Was würde passieren wenn wir Griechenland nicht mehr helfen?

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14 Antworten

Griechenland wäre bankrott, müßte aus dem Euro gehen und die Drachme wieder einführen.
Die neue Währung würde gegenüber dem Euro massiv abgewertet.

Bis auf diejenigen, die ihr Geld ins Ausland geschafft haben (Millionäre und andere), haben die Griechen ihre bei Banken angelegten Ersparnisse verloren.

Diejenigen "Normalos", die rechtzeitig ihre paar Euros bei den Banken abgehoben haben, bewahren sie unterm Kopfkissen,iIm Gefrierfach oder in einem alten Autoreifen auf.

Die Mittelschicht hat ihre Existenzgrundlage verloren. Suppenküchen haben in Athen und Thessaloniki Hochkonjunktur. Die "Unterschicht" wird zum Sozialfall - nur: Es gibt kein soziales Netz, das sie auffangen könnte.

Es kommt voraussichtlich zu massiven sozialen Unruhen.

Manche befürchten einen Militärputsch.

Griechenland wird Jahrzehnte brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.

Gruß, earnest

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Kommentar von NickyParis
25.08.2012, 09:25

Danke für die Antwort:) Würde dann für uns auch eine Gefahr bestehen, wenn Griechenland die Drachme wiederbekommt? :)

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Kommentar von PeVau
25.08.2012, 12:01

Dann sollten wir daran gehen, den Griechen wirklich zu helfen. Bislang bedienen wir ja nur die Gläubiger Griechenlands. Da wir aber selbst die Gläubiger Griechenlands sind, bedienen wir uns selbst und zwingen die Griechen in die Suppenküchen und fordern auch noch Dankbarkeit dafür.

Diese ganze "Griechenlandhilfe" hilft keinem einzigen Griechen. Sie ist einzig und allein dazu da, unsere griechischen Investments, mit denen wir uns verzockt haben, zu retten.

Warum muss das allgemeine Volk für die dummen Fehler der Regierungen und Politiker einstehen, ... ?

Privatisierung von Gewinnen, Vergesellschaftung von Verlusten = Kapitalismus eben!

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Hallo,

das mit der Politik und die Steuerhinterziehungen ist nur ein Aspekt von vielen.

Das Land hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt. Außerdem gibt es eine weltweite Wirtschaftskrise, die allen Ländern zusetzt., was passieren könnte, wäre, daß die alte Währung wieder eingeführt wird.

Zur Zeit haben alle Länder zwei große Probleme : Deficit spending (Geld ausgeben, das man nicht mal hat) und die gepanschten Papiere, welche von den "Bad Banks" einverleibt wurden. Dadurch wird der Zeitpunkt einer vernünftigen, aber schmerzhaflten Lösung, nur aufgeschoben.

Gruß, Emmy

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Kommentar von Semana
25.08.2012, 09:24

Und Deutschland lebt seit Jahrzehnten unter seinen Verhältnissen - unsere Lohnzurückhaltung und der Niedriglohnsektor, geschaffen von unserem allerliebsten Schröder, Steinbrück, Fischer und Steinmeier haben das Ungleichgewicht in Europa forciert - wir exportieren mehr als wir importieren und konsumieren - Unser Export muss gekauft werden, von wem wohl...die Autobranche bekommt gerade ein "Gschmäckle" von dem, was uns demnächst mit unserer Exportweltmeisterei ins Haus steht. Wenn keiner mehr Geld hat zu kaufen, weil Europa sich auf Geheiss unserer "geliebten" Kanzlerin zu Tode sparen muss, bricht der gesamte Produktions- und Konsumkreislauf zusammen.

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Das war leider schon fast immer so, dass der ehrliche Steuerzahler am Ende die Zeche zahlen soll. Auch wenn GL aus der Eurozone austreten sollte, ist es trotzdem noch Mitglied in der EU und hat somit Anspruch auf Transferleistungen. Und es sind nicht nur die griechischen Millionäre, die ihre Schäfchen ins trockenen bringen.

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darüber streiten sich die gelehrten die einen sagen, dass dann die euro-zone auseinanderbricht und die länder wieder ihre alten währungen einführen. andere sagen, es passiert gar nix. griechenland würde wohl pleite gehen. griechenland kann ja nicht aus der euro-zone ausgeschlossen werden, weil das im vertrag nicht vorgesehen ist. es könnte höchstens freiwillig austreten und die drachme wieder einführen. das problem dabei ist aber, dass die griechischen waren sich verteuern würden.

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Kommentar von earnest
25.08.2012, 21:06

Nein, die griechischen Waren würden sich aufgrund der dann wohl unvermeidlichen massiven Abwertung der Drachme gegenüber dem Euro massiv verbilligen.

Die griechischen Waren, die nach D exportiert werden, sind übrigens in erster Linie Olivenöl, Feta, Wein und Tomaten.

Gruß, earnest

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Gute Frage !

