Was würdet ihr sehen wollen?

9 Antworten

Sehr schön, dass du einen modernen Zoo aufbauen möchtest, der den Bildungsaspekt, der zu jedem akkreditierten und zertifizierten Zoo gehört, so herausstellen möchtest. Die Idee mit den Kursen zur Haltung sind auch sehr spannend, weil es viele Arten gibt, bei denen jeder durch Haltung mithelfen kann sie zu retten. In dem Zusammenhang ist vielleicht das Projekt Citizen Conservation für dich interessant.

Reptilien sind ein guter Anfang in diesem Bereich, aber auch Amphibien und Fische sind toll. Hochlandkärpflinge etwa lassen sich gut halten und du kannst es direkt mit Artenschutz verknüpfen. Das wäre eine Art, die deiner Idee sehr zu Gute käme und die ein toller Start ist, weil es viele verschiedene Hochlandkärpflinge gibt, die echt faszinierend sind.

Wichtig ist, dass die Tiere möglichst so untergebracht werden können, dass es ihrem natürlichen Lebensraum entspricht und auch ihrem Bewegungsbedürfnis Rechnung getragen wird.

Mir sind weniger die speziellen Tierarten wichtig, wichtiger finde ich eine gute Wissensvermittlung, die kommt mir in den meisten Tierparks zu kurz. Da geht es hauptsächlich ums Angucken der Tiere. Das ist zwar schön, aber mir macht es mehr Spaß, wenn ich zusätzlich noch viele Informationen bekomme. Insofern gefällt mir Dein Konzept schon sehr gut.

Und ein möglicher naher Kontakt ist auch toll. Gerade bei typischen "Ekeltieren" wie Schlangen und Spinnen ist so ein Kontakt wichtig zum Abbauen von Vorurteilen.

Die Idee ist nicht so toll. Für die allermeisten Tiere ist ein Saal voller Menschen eine enorme Stressbelastung. Auch der Transport ist sehr stressig. Das man durch einen Zoo geht hat auch seinen Sinn im Sinne der Tiergesundheit. Wenn du jedesmal einen Otter fangen musst um ihn dann von A nach B zu bringen und ihn für einen Vortrag vor einer Gruppe Menschen in einem kleinen Glaskasten hältst (frei rumlaufen könnte gefährlich sein, Fischotter sind Raubtiere aus der Marderfamilie) ist das für das Tier absolut stressig und kann auf Dauer zu Krankheit oder Tod führen.

Am besten bleiben Tiere in einem Habitat das ihrem natürlichen Lebensraum weitgehenst entspricht und werden so gehalten, dass sie von den Besuchermassen nicht viel mitbekommen.

Es gäbe natürlich eine andere Möglichkeit:
Du kaufst 500km² Wald, siedelst dort heimische Arten an die auf dem Platz leben können, und dann gibt es ein Zentrum wo die Besucher auf große Bildschirme (4K, HDR, 400Hz etc. pp. Technikkram) schauen. Dann fliegt eine Luftschiffdrohne (wegen der Lärmbelastung) nah an Rudel/Gruppen/Rotten/Herden ran und die leistungsstarke Kamera und ein Richtmikrofon zeichnen auf. Das wird per Internet auf die Bildschirme gestreamed und du kannst dann dort den Besuchern die Tiere erklären.

Könnte man auch in Afrika mit Savannen machen, in der Arkits im Eis usw. usf.

Dann wären die Tiere artgerecht gehalten, du könntest Vorträge dazu halten und die Besucher sehen was ohne die Tiere zu stressen. So stelle ich mir Zoos der Zukunft vor. Eventuell auch mit VR-Brillen, so dass die Besucher sich virtuell bei den Tieren umsehen können.

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Otter eignen sich für so etwas wahrscheinlich wirklich nicht, aber Reptilien und Insekten und auch trainierte Spinnentiere sind da wesentlich unempfindlicher.

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Interessant ja aber Tierquälerei. Das ist totaler stress! Bei jeder Sitzung wieder rein gebracht werden und dann wieder raus. Immer in die Hände fremder Menschen. Ich als scheues Tier würde mir das absolut nicht wünschen

Lg

Kostet verdammt viel Geld und jeder kann sich sowas auch zuhause angucken - dafür braucht der kein "Kino" ...

Baue lieber einen richtigen Zoo! Einen guten, richtigen Zoo! So wie im Burgerpark, NL.

Wenn Dich Zoos interessieren, solltest Du mal den niederländischen Zoo besuchen ... sowas hast Du garantiert noch nie gesehen!

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