Was würdet ihr den obdachlosen und armen raten? Was würdet ihr tun, um den obdachlosen zu helfen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Das Problem ist, dass Hilfe generell zwar eine schöne und noble Geste ist, aber erstens, verhindert sie, dass sich die Leute selbst helfen und dann an diesen Erfahrungen wachsen können und zweitens hat jeder Mensch, der nicht absolut verzeifelt ist (wahrscheinlich, weil er statt daran zu wachsen, an der Erfahrung zerbrochen ist), einen gewissen Stolz und ist Hilfe gegenüber erstmal abgeneigt. Außerdem sind Kaffee und Suppe zwar unbestreitbar tolle und erstrebenswerte Sachen, aber sie helfen den Obdachlosen nur auf kürzeste Sicht. Auf lange Sicht bringt es mehr, den Leuten ein vorrübergehendes Asyl zu gewähren, denn ohne Anschrift bekommt man keine Arbeit und ohne Arbeit bekanntlich kein Geld.

Aber wer würde allen Ernstes jemand Fremden, der obdachlos ist, aufnehmen? Immerhin versacken die meisten Menschen, die obdachlos oder nur arbeitslos sind, in einem Loch der Antriebslosigkeit und machen dann doch nichts, wenn sich die Chance bietet. Das soll jetzt nicht alle Obdachlosen pauschalisieren, aber es gibt auch genug Hartzer, die lieber faul sind, anstatt zu arbeiten, sich dann aber jeden Tag beschweren, dass man von der Stütze nicht in Saus und Braus leben kann. 

Vor diesem Hintergrund sind Kaffee und Suppe vielleicht sogar eine gute Idee, weil sie den Obdachlosen Hoffnung geben, was auf lange Sicht eventuell den Unterschied macht zwischen Sitzenbleiben und Aufstehen und sich einen Job suchen. Aber Alles in Allem ist es ein schwieriger Prozess, jemanden, der einmal obdachlos geworden ist, wieder in die Arbeitswelt zu integrieren, bei dem unzählige Faktoren vor allem menschlicher Natur berücksichtigt werden müssen. Kurzum: Der/die Obdachlose muss Lust dazu haben, etwas zu ändern, sonst geht gar nichts.

Ein sinnvoller Schritt wäre, auch Obdachlosen Arbeit geben zu können, obwohl sie keinen Wohnsitz haben. Oder die Obdachlosen weniger zu vergüten, sie dafür umsonst in firmeneigenen, möblierten Wohnungen wohnen zu lassen. Aber sicherlich würde das wieder Probleme aufwerfen, welche zu erkennen ich nicht der Richtige bin.

Fachliche Meinungen dazu? Jetzt bitte kein "Ja, du sagst es!" oder "Nein, die klauen unsere Jobs!", sondern fundierte Argumente, wieso oder wieso nicht dieser simple Ansatz, Obdachlosen Arbeit geben zu können (vllt sogar müssen, eine Obdachlosenquote wäre tausendmal sinnvoller als eine Frauenquote, IMHO), Erfolg versprechen könnte?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DieKatzeMitHut
11.02.2016, 10:44

Möchtest du Dienstleistungen von einem Obdachlosen annehmen? Ich möchte nicht in Geschäften von jemandem beraten werden, der keine Möglichkeit hat zu duschen.


Vor allem ist das Problem aber, dass viele Obdachlose sich eben nicht an Regeln halten wollen oder können - ansonsten könnten sie ja auch einfach Sozialleistungen beantragen.

0

Wer "nur" abgebrannt ist, sitzt selten lange auf der Straße, da gibt es immer Soforthilfen. Für normale Obdachlose gibt es in den jeweiligen Gemeinden unterschiedliche Angebote, Obdachlosenunterkünfte und Wohnheime, in die manche aber gar nicht wollen, weil z.B. kein Alk oder keine Hunde erlaubt sind oder dort chronisch geklaut wird. Schwerer als für männliche Obdachlose ist es für Frauen, die mit oder ohne Kinder auf der Straße landen, weil die Frauenheime meist chronisch überfüllt sind. In jedem Fall ist es ratsam, erst mal bei der eigenen Gemeinde nachzufragen, welche Hilfen bereits vorhanden sind und wo private Unterstützung geleistet werden kann, per Geld, per Stellung von Unterkünften, per ehrenamtlicher Mithilfe bei Lebensmittel-Tafeln oder sonstwas. Du kannst nämlich Obdachlose nicht zu Sachen zwingen, die sie gar nicht wollen. Mal eine Suppe oder ein Sandwich oder einen Euro in die Sammelbüchse spenden ist ok, aber eine langfristige Hilfe ist das nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich würde einen obdachlosen einen wunschtag geben also zusammen in der Stadt rum laufen ihm schue Kleidung und essen kaufen (ist vielleicht etwas teuer aber so wissen sie das jemand an sie glaubt und das leben nicht nutzlos ist) vielleicht lad man sie noch nach hause ein damit sie sich mal duschen können, am schluss würde ich noch ne tüte mit wasser und ner Pizza oder ner decke zusammen packen.

ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde ihn zum Jobcenter begleiten und dabei unterstützen die Unterlagen auszufüllen - niemand in Deutschland muss auf der Straße leben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In Deutschland muss NIEMAND auf der Straße leben. wer zum Amt geht und sich in den Papierkrieg stürzt bekommt eine Wohnung, finanziele Stütze, Bekleidungsgeld, Arztbesuche, Suchthilfe etc etc .....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht jeder Obdachlose möchte ein Obdach. Bitte, Du musst da differenzieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Powergirl2222
11.02.2016, 10:19

Ich weiß. Aber die die eines wollen?

0

Was möchtest Du wissen?