Weil die griechischen Millionäre und Milliardäre ihr Geld fleißig im Ausland anlegen und immer schon außerhalb Griechenlands geparkt hatten - warum sollten unsere Banken und Regierungen ein Interesse daran haben, das zu verhindern...!?

Stattdessen wird lieber den griechischen Rentnern 30 % ihrer Rente weggenommen und werden darüber hinaus Millionen weitere Arbeitslose produziert :(.

Wenn wir Griechenland tatsächlich helfen wollten,

  • dann müsste das hinterzogene Steuergeld der Reichen konfisziert und ins Land zurückgeführt werden.

  • Dann müsste unser Geld direkt in Form von Kleinkrediten an die Leute gehen, damit sie die Wirtschaft wieder in Schwung bringen können.

  • Zusätzlich müssten neue Möglichkeiten erschlossen werden wie sich die griechischen Exporte steigern ließen, z.B. in den Bereichen erneuerbare Energie und Bio-Landwirtschaft.

  • Auch in der Förderung eines nachhaltigen Tourismus´ ließe sich eine Menge machen..

Von all dem ist aber keine Rede - daran verdienen wir nämlich nicht das meiste...

Stattdessen werden potentielle Investoren durch ständige Austritts.- und Pleitespekulationen auf Abstand gehalten, denn je weiter Griechenland in die Schuldenfalle rutscht umso billiger lässt sich am Ende Alles aufkaufen.

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Ich glaube, kurzfristig wäre das für Griechenland fatal, aber langfristig gesehen villeicht sogar gut? Ein Kind, was nie von seinen Eltern unabhängig wird, hat auch irgendwann ein Problem, wenn die Eltern nicht mehr sind, und ewig wird Deutschland bestimmt nicht zahlen, denn Geld hat niemand zu viel. Wenn ein Kind den Sprung weg von den Eltern schafft, steht es erstmal schlecht da (finanziell), aber nach einer gewissen Zeit hat es sich auch etwas erarbeitet, und dann geht es ihm besser. Vielleicht sollte man das mal so sehen.

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Wir müssen denen leider helfen, weil sie mit zur EU gehören und Deutschland eines der reichsten Länder der Welt ist (auch wenn der normale Steuerzahler nichts davon merkt).

Die Regierung von Deutschland ist auch verschuldet und da sie sich ihr Geld mit Steuern finanziert geht das halt gegen den kleinen Mann.

Und wenn wir denen nicht mehr helfen würden (weil sich selber helfen tun sie nicht, sonst würden sie mal ihre eigenen Sparpakete durchziehen), dann würde dieses Land vermutlich endgültig Bankrott gehen.

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Kommentar von NickyParis
25.08.2012, 09:00

Achsoo, ok:) Und was wäre eigl. wenn Griechenland bankrott ging, könnten sich die anderen Länder das Gebiet aufteilen oder wie? :)

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Die meisten Völker/Staaten haben die Politiker/Regierungen, die sie verdienen ^^.

Ungeachtet der desaströsen deutschen Politik, die zu nichts anderem geeignet ist, als der griechischen Volkswirtschaft die Garrotte anzulegen und sie langsam zu erdrosseln, tun mir die Griechen in toto nicht sonderlich leid, genauso wenig wie die Deutschen im Osten, die noch immer auf die blühenden Landschaften warten, die ihnen Kohl einst versprochen hat. Wer belogen sein will, der hat die Kosenquenzen zu tragen ... ^^

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Kommentar von Semana
25.08.2012, 09:25

Jo, und wir Idioten hier in Deutschland werden mit diesem Mass ebenfalls gemessen werden :-(

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Griechenland ist nicht das Problem. Das festhalten am ungezügeltem Kapitalismus und Gier wohl eher.

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Die wurden ja von jemanden gewählt, aber gut man muss ja auch sagen, das Volk kann ja nicht unbedingt wissen das die Politiker also die Regierung dort irgend ein scheiß macht mit den Geld.

Oder weißt du ganz genau was mit unserem Geld hier passiert?

Und wenn es nicht das Volk tut, wer soll es sonst tun? Dann würde es richtig alles den bach runter gehen.

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Wir würden nix mehr reinschütten - in ein Fass ohne Boden !

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die Regierung wurde vom Volk gewählt

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Kommentar von Semana
25.08.2012, 09:17

Ja, das werden wir auch zu hören bekommen, wenn Merkel Europa leider endgültig auf den Misthaufen befördert - man muss sich das vorstellen, da arbeiten Menschen seit dem 2. Weltkrieg an einer Einigung Europas und unsere Kanzlerin, die nicht besser denken und regieren kann als eine vielzitierte "schwäbische Hausfrau", reitet Europa innerhalt von vier, fünf Jahren zuschanden...Aber wie du schon sagtest, wir haben sie gewählt und sind deshalb für ihren Mist verantwortlich.

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Dann würd unsere Regierung und die Banken,woanders ne Krise produzieren,für die wir dann gerade stehen müssen...

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