Was würdet ihr bei einer unmittelbaren atomaren Verstrahlung tun?

Das Ergebnis basiert auf 4 Abstimmungen

Anderes (Ein letztes mal Sex, ...) 50%
Verbunkern und mit einem Riesenvorrat geschützt überleben 50%
Selbstmord 0%
Nichts und an den Folgen leiden 0%

11 Antworten

Abwarten. Mehr kann man nicht machen. Du kannst nur warten bis die Gamma-Strahlung deine Chromosome soweit zerstört, das sie mutieren und du Krebs bekommst. Dann kannst du eine Strahlentherapie machen und bist mit etwas Glück geheilt.

... um dann von der weiterbestehenden Strahlung wieder verstrahlt zu werden?

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Nein die Alpha-Strahlung zerstört die Krebstumore. Dann bilden sich die Chromosome wieder aus.

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Verbunkern und mit einem Riesenvorrat geschützt überleben
Verhalten nach Kernwaffeneinsatz

Um diese Frage zu beantworten, musst Du Dich mit der biologischen Wirkung von Ionisierender Strahlung beschäftigen. Weiter schau doch mal an Orte, wo bereits unter zivilen Bedingungen Kernwaffen eingesetzt wurde, wie z.B. Hiroschima, welches nie aufgegeben wurde und immer noch eine Großstadt ist, oder Nagasaki.

Die Strahlen-"Gefahr" geht primär von den Spaltprodukten (siehe
de.wikipedia.org/wiki/Spaltprodukt) der Kernexplosion aus, welche sich als Staub durch Wind und Regen vierteilten . Radioaktive Stoffe sind jedoch nicht in alle Zeiten radioaktiv, sondern geben ihre Radioaktivität nach dem
Halbwertszeiten-Prinzip ab. Praktisch kann man sagen, dass die
Radioaktivität solcher Staubansammlungen nach etwa 4 Halbwertszeiten
(HWZ) ungefährlich ist.

Bsp. Iod-131 hat eine HWZ von 8 Tagen, also nach 32 Tagen geht praktisch von radioaktiven Iod-Staub keine Gefahr mehr aus.

Cäsium-137 oder Strontium-90 haben eine HWZ von 30 Jahren, also nach etwa 120 Jahren geht von diesem ausgetretenen Cäsium-Staub keine Gefahr mehr aus.

Weiter ist natürlich auch die Menge der Freisetzung wichtig. Radioaktive Spaltprodukte mit großer HWZ, welche jedoch kaum freigesetzt wurden, brauchen daher nicht berücksichtigt zu werden.

Da relativ schnell die radioaktiven Stoffe aus der Luft ausgewaschen werden, wäre die Luft schon relativ schnell wieder zum ungefilterten Atmen geeignet. Natürlich sind die Spaltprodukte dann in den oberen Erdschichten (ca. 5-10 cm) wo sie auch bleiben, wie man heute gut in Tschernobyl, Bayern oder
Hiroschima sehen kann. In Bayern sind immer noch Cäsium-Spuren in
Wildschweinen aufzufinden, welche dieses über die Nahrung aufnehmen.
Scheinbar ist also das radioaktive Cäsium-137 noch im Bereich der
Wurzeln, 27 Jahre nach Tschernobyl.

Wichtig ist, dass man wenigstens den Zerfall vom Jod-131 abwartet, da Jod sehr flüchtig ist und gut vom Körper aufgenommen wird. Also sollte man wenigstens 32 Tage aus der kontaminierten Luft/ Umgebung fern bleiben. Danach kann man wieder raus. Jedoch sollte man es unterlassen in der kontaminierten Erde zu scharren oder wie drollige Kinder sich in dieser Erde zu trollen.

Will man sich nun mit Nahrung versorgen und Pflanzen anbauen, muss die obere Bodenschicht (5-10 cm) abgetragen werden und in einem gesonderten Erdloch die ca. 120 Jahre gelagert werden. Danach ist diese Erde jedoch wieder voll für die Pflanzenzucht zu gebrauchen, da das Cäsium-137 oder Strontium-90 in stabile Stoffe zerfallen ist. Will man sich mit Wasser versorgen, so muss das aus abgeschlossenen Systemen, die nicht durch radioaktive Stäube kontaminiert wurden, geschehen. Hier sind die vielerorts
verteilten Handwasser-Pumpen (auch bei chemischer Kontamination des
offenen Trinkwassers), die aus Zivilschutz-Zwecken in den Großstädten
aufgestellt sind, gut geeignet. Weiter könnte man vielleicht auch stehendes Wasser aus Wasserleitungen trinken, da die Leitung bei verschlossenem Wasserhahn nicht kontaminiert sein wird. Auf jeden Fall sollte man Wasser, welches mit den oberflächlichen Umweltbedingungen in Kontakt trat, z.B. Regen oder offene Wasserbehälter, meiden. Hier besteht die Gefahr der Aufnahme von Spaltprodukten.

Ganz grundsätzlich dient die Erde als Filter, so wie bei unseren Schwimmbecken der Filterkies. Die radioaktiven Stäube werden in der Erde gebunden und zerfallen dort nach dem Halbwertszeiten-Prinzip.

Es gibt hierzu ein gutes Buch "Kernexplosionen und ihre Wirkungen" vom Fischer Verlage und ist schon für 2, 57 Euro gebraucht zu erhalten.

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/infotext=Kernexplosionen+und+ihre+Wirkungen

Obwohl das Buch in deutsch geschrieben wurde kommt es ohne
emotional Geisere aus und konzentriert sich auf sachliche
Beschreibung verschiedener Kernexplosionen.

Hiroshima heute - (Menschen, Leben, Atom) Hiroshima heute - (Menschen, Leben, Atom)
Anderes (Ein letztes mal Sex, ...)

Mit den Flügeln die mir dann wachsen wegfliegen.

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