - den Vermieter einschalten, mit der Bitte um Aufforderung zur Unterlassung > Mietminderung > Gesundheitsbehörde? > Behördliche Erlaubnis der Hühnerhaltung?

Mit einem freundlichen Gespräch unter Nachbarn kann man oft viel erreichen.

Wenns es nichts bringt,dann bleibt nur eine Beschwerde beim Vermieter,in der Folge käme noch das Ordnungs- bzw. Gesundheitsamt in Frage.

einfach in die mitte des Grundstücks einen Steckzaun auf stellen das sie auf seiner seite bleiben kannst ihm mal vorschlagen und so schlimm ist das jetzt auch nicht Gott wie oft bin ich als Kind barfuss in Hühnerkacke gelatscht bei uns laufen Huhner oft frei und im Sommer eine Amader von Gänsen das sind AA Massen :D

Such am besten das Gespräch und schilder die Situation sachlich und ruhig, schließlich dürfte es für den Nachbarn kein großes Problem darstellen, die Hühner in einem eingezäuntem Gebiet herumlaufen zu lassen. Die Kinder sollten nicht mit dem Kot in Berührung kommen, das ist echt ungesund und das sollte der lieber Herr Nachbar auch einsehen.

Habt Ihr den Nachbarn schon mal darauf angesprochen? Wenn die Wiese für alle ist, kann er die Hühner nicht einfach ohne Eure Zustimmung -also die Zustimmung aller, die sie benutzen- dort laufen lassen. Das ist keine übliche Nutzung.

vielleicht kann er sich einen Teil einzäunen, auf den Ihr verzichten könntet? Oder Ihr macht das alle gemeinsam? Es kann ja auch schön sein, die Hühner dann dort zu beobachten und für die Kinder interessant.

wenn das aufhören soll, muss einer was sagen. Sonst denkt der Nachbar, es stört keinen. Man kann es ja beim ersten Versuch freundlich sagen und versuchen eine Regelung zu treffen, mit der auch der Nachbar - und seine Hühner - leben können.

Dann schildere das dochmal dem Vermieter, ich schätze der wird begeistert sein wenn er erfährt das sein Gründstück zu einer eine Hühnerfarm geworden ist. Frag mal beim Ordnungsamt ob dein Nachbar das überhaupt darf, Hygiene und Tierhaltungs Vorschriften in Verbindung mit Seuchenprävenion u.s.w,schlieslich sind es deine Kinder die davor geschützt werden müssen. Oder schaff dir einen Jagdhund an , ;-)) LG

Ispahan 29.01.2013, 14:09

ohje, diese Zeche würde der Hund bezahlen müssen!

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Als Hühnerauslauf ist es ja keine Gemeinschaftswiese. Frag doch mal beim Hausbesitzer nach,ob er den Hühnerhof erlaubt.

Besorg Dir,und sei es nur leihweise (Besuch einladen),einen Hund und lass ihn auf der Wiese spielen. Sollte aber ein richtig verspielter sein. Wenn alle Stricke reißen,halt schlachten. Denk an Wilhelm Busch und seine Witwe Bolte.

Frag ihn doch mal ob er nicht einen Teil einzäunen kann.

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