Was würdet ihr euch verhalten?

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1 Antwort

Wenn bei der Änderung des Arbeitsvertrages auf die 1976,20 € im Monat der Firmenwagen nicht aufgeführt ist, dann ist dies Dein Lohnanspruch ohne Firmenwagen - die 1% Regelung ist eine Vorgabe des Finanzamtes und hat mit dem Lohn überhaupt nichts zu tun!

Auch dass Du die Kosten für das Fahrzeug vorfinanzieren musst ist bedenklich - verlange eine pauschale Vorauszahlung von ungefähr 70% oder eine Firmenkreditkarte - Abrechnung zum Monatsende mit Vorlage der Belege - diese jedoch vorher kopieren bevor Du diese übergibst - Du hast sonst keinen Nachweis über Dein Geld! Wenn Du dieses nicht erhältst, eine Mahnung schreiben mit Fristsetzung zum Bezahlen (14 Tage), ansonsten über das Arbeitsgericht einfordern - kann direkt auf dem Arbeitsgericht eingereicht werden auch ohne Anwalt!

Bei den Spesen für Auswärtstätigkeit: Gilt ein Tarifvertrag - wenn ja, dort nachlesen, ansonsten sämtliche Tage mit den Arbeitsstunden notieren (würde ich in jedem Fall machen schon wegen der Überstunden) und dann kannst Du diese Tage beim Steuerausgleich mit erhöhtem Verpflegungssatz geltend machen und erhältst über das Finanzamt Deine Spesenauslagen zum Teil ersetzt.

Wie willst Du Deine Überstunden abfeiern wenn Du nicht weisst wieviele Du gemacht hast - auch hier unbedingt die geleisteten Stunden mitschreiben und dann geltend machen - das Arbeitszeitgesetz schreibt vor, dass im Durchschnitt von 26 Wochen nur 8 Stunden täglich gearbeitet werden dürfen - alles andere ist ungesetzlich und für einen gearbeiteten Sonntag steht Dir ein ersatzweiser freier Tag innerhalb von zwei Wochen zu!

http://dejure.org/gesetze/ArbZG

Wenn Du Dich nicht mit Deinem Chef reden traust, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sich weiterhin alles gefallen lassen und murren oder sich dagegen wehren - wenn Du in einer Gewrkschaft bist dann helfen Dir diese dabei! Die dritte Möglichkeit hast Du schon selbst aufgeführt: Such Dir einen anderen Job! Alles Gute!

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Kommentar von Nightstick
02.04.2016, 01:19

Bereits die Zahlen im ersten Absatz der Frage können nicht stimmen, denn danach wäre schon die Umrechnung des Gehalts auf die erhöhte Stundenanzahl zu Ungunsten des Mitarbeiters falsch berechnet.

Ohne genaue Angaben bzw. Einsicht in die Gehaltsabrechnung kann man hier keinen vernünftigen Rat erteilen, zumal im Verhältnis zwischen Arbeitnehmer zu Arbeitgeber einiges im Argen zu liegen scheint.

Ich rate dem Fragesteller, sich an eine Person zu wenden, die sich mit personellen Dingen auskennt, um eine individuelle Strategie zu entwickeln, die vorhandenen Unklarheiten zu beseitgen.

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